CT-gesteuerte Interventionen

Punktionen

Mit einer CT-gestützten Punktion können Gewebeproben an bestimmten Orten von Organen entnommen werden (z. B. Lunge, Leber, Lymphknoten oder Knochen). In den meisten Fällen ist dies unter örtlicher Betäubung möglich. Durch die ständigen computertomografischen Kontrollen kann die Punktionsnadel präzise und millimetergenau platziert werden und umgebende Organe geschont werden. Am Zielort werden dann kleine Gewebeproben entnommen, die weiter untersucht werden (Pathologie, Mikrobiologie).

 

Drainagen

Eine CT-gestützte Drainage kann erforderlich sein, wenn sich an einer Stelle des Körpers Flüssigkeit ansammelt (z. B. Eiter oder Lymphflüssigkeit). Über eine Drainage, kann die Flüssigkeit abfließen. Zudem können Proben dieser Flüssigkeitsansammlungen z. B. auf Keime untersucht werden um so eine gezielte Therapie mit Antibiotika zu ermöglichen. Der Ablauf ist ähnlich zur CT-gestützten Punktion. Zunächst wird eine Hohlnadel unter ständiger computertomografischer Kontrolle bis in die Flüssigkeitsansammlung vorgeschoben. Über die Hohlnadel wird anschließend ein Draht eingeführt über den nach Entfernung der Hohlnadel dann eine Drainage eingeführt werden kann.

 

Allgemeiner Ablauf und Dauer

Die Dauer einer CT-gestützten Punktion oder Drainagenanlage kann individuell variieren. Für die Durchführung sollte der Patient*in in der Lage sein 30 Minuten ruhig zu liegen. Je nach Körperregion und Wahl des bestmöglichen Zugangsweges wird die Untersuchung in Rücken-, Bauch- oder Seitenlage durchgeführt. In manchen Fällen kann es notwendig sein für einige Sekunden die Luft anzuhalten.

 

Vorbereitung

Vor jeder CT-gestützten Punktion werden die Patient*innen von einem Arzt aufgeklärt. In diesem Gespräch werden der Ablauf und mögliche Komplikationen erläutert sowie Fragen beantwortet. Wichtig sind mögliche Voroperationen, Allergien (z. B. Medikamente, Pflaster) und Medikamente (z. B. Blutverdünner).

 

Laborwerte

Vor einer CT-gestützten Punktion sollen aktuelle Blutwerte bestimmt werden (max. 2 Wochen alt). Notwendig sind neben den Gerinnungswerten (Quick/INR, PTT und Thrombozyten) und in einigen Fällen auch Schilddrüsenwerte (TSH) und Nierenwerte (Kreatinin).