Willkommen in unserem Schädelbasiszentrum und Zentrum für Nasennebenhöhlenerkrankungen und Operationen!

 

Akute oder chronische Nebenhöhlenerkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheiten in der Bevölkerung. Anatomische Besonderheiten und Varianten, Voroperationen, Allergien oder ein gestörtes Schleimhautmilieu in der Nase können zu chronischen Beschwerden führen, die durch gängige medikamentöse Therapien nicht mehr ausreichend und dauerhaft gelindert werden können. Folgeerkrankungen wie z.B. Erkrankungen der oberen Atemwege (chronische Bronchitis, „Etagenwechsel") können gefürchtete Folgen sein. In diesen Fällen können schonende operative Eingriffe zu Beschwerdefreiheit bei den Patienten führen.

Gut- und bösartige Tumoren der Frontobasis, der knöchernen Trennlinie zwischen dem Naseninneren und dem Gehirn, stellen eine Seltenheit dar fallen durch verschiedene Symptome auf. Als maximalversorgendes Haus überblicken wir eine große Anzahl von Patienten und verfügen über ausreichende Erfahrung in der Diagnostik und Therapie dieser seltenen Erkrankungen.

Die funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS) stellt heutzutage den Goldstandard in der Therapie dar, sie ist ein schonendes minimalinvasives Operationsverfahren, mit dem chronische Nasennebenhöhlenentzündungen optimal behandelt werden können. Eine Vordiagnostik mit modernster, hochauflösender Bildgebung kann in Kooperation mit der Abteilung für Radiologie oder unter Verwendung unseres klinikeigenen DVT-Gerätes für eine individuelle Therapieplanung nach neuestem Standard angeboten werden. In der Kombination aus Technik auf höchstem und modernstem Niveau (endoskopische Chirurgie, intraoperative Bildgebung mittels DVT, navigationsgesteuerte Operationen), langjähriger chirurgischer Erfahrung sowie der Kooperation mit den Abteilungen für Augenheilkunde, Neurochirurgie und Radiologie bieten wir Ihnen eine leitliniengerechte und sichere Therapie auf neuestem technischem Standard an.

Wir freuen uns auf Sie und klären gerne Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch in unserer Sprechstunde!

 

Erkrankungen und Operationen an den Nasennebenhöhlen

 

Akute und chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen sind häufig. Bei Erkrankungen beider Nasen-Seiten erfolgt zunächst eine medikamentöse Therapie, die in der Regel ein kortisonhaltiges Nasenspray, Nasenspülungen und je nach Befund auch Kortison in Tablettenform und ein Antibiotikum in Kombination beinhaltet. Das Ansprechen auf diese Therapie ist in vielen Fällen sehr gut, so dass keine Operation erforderlich ist.

 

 

 

Profilbild von Priv.-Doz. Dr. med. Fabian Sommer

Priv.-Doz. Dr. med. Fabian Sommer

Oberarzt

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Prof. Dr. med. Marc Scheithauer

Leitender Oberarzt

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Univ. Prof. Dr. med. Thomas Hoffmann

Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie

Profilbild von Prof. Dr. med. Jörg Lindemann

Prof. Dr. med. Jörg Lindemann

Oberarzt

Gründe für Operationen

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Eine chronische Nasennebenhöhlen-Entzündung, die auf eine medikamentöse Therapie nicht anspricht, sollte durch eine Operation therapiert werden, um den chronischen Entzündungs-Herd zu sanieren. Man unterscheidet die chronische Nebenhöhlen-Entzündung mit oder ohne Polypenbildung.

Nach einer Bildgebung der Nasennebenhöhlen mittels Computer- oder Magnetresonanztomographie erfolgt die Operation minimal-invasiv mittels Endoskopen und speziellen Instrumenten durch das Nasenloch. Auch das Vorgehen während der Operation ist minimal-invasiv. Das heißt, es werden nur die Nasennebenhöhlen operiert, die auch tatsächlich von der Erkrankung betroffen sind.

Bei der sogenannten „FESS" (=funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie) werden möglicherweise vorhandene Engstellen im Naseninneren therapiert, die natürlichen Öffnungen der Nasennebenhöhlen aufgesucht und mit speziellen Instrumenten erweitert. Der Eingriff erfolgt endoskopisch, also mit einer kleinen Optik (Schlüssellochchirurgie) und sehr kleinen Operationsinstrumenten über das Naseninnere, Schnitte von außen sind nicht erforderlich. So bleiben später keine sichtbaren Narben zurück. Ziel des endoskopischen Eingriffes ist eine dauerhafte Verbesserung der Belüftung und des Sekretabtransportes im Nasen- und Nasennebenhöhlenbereich, vormals bestehende Kopfschmerzen, ein ständiger Schleimfluß im Rachen, eine Riechminderung oder ein allgemeine verminderte Leistungsfähigkeit aufgrund der chronischen Entzündung können so wirksam gelindert werden. Für eine langfristige Genesung ist nicht nur der operative Eingriff an sich, sondern ebenso eine professionelle HNO-ärztliche Nachsorge unerlässlich: Wir stellen diese im Rahmen Ihres Klinikaufenthaltes sicher. Die Nase und die Nasennebenhöhlen werden täglich durch Absaugung ärztlich gereinigt, des Weiteren werden Patienten durch geschultes Fachpersonal in die eigenständige Nasenpflege eingelernt. Durch eine gute Kooperation mit unseren niedergelassenen HNO-ärztlichen Kollegen wird auch die Nachsorge nach der stationären Entlassung aus unserer Klinik gewährleistet.

