Lehre der Frauenklinik

Vielfältig und engagiert

Unsere Klinik gehört zu den größten Frauenkliniken in Deutschland und deckt den gesamten Fachbereich der Frauenheilkunde und Geburtshilfe ab. Die Bandbreite reicht in der Geburtshilfe mit über 3.000 Geburten pro Jahr von der problemlosen Spontangeburt am Geburtstermin bis zur extremen Frühgeburt und beinhaltet zudem die Betreuung von Risikoschwangerschaften. Im OP finden bei uns sämtliche Eingriffe von der einfachen Ausschabung bis hin zu großen onkologischen Tumoroperationen und aufwändigen Brustrekonstruktionen statt. Eine eigene Abteilung für Endokrinologie und Reproduktionsmedizin deckt auch diesen Bereich ab.

Als Universitätsklinik betreuen wir Studierende vom ersten Semester bis zum praktischen Jahr in vielen verschiedenen Veranstaltungen mit großem Engagement. Neben Vorlesungen und Seminaren bieten wir zudem Famulaturplätze und Doktorarbeiten an. Gerne möchten wir Ihnen als zukünftige Kolleginnen und Kollegen nachfolgend einen Überblick über unser Lehrangebot geben und Sie über Inhalte, Ansprechpartner und Ablauf der Veranstaltungen informieren. Bei Fragen stehen wir gerne auch jederzeit direkt zur Verfügung und freuen uns über Ihr Interesse an unserem Fachbereich.

Lehrbeauftragter
Profilbild von Dr. Nikolaus de Gregorio

Dr. Nikolaus de Gregorio

Oberarzt | Leiter Gynäkologisches Tumorzentrum und operative Onkologie

PJ-Beauftragte
Profilbild von Dr. Fabienne Schochter

Dr. Fabienne Schochter

Fachärztin

Koordination Lehre

Telefon 0731 500-58504

Telefax 0731 500-58502

Lehrveranstaltungen

Vorlesung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Bei der Themenauswahl für unsere Hauptvorlesung haben wir uns bemüht, die Vielfalt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe widerzuspiegeln – vom Mammakarzinom über Schwangerschaft und Geburt bis hin zu aktuellen OP-Methoden der Gynäkologie. Zusätzlich legen wir viel Wert auf die Vermittlung praktischen Wissens. Dazu gehören die regelmäßigen Fallvorstellungen mit realen Patientinnen, fetaler Ultraschall als Live-Demonstration, Video-Präsentationen interessanter Operationstechniken, sowie interaktive Diskussionen und vieles mehr. Die Teilnahme wird doppelt belohnt – neben den nützlichen und praktischen Informationen profitieren unsere Studierenden bei der Abschluss-Klausur von der Vorlesungsteilnahme.

Blockpraktikum Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Im Blockpraktikum wollen wir den Studierenden – soweit das innerhalb einer Woche möglich ist – einen intensiveren Einblick in die Frauenheilkunde und Geburtshilfe geben. Während Ihrer Praktikumswoche binden wir Sie in den klinischen Alltag der Frauenklinik unter Anleitung der zuständigen Ärzte ein. Sie durchlaufen dabei verschiedene Funktionsbereiche unserer Klinik. Das Blockpraktikum beinhaltet außerdem Seminare, Lehrvisiten, Fallbesprechungen sowie Übungen an Phantommodellen. Auf Wunsch ist die Teilnahme an einem Nachtdienst möglich.

  • Dauer: 1 Woche
  • Zeiten: Montag bis Donnerstag: 07.45 - 15.30 Uhr (donnerstags: Beginn um 07.35 Uhr), Freitag: 07.45 - 13.30 Uhr
  • Einführung: montags, 07.20 Uhr (Treffpunkt: Cafeteria Michelsberg)
  • Bitte mitbringen: weißer Kittel und weiße Hose, Vorhängeschloss für Spind
  • Fehlzeiten: Aufgrund der Kürze des Praktikums ist kein Fehltag möglich. Fehltage müssen nach Absprache mit dem Lehrsekretariat der Frauenklinik nachgeholt werden.
Funktionsbereiche

Um möglichst allen Studierenden einen umfassenden Einblick zu ermöglichen, erhalten Sie bei der Einführung einen Rotationsplan für die gesamte Blockpraktikumswoche.

