Zwei Kliniken, gebündelte Expertise: Neues Department für Muskuloskelettale Chirurgie gegründet

Die weiterhin eigenständig agierenden Kliniken für Orthopädie sowie Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie vereinen ihre Kräfte

Mehr Spezialwissen und noch engere Zusammenarbeit: Mit der Gründung des neuen Departments am Universitätsklinikum Ulm profitieren Patientinnen und Patienten künftig von einer klar strukturierten, gemeinsam koordinierten Zusammenarbeit der Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie mit der Klinik für Orthopädie. Beide Kliniken bleiben eigenständig, bündeln ihre Expertise jedoch künftig in einer festen Department-Struktur. Ziel sind abgestimmte Behandlungsabläufe, kurze Wege zwischen den Fachbereichen und schnelle Rücksprachen bei komplexen Fällen.

Anfang Februar 2026 ist am Universitätsklinikum Ulm (UKU) der Grundstein für das Department für Muskuloskelettale Chirurgie gelegt worden. Unter diesem organisatorischen Dach kooperieren die Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie sowie dieKlinik für Orthopädie künftig noch enger miteinander. Die beiden Kliniken bleiben eigenständige Einheiten mit eigener Leitung und vereinen ihre Kräfte künftig im neuen Department.

Zudem stoßen mit der Klinik für Rehabilitationsmedizin sowie der Sektion Sport-​ und Rehabilitationsmedizin (als Teil der Klinik für Innere Medizin II) zweiassoziierte Mitglieder zum Department, was eine noch engere Zusammenarbeit von Reha- und Akutbereich ermöglicht, die vor allem den Patient*innen zugutekommt. Perspektivisch besteht die Möglichkeit, dass weitere Kliniken, Institute und Einrichtungen integriert werden, um die Versorgung, Forschung und Lehre weiter auszubauen.

Das Department verbessert bereits die Patientenversorgung am UKU, setzt innovative Behandlungskonzepte um und stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit nachhaltig. Durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen wie OP-Kapazitäten, Dienststrukturen und diagnostischen Einrichtungen können Abläufe schon jetzt besser koordiniert, komplexe Fälle fachübergreifend betreut und moderne Therapien schneller verfügbar gemacht werden.

„Die Einrichtung des Departments für Muskuloskelettale Chirurgie ist ein wichtiger Schritt, um die Department-Struktur weiterzuentwickeln“, erklärt Prof. Dr. Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Ulm. „Wir schaffen hierdurch Strukturen, die die Versorgung aktiv verbessern, Forschung und Lehre nachhaltig stärken und gleichzeitig Effizienz sichern.“

Prof. Dr. Heiko Reichel, Ärztlicher Direktor der Klinik für Orthopädie, ergänzt: „Die Zusammenarbeit ermöglicht es uns, unsere jeweiligen Spezialisierungen gezielt zu stärken und sinnvoll zu verzahnen. So entstehen abgestimmte Behandlungskonzepte – von der konservativen Therapie bis zur komplexen operativen Versorgung. Gleichzeitig schaffen wir die Grundlage, Standards gemeinsam weiterzuentwickeln und innovative Verfahren schneller in die Patientenversorgung zu überführen.“

Dem stimmt auch Prof. Dr. Florian Gebhard, Ärztlicher Direktor der Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie, zu: „Das Department bildet eine verbindliche Struktur für eine noch engere Abstimmung“, so Prof. Gebhard. „Gerade in der Akut- und Notfallversorgung profitieren Patientinnen und Patienten von schnellen fachlichen Rücksprachen, klar definierten Behandlungswegen und einer koordinierten Versorgung über Klinikgrenzen hinweg. Die Bündelung unserer Expertise erhöht Qualität und Effizienz gleichermaßen.“

Für das Jahr 2026 stehen für das neue Department vor allem jene Aufgaben im Fokus, die die Zusammenarbeit der Kliniken und die Versorgung der Patientinnen und Patienten verbessern sollen. Geplant ist unter anderem, die Behandlungsangebote abzugleichen, OP-Kapazitäten, Geräte und Dienste effizient zu koordinieren sowie die Zentrale Interdisziplinäre Notaufnahme (ZINA) am UKU strukturell einzubinden.

Mit der Gründung des Departments legt das Universitätsklinikum Ulm das Fundament für eine hochqualitative, koordinierte und patientenorientierte Versorgung. Die enge Zusammenarbeit der Kliniken stärkt die universitäre Spitzenmedizin in Ulm nachhaltig.

Gebündelte Expertise für eine bessere Versorgung: Im neuen Department für Muskuloskelettale Chirurgie arbeiten die Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie sowie die Klinik für Orthopädie künftig noch enger zusammen. (Universitätsklinikum Ulm)