Bei einer Polypenerkrankung der Nasennebenhöhlen-Schleimhaut und gleichzeitig vorliegender Aspirin-Unverträglichkeit kann im Anschluss an die Operation eine Aspirin-Intoleranztestung auf unserer Intensivstation geplant werden. Diese Therapie führt in vielen Fällen zur Vermeidung einer erneuten Polypenbildung (-> Allergiesprechstunde)

 

 

Einseitige Verschattung der Nasennebenhöhlen

Bei einseitigen Beschwerden und entsprechenden Zeichen in der Bildgebung (CT, MRT oder DVT) ist je nach Befund eine Operation ohne vorherige medikamentöse Therapie erforderlich, um eine bösartige Erkrankung der Nasennebenhöhlen auszuschließen. In dieser Operation erfolgt eine Inspektion der betroffenen Region und je nach Befund entweder die operative Sanierung (i.d.R. Wiederherstellung der Belüftung der betroffenen Nebenhöhle) oder die Entnahme einer Gewebeprobe.

 

 

Tumoren des Nasennebenhöhlensystems

Bösartige Tumoren der Nasennebenhöhlen sind selten und können durch verschiedene Symptome auffällig werden: Betroffen leiden mitunter an häufigem Nasenbluten oder einer einseitig behinderten Nasenatmung, haben Schmerzen über dem Mittelgesicht, einen übelriechenden Ausfluss aus der Nase oder bemerken eine Formveränderung von Oberkiefer oder der Wangenregion. Die Entnahme einer Gewebeprobe zur Diagnosesicherung kann in einem unkomplizierten chirurgischen Vorgehen zeitnah in unserer Klinik angeboten und durchgeführt werden. In Abhängigkeit von der Tumorart, muss eine individuelle Therapie geplant werden. Viele Tumoren können je nach Lokalisation durch die Nasenlöcher (endoskopisch) oder offen chirurgisch behandelt werden. Die Art der Operation und des Zugangs wird nach Besprechung der Erkrankung in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz geplant und gemeinsam mit dem Patienten besprochen. Neben der endoskopischen Operation steht eine Vielzahl offener Zugänge zur Verfügung, welche je nach Lage und Ausdehnung des Tumors zum Einsatz kommen. Die Betreuung nach einem mehr oder weniger ausgedehnten Eingriff wird unter Anderem auf unserer hausinternen Intensivstation sichergestellt und ermöglicht eine individualisierte und intensive Nachsorge. Wir stehen für ein ausführliches Gespräch mit Betroffenen und deren Angehörigen zur Klärung sämtlicher Fragen jederzeit zur Verfügung.

 

Erkrankungen und Operationen der Schädelbasis

 

Als Schädelbasis bezeichnet man die Grenze zwischen Gehirn und Nasennebenhöhlen (Frontobasis) bzw. zwischen Gehirn und Mittel- und Innenohr (Laterobasis). Die Frontobasis stellt im Wesentlichen das Dach des Nasennebenhöhlensystems dar und ist die knöcherne Trennungslinie zur harten Hirnhaut und dem Gehirn. Die Laterobasis besteht aus einem kompakten Knochenareal in dem z. B. das Innenohr, das Gleichgewichtssystem, zahlreiche Hirnnerven und wichtige Blutgefäße liegen.

Im Rahmen von Unfällen kann es zu Rissen in der Schädelbasis mit Austritt von Nervenwasser (Liquor) in die Nase kommen. Über diese Defekte können Bakterien in das Gehirn dringen und zu Hirnhautentzündungen und Abszessen im Gehirn führen, weshalb derartige Verletzungen durch eine Operation verschlossen werden sollten.

Gutartige und bösartige Tumore, die an der Schädelbasis lokalisiert sind, können zu vielfältigen Beschwerden führen. Je nach Lokalisation und Größe des Tumors ist eine Operation durch die Nase oder durch kombinierte Zugänge erforderlich.

Tumoren der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) werden in Kooperation mit den Kollegen der Neurochirurgie über einen transnasalen oder kombinierten Zugang durch die Nase und die Schädeldecke angegangen.

Aufgrund der komplizierten Anatomie ist die Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen sinnvoll und notwendig. Nur durch präzise Diagnostik kann ein individueller Therapieplan erstellt werden, an den sich eine patientengerechte, problemorientierte optimale Behandlung anschließt.

 

Dem Schädelbasiszentrum der Universitätsklinik Ulm gehören daher neben der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie auch die Klinik für Neurochirurgie, Radiologie/Neuroradiologie und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie an. Da nicht immer alle Tumore chirurgisch vollständig entfernbar sind, ist außerdem die Abteilung für Strahlentherapie ein wichtiger Bestandteil des Teams.

Neben der großen Erfahrung der beteiligten Ärzte bedeutet auch die Integration modernster intraoperativer Techniken ein zusätzliches Plus an Sicherheit.

Eingriffe an der Schädelbasis werden i.d.R. computer-navigiert durchgeführt. Durch intraoperative Bildgebung (mobiles DVT-Gerät oder eine Kernspintomographie in der "Brainsuite") können restliche Tumoranteile, die bei der Operation noch nicht erreicht wurden, visualisiert und die Operation entsprechend angepasst werden.

Viele Eingriffe an der Frontobasis werden heute über die Nasenlöcher mit Hilfe von Endoskopen durchgeführt, was ein deutlich geringeres Trauma und weniger langfristige Beeinträchtigung der Patienten beinhaltet.

 

 

Sprechstunde Zentrum Nasennebenhöhlen- und Schädelbasischirurgie

Telefon 0731 500-59507

Kontakt und Terminvergabe

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