Alle Studierende durchlaufen vier Funktionsbereiche:

  • Ambulanzen und Sprechstunden
  • Kreißsaal und Wochenstationen
  • Ultraschallambulanz/Pränatale Medizin
  • OP

Jede Gruppe hat einen festen ärztlichen Ansprechpartner während der Blockpraktikumswoche, der Sie jeden Morgen einem ärztlichen Kollegen des jeweiligen Funktionsbereiches zuteilt und Ihnen bei allen Fragen rund um das Blockpraktikum gerne zur Verfügung steht.

Seminare

Begleitend zum Praktikum bieten wir nachmittags Seminare zu folgenden Themen an:

  • Seminar Tag 1: Allgemeine Gynäkologie
  • Seminar Tag 2: Geburtshilfe Basic
  • Seminar Tag 3: Gynäkologische Onkologie
  • Seminare Tag 4: Radiologie und Kinderwunsch/Endokrinologie Basic

Bei Übungen an Modellen vermitteln wir Ihnen unter anderem Basiskenntnisse in der gynäkologischen Untersuchung und das für die Vorsorge wichtige Abtasten der Brust. Zudem wird der physiologische Geburtsverlauf an geburtshilflichen Phantommodellen simuliert.

Lehrvisite

Dienstags können Sie in der Regel an einer Lehrvisite bei ausgewählten Patientinnen mit Risikoschwangerschaft auf der Pränatalstation teilnehmen.

Prüfung

Am Ende der Praktikumswoche findet eine mündliche Prüfung mit Benotung statt. Der Prüfungsinhalt besteht aus den von Ihnen vorbereiteten Patientenvorstellungen und dem Inhalt der praktikumsbegleitenden Seminare sowie fallbezogenen Fragen.

Die Teilnahme an einem Nachtdienst während der Blockpraktikumswoche hat sich bewährt. Hierzu möchten wir Sie ausdrücklich ermutigen! Die Exposition der Studierenden mit Geburten und Notfällen ist in dieser Zeit meist sehr hoch und das Angebot wurde von Ihren Vorgängern sehr gerne angenommen und gelobt. Um eine 1:1-Betreuung zu gewährleisten, kann immer nur ein Studierender pro Dienst dabei sein. Bei Interesse an einem Nachtdienst melden Sie sich bitte online über Corona an.

Machen Sie sich bewusst, dass die Frauenheilkunde ein sehr intimes Fach ist und viele Untersuchungen für Patientinnen mit Scham belastet sind. Aus diesem Grund ist eine „Hands on“ Ausbildung bei Patientinnen somit häufig nicht möglich. Dies gilt insbesondere für gynäkologische Untersuchungen. Wir versuchen dennoch, die Ausbildung so praktisch wie möglich zu gestalten und die Studierenden beispielsweise bei Ultraschalluntersuchungen aktiv zu involvieren.

Informieren Sie bitte den für Sie am jeweiligen Tag zuständigen Arzt, wenn Sie zum Mittagessen, Blutabnehmen etc. gehen. Häufig ergeben sich bei uns rasch Veränderungen oder spannende Ereignisse, die Sie ansonsten verpassen würden.

Haben Sie keine Angst vor dem OP. Wir zwingen niemand, steril an den Tisch zu stehen. Auch ein „übers Tisch schauen“ ist möglich. Umzufallen ist keine Schande und jedem schon mal passiert. Ein ausreichendes Frühstück ist aber oft hilfreich. Wenn Ihnen übel wird, lassen Sie es uns rechtzeitig wissen.

Ihr Feedback ist uns wichtig

Um Ihnen Ihren Aufenthalt bei uns so lehrreich wie möglich zu gestalten, arbeiten wir ständig an der Optimierung des Praktikums. Wenn Sie sich allein gelassen fühlen oder mit der Betreuung unzufrieden sind, kontaktieren Sie bitte unseren Lehrbeauftragten oder das Lehrsekretariat der Frauenklinik, so dass wir Ihre Situation unmittelbar verbessern können.

Wahlfächer der Frauenklinik

Manche Themengebiete der Frauenheilkunde und Geburtshilfe bleiben im Blockpraktikum oder in der Vorlesung notwendigerweise skizzenhaft. Für besonders interessierte Studierende bieten wir daher in jedem Semester eine Reihe vertiefender Wahlfächer an. Hier werden in kleinen Gruppen und mehreren Seminarterminen spezifische Aspekte von klinisch ausgewiesenen Expertinnen und Experten unserer Fakultät eingehend besprochen. 

Die Anmeldung zu den Wahlfächern erfolgt online über Corona. Aktuelle Termine und weitere Informationen finden Sie auf der Lernplattform Moodle.

Zeitgemäße Geburtshilfe und Perintalmedizin

Die Betreuung von Schwangeren und Gebärenden erfordert ein anderes ärztliches Denken, als wir das zumeist gewohnt sind. Zum Einen begleiten wir in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle Frauen im Rahmen eines physiologischen Vorgangs, den wir, wenn irgend möglich, nicht stören sollten. Andererseits gibt es auch Risikosituationen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt, die wir zuverlässig erkennen müssen, um Schaden von Mutter und Kind abzuwenden.

In dem Wahlfach „Zeitgemäße Geburtshilfe und Perinatalmedizin“ geben wir Ihnen einen Einblick in diese Thematik, und in dieses Denken. Wir möchten Ihnen zeigen, wie eine interventionsarme und trotzdem sichere Geburtshilfe gelingen kann.

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PD Dr. Frank Reister

Leiter Sektion Geburtshilfe

Wege zum Wunschkind

In dem Wahlfach „Wege zum Wunschkind“ geben wir Ihnen einen praxisnahen Einblick in die Kinderwunschdiagnostik und die einzelnen Behandlungsmöglichkeiten.

Ablauf:

  • Einführungsseminar mit Darstellung der Grundlagen für die klinische Untersuchung und Behandlung als auch für die labortechnischen Voraussetzungen.
  • Weitere Termine nach individueller Vereinbarung: jeder Teilnehmer soll mindestens einen Tag an der Kinderwunschsprechstunde teilnehmen sowie mindestens eine Follikelpunktion mit nachfolgender IVF/ICSI-Behandlung im Labor gesehen haben.
     
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Prof. Dr. Katharina Hancke

Geschäftsführende Oberärztin | Leiterin UniFee

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Dr. Josef Lehner

Biologe | Leiter UniFee-Labor

Mammakarzinom im Dialog

Das Seminar umfasst das gesamte Spektrum der Diagnostik und chirurgischen, medikamentösen und strahlentherapeutischen Behandlung von Brustkrebs. Abschließend werden Fälle interdisziplinär besprochen.

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Prof. Dr. Jens Huober

Leiter Brustzentrum und konservative gynäkologische Onkologie

Angewandte Statistik für Mediziner (und angehende Doktoranden)

Inhalte:

  • Einführung in beschreibende Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Schätzungen, statistische Testverfahren (Gruppenvergleiche, Korrelationen), Diagnostik, Statistik für klinische Studien, Programm SPSS (erste Semesterhälfte)
  • Individuelle Beratung zur Auswertung eigener Daten (zweite Semesterhälfte)
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PD Dr. Thomas Friedl

Statistiker | Leiter klinische Studienentwicklung

  • Praktische Schwangerenvorsorge
    Prof. Dr Wolfgang Hütter, Praxisklinik Frauenstraße
  • Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
    Prof. Dr. Karl Sterzig, Praxisklinik Frauenstraße
     

Einführung in die klinische Medizin (EKM)

Bereits in der Vorklinik sollen Studierende die klinische Medizin kennenlernen. Neben anderen Abteilungen beteiligt sich auch die Frauenklinik an der „Einführung in die klinische Medizin“. In diesem insgesamt dreistündigen Praktikum bekommen Sie an zwei Terminen einen ersten Einblick in die klinische Fachdisziplin Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Inhalte der Lehrveranstaltung:
  • Führung durch die einzelnen Funktionsbereiche der Klinik (z. B. Kreißsaal)
  • Durchführung einer peripheren Blutabnahme bzw. das Legen einer Venenverweilkanüle
  • Besonderheiten von Anamnese und körperlicher Untersuchung in der Gynäkologie (inklusive Besuch einer Patientin auf Station zur Fallbesprechung)
  • Grundlagen der Geburt und Erläuterung eines CTGs (Herztonableitung beim Ungeborenen)
  • Live-Demonstration einer Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft (falls möglich)

Weitere individuelle Fragen oder Wünsche können wir gerne im Rahmen des EKMs besprechen und nach Möglichkeit berücksichtigen.

Praktisches Jahr

Wir freuen uns, Sie im letzten Abschnitt Ihrer Ausbildung begleiten und unterstützen zu können. Durch viele praktische Erfahrungen und angeleitete Patientenbetreuung wollen wir Sie für das kommende Arztleben fit machen. Als Teil unseres ärztlichen Teams werden Sie in den Klinikalltag der Frauenklinik integriert und sind bei vielen täglichen Aufgaben dabei.

  • Wöchentlicher PJ-Unterricht nach festgelegtem Lehrcurriculum
  • Möglichkeit der freiwilligen Teilnahme an Wochenend- und Nachtdiensten
  • Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen der Frauenklinik
  • Als Teil des Ärzte-Teams: eigenes Zimmer für Dienste und eigenes Telefon
  • Eigenständiges Arbeiten nach Anleitung mit dem Ziel der selbstständige Durchführung kleinerer Untersuchungen (Nierensono, Fetometrie)


Allgemeine Informationen zum Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Ulm finden Sie hier.

Um Ihnen einen Einblick in die unterschiedlichen Bereiche der Frauenklinik zu ermöglichen, werden Sie während Ihres PJ-Tertials acht Wochen in der Geburtshilfe und acht Wochen in der Frauenheilkunde absolvieren.

Geburtshilfe

In der Geburtshilfe assistieren Sie bei Kaiserschnitten, erleben Spontangeburten und kümmern sich um Entlassuntersuchungen auf der Wochenstation. Komplexe Fälle von Risikoschwangeren werden täglich besprochen und bieten die Möglichkeit, die bereits erlernten Krankheitsbilder zu vertiefen. Bei einer Rotation in die Ultraschallabteilung lernen Sie die Möglichkeiten der Pränatalmedizin kennen und werden mit komplexen ethischen Entscheidungen unseres Faches konfrontiert.

Frauenheilkunde

In der Frauenheilkunde werden Sie auf einer unserer gynäkologischen Stationen eingesetzt. Hier übertragen wir Ihnen schrittweise die Verantwortung für Patientinnen. Außerdem erhalten Sie die Möglichkeit, bei vielfältigen operativen Eingriffen zu assistieren. Durch die Teilnahme an Untersuchungen in unserer Ambulanz können Sie die Diagnostik und Therapie der einzelnen Krankheitsbilder noch besser verknüpfen und Ihr Verständnis für die Entscheidungsfindung schulen.

Die Vergabe der PJ-Plätze an der Frauenklinik erfolgt zentral durch das Studiendekanat der Universität Ulm. Auch Studierende anderer deutscher Universitäten haben die Möglichkeit, einen Teil des Praktischen Jahres im Rahmen der PJ-Mobilität bei uns zu absolvieren. Bitte richten Sie Ihre Bewerbung an die Universität Ulm.

Erfahrungsberichte ehemaliger PJ-Studierender der Frauenklinik

Die Entscheidung, ein Tertial an der Unifrauenklinik Ulm zu verbringen, kam bei mir initial daher, dass ich von Kommilitonen viele positive Berichte über die Lehre und Arbeitsatmosphäre gehört hatte. Der Bereich Gynäkologie hat mich schon seit Studienbeginn interessiert und da ich überlegt habe, in diesem Bereich eine Assistenzarztstelle anzufangen, habe ich das PJ als gute Möglichkeit zur Entscheidungsfindung gesehen.

Das Tertial war gut strukturiert, wir waren acht Wochen in der Gynäkologie und acht Wochen in der Geburtshilfe eingeteilt, sodass man einen guten Überblick über das Fach gewinnen konnte. Während der Gynäkologie-Rotation war man fest einer Station zugewiesen und konnte so den Stationsalltag miterleben und auch im OP assistieren. Während der Zeit in der Geburtshilfe war man im Kreißsaal eingeteilt und hat hier Geburten sehen dürfen, bei Sectiones mitgemacht und auch in der Ambulanz geholfen. Es gab die Möglichkeit, Nachtdienste und Wochenenddienste mitzumachen, bei denen man viel gesehen und gelernt hat. Hier durfte man auch viel praktisch machen. Das Ärzte-Team war durchgehend sehr nett und auch unsere PJ-Ansprechpartnerin war äußerst engagiert, jederzeit zu erreichen und hatte immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen.

Die PJ-Seminare haben wöchentlich stattgefunden und waren sehr informativ, man hatte außerdem eigene Telefone, die hilfreich waren. Meine beeindruckendsten Erlebnisse waren, als ich im OP assistieren und alleine auf Visite gehen durfte. Das einzige, was ich nicht so optimal fand, war, dass wir teilweise zusammen mit den Blockstudenten relativ viele Studenten auf einmal waren. Allerdings haben uns die Ärzte meist gut auf verschiedene Aufgabenbereiche oder Ambulanzen verteilt.

Ich habe sowohl theoretisch als auch praktisch viel gelernt und kann jedem Interessierten ein Tertial an der Unifrauenklinik Ulm wärmstens empfehlen.

Mein erstes PJ-Tertial war das Wahltertial in der Unifrauenklinik in Ulm und ich hätte mir den PJ-Start nicht besser wünschen können. Es gibt ein sehr nettes Team, das einen sofort total nett aufnimmt. Alle geben sich viel Mühe und nehmen sich Zeit einem etwas beizubringen und zu zeigen und einen einzuarbeiten. Wenn man möchte, darf man mit Rücksprache viel selbstständig arbeiten und bekommt auch viel Wertschätzung für seine Arbeit.

Man verbringt die eine Hälfte des Tertials auf einer Gyn-Station und die andere Hälfte im Kreißsaal. Während der Gyn-Zeit ist man relativ viel im OP eingeteilt und kann das ganze Spektrum an gynäkologischen Eingriffen sehen, auch große Tumoroperationen, die man so an vielen anderen Häusern eher nicht hat. Auf Station kann man, wenn man möchte, selbstständig unter Supervision 1-2 Zimmer betreuen und wird eigentlich in alles miteinbezogen. Im Kreißsaal geht man mit zu Geburten, assistiert bei Sectiones und ist mit in der Schwangerenambulanz. Dort darf man relativ viel schallen und lernt Fetometrie und Doppleruntersuchungen. Besonders Spaß gemacht haben mir die Nachtdienste, dort sieht man nochmal viel mehr und vor allem ist man der einzige Student im Kreißsaal. Während meinem Tertial waren wir 3 PJler im Kreißsaal plus noch die Blockstudenten. Das war dann tagsüber oft zu viel, sodass man sich seine Arbeit teilweise suchen musste. Da waren die Dienste dann eine super Ausweichmöglichkeit! Nach Absprache kann man auch bei allen Spezialsprechstunden mitlaufen und so wirklich alle Bereiche des Fachs kennenlernen. 

Einmal die Woche findet PJ-Unterricht statt, der meistens von den Oberärzten gehalten wird. Das hat gut funktioniert und bis auf einmal auch jede Woche stattgefunden.

Ich habe in den 4 Monate sowohl praktisch als auch theoretisch total viel gelernt und mitgenommen und durfte alles sehen und lernen, was mich interessiert hat. Alles in allem ein tolles Tertial, das ich nur weiterempfehlen kann!  

Bereits während meines Studiums war die Gynäkologie eines meiner Lieblingsfächer, sodass ich mich auch im PJ dazu entschied, mein Wahlfach-Tertial in der Frauenklinik zu absolvieren. Das Tertial wurde in zwei Abschnitte zu je 8 Wochen Geburtshilfe und 8 Wochen Gynäkologie aufgeteilt, wobei immer auch die Möglichkeit bestand in einer der vielen Ambulanzen zu hospitieren. In beiden Fachbereichen durften wir unter Supervision eigenständig Aufgaben, wie zum Beispiel die Untersuchung gynäkologischer und geburtshilflicher Patientinnen, übernehmen. Im gynäkologischen Abschnitt durften wir viel im OP assistieren und in der Geburtshilfe war es jederzeit möglich, nach Absprache bei operativen und vaginalen Geburten dabei zu sein. Jeden Donnerstag wurde für uns PJ-Unterricht gehalten, wobei die Ärzte sehr motiviert waren und vor allem über die klinischen Aspekte ihres jeweiligen Themas berichteten.

In der Frauenklinik des Universitätsklinikums Ulm hat mir besonders gefallen, dass wir vom ersten Tag an herzlich aufgenommen und als willkommenes Mitglied in das Team integriert wurden. Obwohl oft aufgrund der hohen Arbeitsbelastung wenig Zeit war, wurden wir das gesamte Tertial über sehr gut betreut. Ich habe mich in meiner Zeit in der Frauenklinik sehr wohl gefühlt und viel gelernt, sodass ich die Gynäkologie in Ulm als Wahlfach eindeutig weiterempfehlen kann.

Warum Gynäkologie als Wahlfach?

Das Fach Gynäkologie und Geburtshilfe hat mich bereits in meinem ersten Pflegepraktikum fasziniert und das Interesse wurde durch das Blockpraktikum, einer Famulatur und Auslandsaufenthalte mit Einblicken in die Geburtshilfe nur weiter bestärkt. Ich finde vor allem die Vielfältigkeit des Faches sehr ansprechend. Auf der einen Seite die Pränatalmedizin und Geburtshilfe auf der anderen Seite das operative-onkologische Feld. Außerdem bestehen gute Chancen sich später in einer Facharztpraxis niederzulassen. Es ist ein sehr abwechslungsreiches Fach und bietet viele verschiedene Facetten der Medizin.

Was war gut?
  • perfekte Einarbeitung und Aufnahme ins Team
  • Teilnahme an vielen verschiedenen Operationen
  • Teilnahme an vielen Geburten und Kaiserschnitten
  • eigenverantwortliches Arbeiten
  • eigene Patientinnen in der Ambulanz
  • sehr guter und wöchentlicher PJ-Unterricht

Was war nicht gut?

Das wirklich Einzige, das ich bemängeln könnte, ist, dass es zusammen mit den Blockstudenten und eventuell zwei Pjlern im Kreißsaal leider etwas überlaufen sein kann. Vor allem, wenn man selbst noch nicht richtig mit dem Ablauf vertraut und eingearbeitet ist, kann es schwierig sein, Geburten zu sehen oder mit einem/r Assistenzarzt/-ärztin mitlaufen zu können.  

Warum Gyn, warum Uni, warum Ulm?

Das sind die Fragen, die ich beantworten kann, wenn jemand sich für sein Wahltertial inspirieren lassen möchte. Zunächst zum Fach: Ich wollte ein Fach wählen, das mir möglichst viel für meine ärztliche Zukunft bringt, gleichgültig für welche Facharztweiterbildung ich mich entscheide und das ich mir andererseits auch noch tatsächlich für mich vorstellen kann. Gynäkologie konnte ich mir vorstellen, allerdings ohne eine echte Vorstellung zu haben. Und weil dieser Satz blöd klingt - PJ dort. Mein Fazit: Gyn ist vor allem eines, nämlich breit in alle Himmelsrichtungen. Zwischen Kreißsaal und gynäkologischer Onkologie gibt es die ganze Palette an gesund bis schwer krank. Und innerhalb von "krank" die ganze Auswahl aus "-itis", "-osis" und "-oma" und darin wiederum jegliche Behandlung zwischen ambulant konservativ und tagesfüllend operativ. Das alles wiederum mit Aussicht Klinikkarriere oder Niederlassung, je nach Gusto. Gyn hat mehr als nur ein bisschen von allem und das macht für mich einen riesigen Reiz aus. Damit man einen Einblick in alle diese Facetten bekommen kann, muss man aber an ein Haus, das auch alle diese Bereiche abdeckt und da kommen (fast) nur die Unikliniken in Frage.

Damit bleibt nur die Frage "Warum Ulm?"

Vor meinem PJ war es der Umgang mit uns im einwöchigen Block im 8ten Semester, der mich überzeugt hat. Mir persönlich war ein fördernder und aktiver Umgang sehr wichtig. Dieser hat sich im PJ sogar nochmal deutlich mehr gezeigt. Das komplette Team sieht die Studenten nicht nur als Nebenlast der Uni, sondern als Kollegen der Zukunft. Man wird auch in die "großen Dinge" eingebunden und nicht nur für die Blutabnahmen eingeplant. Die Ärzte legen großen Wert darauf, dass man auch die spannenden Dinge nicht verpasst und nehmen einen aktiv mit, auf jeder Ebene. Das gibt einem ein gutes Gefühl und man findet sich dadurch sehr leicht ein. Eng arbeiten heißt aber fast zwangsläufig auch, dass man mal auf Füße tritt und hier ist die Kritikkultur ungeheuer wichtig. Sowohl unsere PJ-Betreuung, als auch viele andere Ärzte und selbst der Chef haben regelmäßig nach Schwierigkeiten gefragt und ihre Hilfe bei Konflikten angeboten. Das tut gut, musste ich aber nie in Anspruch nehmen. Wenn es Schwierigkeiten gab, wurde das direkt und persönlich geklärt und vor allem ohne böses Blut und auf eine Art und Weise, die den weiteren Umgang nicht belastet. Das alleine ist für ein kurzweiliges PJ und Arbeiten ungeheuer wertvoll und dafür bin ich besonders als das kleine PJler-Zahnrädchen sehr dankbar. Kurz: ich würd's wieder machen.

Warum Gyn?

Seit ich im 1. Semester bei einer Spontangeburt dabei sein durfte, hat mich die Gynäkologie und Geburtshilfe in ihren Bann gezogen. Deshalb habe ich im weiteren Verlauf meines Medizinstudiums viele meiner Famulaturen und schließlich auch das PJ in der Gyn gemacht und festgestellt, wie vielfältig dieses Fachgebiet ist. Neben dem großen Bereich der Geburtshilfe habe ich entdeckt, wie spannend auch die vielen anderen Bereiche der Gynäkologie sind. Sei es die Reproduktionsmedizin, die Pränataldiagnostik, die konservative onkologische Gynäkologie, die Urogynäkologie oder die Arbeit im OP. Meiner Meinung nach ist kaum ein Fach so vielfältig und spannend wie die Gynäkologie. Ich glaube in der Gyn erlebt man selbst nach vielen Jahren immer wieder spannende neue Dinge und es wird nie langweilig. Außerdem haben wir Ärzte selten die Chance bei etwas so Schönem dabei zu sein, wie bei einer Geburt, finde ich.

Was war gut im PJ an der UFK?

Am ersten Tag meines PJs war ich ziemlich aufgeregt, muss ich sagen. Schließlich ist das PJ das letzte Jahr, in dem man nochmal ohne Verantwortung „üben“ und zuschauen darf. „Werde ich einigermaßen klarkommen? Werden die Ärzte mir viel erklären? Werden die Ärzte mich mögen und wie eine Kollegin behandeln?“ Das waren einige der vielen Fragen, die mir vor dem ersten Tag durch den Kopf gingen. Am ersten Tag wurden die anderen neuen PJler und ich im Chefsekretariat von unserer Betreuerin Fabienne abgeholt und sehr herzlich begrüßt. Wie bekamen alle einen Starterordner mit vielen Infos zu den Abläufen, unserem PJ Unterricht und der Rotation. In der Morgenbesprechung wurden wir vom Chef vorgestellt und mit einem Applaus begrüßt. Dann ging’s bei mir auf der Gyn Station los. Mein Assistenzarzt behandelte mich wie eine Kollegin. Ich bekam eigene Patienten, die ich visitieren durfte und stets mit den Ärzten besprechen konnte. Ich durfte bei den Untersuchungen dabei sein und ab und zu auch selber untersuchen. Auch im OP durfte ich oft nähen und mir wurde sehr viel erklärt. Als ich dann nach der Hälfte der Zeit in den Kreißsaal rotierte, durfte ich bei vielen Geburten dabei sein. Ob Spontangeburt oder Kaiserschnitt – ich wurde immer einbezogen und konnte viel erleben und lernen. In der Kreißsaalambulanz ließen die Ärzte mich oft schon mal „vorschallen“, sodass ich am Ende meines PJs ohne Probleme eine Fetometrie durchführen konnte. Es war eine sehr spannende und lehrreiche Zeit in einem tollen Team! Ich konnte ohne allzu viel Angst ins Berufsleben starten – dank toller Vorbereitung an der Frauenklinik!

Was war schlecht am PJ an der UFK?

Wirklich schlecht war nichts! Ich konnte viel lernen, ohne je über- oder unterfordert zu werden. Da die Frauenklinik Ulm eine Uniklinik ist, sind natürlich auch immer viele andere Studenten da, mit denen man sich die Ops etc. „teilen“ muss. Das war mit etwas Absprache aber immer gut möglich.

Was hat mich positiv überrascht?

Ich wurde super ins Team einbezogen und wie eine Kollegin behandelt, das hätte ich nicht erwartet und kenne es auch in der Art nicht unbedingt von anderen Kliniken.

Mein beeindruckendes Erlebnis?

Da gibt’s so viele, dass ich nichts Spezielles nennen kann, das am „allertollsten“ gewesen wäre.

Famulatur

Die Gynäkologie ist eines der vielfältigsten und damit interessantesten Fachgebiete der Medizin. Bei uns erleben Sie große Tumorchirurgie neben onkologischer Systemtherapie oder Endokrinologie. Auf wichtige Themen wie Brustkrebs, Inkontinenz oder Geburtshilfe werden Sie in Ihrem späteren ärztlichen Alltag wahrscheinlich immer wieder treffen. Ganz gleich, ob Sie später mal Gynäkologin bzw. Gynäkologe werden wollen oder einfach nur mal in unser Fachgebiet „reinschnuppern“ wollen, freuen wir uns auf Sie.

Wir zeigen Ihnen während Ihrer Famulatur in der Frauenklinik ein breites Spektrum an verschiedenen Krankheitsbildern. Dafür erfolgt eine Einteilung sowohl in der gynäkologische Versorgung (Station/OP), als auch im geburtshilflichen Bereich (Kreißsaal/Wochenstation). Sie erhalten die Möglichkeit, bereits erworbenes Wissen aus der Vorlesung und eventuell dem Blockpraktikum weiter zu vertiefen und mit erlebten Eindrücken zu festigen. Sie können darüber hinaus gerne an sämtlichen Lehr- und Fortbildungsveranstaltungen der Frauenklinik teilnehmen.

Sie möchten eine Famulatur in unserer Klinik absolvieren?

Um eine gute Einbindung in den Klinikalltag sowie eine individuelle Betreuung gewährleisten zu können, bieten wir Famulaturplätze nur in Zeiträumen an, in denen wir keine Studierenden im Blockpraktikum bei uns im Haus ausbilden (klassischerweise liegen diese Zeiträume in den Semesterferien).

Sollten Sie Interesse an einer Famulatur in der Frauenklinik haben, wenden Sie sich bitte mit folgenden Unterlagen per E-Mail an das Lehrsekretariat der Frauenklinik (sabine.endres@uniklinik-ulm.de):

  • Angabe des gewünschten Zeitraums
  • Lebenslauf
  • Motivationsschreiben
  • Immatrikulationsbescheinigung
     

Doktorarbeit

In unserem Haus besteht die Möglichkeit, den akademischen Grad "Dr. med." zu erwerben. Wissenschaftlich beantwortbare Fragestellungen ergeben sich sowohl im Rahmen der Patientenversorgung als auch in unserem grundlagenwissenschaflichen Forschungslabor.

Es liegen derzeit keine Ausschreibungen vor.

International students

As a major university teaching hospital we are fortunate to receive many inquiries for internships/rotations/work experiences from all over the world. Unfortunately we are only able to accept a fraction of these requests. For individuals who are interested in visiting our department, we strongly recommend contacting one of our university sponsored programs (Erasmus or via the International Office) in order to rotate through our department. We have accumulated experience over the years and have found that students lacking German language skills did not benefit from the rotations as all of our clinics are in German. Therefore it is strongly recommended that students interested in rotations possess at least an "average" knowledge of the German language.

If you are interested in placement and would like to apply, please contact us in writing (Curriculum vitae (CV) and letter of intent). Due to the high number of applications we are unable to provide any financial, housing or visa support. Thank you for your interest!

Please send your application to the following address:

Universitätsfrauenklinik Ulm
Attn. Dr. Nikolaus de Gregorio
Prittwitzstraße 43
89075 Ulm
Germany

Links & Ratgeber