Kinderstation

Die Kinderstation ist ein Behandlungsort für alle stationär behandlungsbedürftigen Kinder bis zum 14. Lebensjahr. Auf der Kinderstation werden alle kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbilder behandelt, in diesem Rahmen können auch Behandlungen von akut-, eigen- oder fremdgefährdeten Kindern vorgenommen werden. Die Kinderstation bietet 12 Behandlungsplätze, die Betreuung erfolgt rund um die Uhr.

Die Patienten durchlaufen eingangs eine diagnostische Phase, in der eine detaillierte medizinische sowie psychologische Diagnostik vorgenommen wird. Darauf folgt die Erstellung eines Behandlungsplans, der mit den Patienten und deren Sorgeberechtigten abgesprochen wird. Der Fokus der Behandlungen liegt auf psychotherapeutischen und pädagogischen Interventionen, gegebenenfalls können diese durch pharmakologische Interventionen und andere therapeutische Maßnahmen ergänzt werden. Das Behandlungskonzept wird individuell auf den Patienten abgestimmt, es besteht je nach Bedarf auch die Möglichkeit von Musiktherapie, Ergo- oder Physiotherapie sowie von Video-Interaktionstraining. Durch die stetige milieutherapeutische Begleitung durch den Pflege- und Erziehungsdienst ist eine Umsetzung der psychotherapeutischen Interventionen auch im Stationsalltag gewährleistet.

Profilbild von Dr. med. Sabine Müller

Dr. med. Sabine Müller

Oberärztin

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Marina Dockhorn

Bereichsleitung Pflege- und Erziehungsdienst

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Barbara Frey

Stationsleitung

Die Patienten, die auf der Kinderstation behandelt werden, werden rund um die Uhr durch unser Personal betreut. Während das erste Wochenende zur Eingewöhnung im stationären Rahmen verbracht wird, sind die Kinder im Rahmen von Belastungserprobungen und zur Generalisierung von relevanten Fertigkeiten in der Regel ab dem zweiten Wochenende zuhause, dies kann je nach Behandlungsschwerpunkt variieren. Am Dienstag und Donnerstagnachmittag bestehen Besuchszeiten. Die Teilnahme der Sorgeberechtigten an Familiengesprächen sowie am Elterntraining ist von hoher Wichtigkeit und stellt einen zwingenden Behandlungsbestandteil dar. Vor einer geplanten Aufnahme findet in der Regel ein Vorgespräch statt. Bei Vorliegen einer akuten kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlungsbedürftigkeit ist eine notfallmäßige Aufnahme stets möglich.

Jugendstation 1

Auf der Jugendstation 1 werden Jugendliche ab dem Alter von 14 Jahren bis zum vollendeten 18. Lebensjahr behandelt, im Einzelfall auch Heranwachsende bis 21 Jahre. Die Jugendstation 1 umfasst 8 Behandlungsplätze und ist für die Behandlung aller kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbilder ausgerichtet. Es besteht auch die Möglichkeit zur Behandlung von Jugendlichen mit eigen- oder fremdgefährdendem Verhalten

Jeder Patient, der auf der Jugendstation 1 behandelt wird, durchläuft eine eingehende jugendpsychiatrische und psychologische Diagnostik ehe ein individueller Behandlungsplan erstellt wird. Die therapeutischen Elemente auf der Jugendstation 1 umfassen Psychotherapie, Familiengespräche, Gruppentherapien, Milieutherapie sowie ergänzende Therapieformen (Musiktherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Arbeitstherapie, tiergestützte Therapie). Bei entsprechender Notwendigkeit erfolgt auch eine pharmakologische Behandlung. Sorgeberechtigte und Bezugspersonen werden im Rahmen von Familiengesprächen einbezogen.

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Dr. med. Sabine Müller

Oberärztin

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Marina Dockhorn

Bereichsleitung Pflege- und Erziehungsdienst

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Barbara Frey

Stationsleitung

Die Jugendstation 1 bietet ein breites Behandlungsspektrum für alle kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbilder an. Ebenfalls können hier auch Patienten mit akut eigen- oder fremdgefährdendem Verhalten behandelt werden. Im Falle einer geplanten Aufnahme findet in der Regel zunächst ein Vorgespräch statt. Auf der Jugendstation können Patienten mit akuten Krisen aber auch als Notfall stationär aufgenommen und behandelt werden. Häusliche Belastungserprobungen am Wochenende sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Das erste Wochenende nach der Aufnahme verbringen unsere Patienten aber zur Eingewöhnung auf Station. Sowohl auf der Station als auch auf dem Klinikgelände herrscht ein striktes Rauchverbot, es können medikamentöse Alternativen zur Rauchentwöhnung angeboten werden. Im stationären Bereich ist der Gebrauch von Smartphones nicht gestattet, dies geschieht aufgrund der Notwendigkeit, die Vertraulichkeit des Aufenthalts für alle unsere Patienten zu gewährleisten, so dass Telefone, die mit Kameras ausgestattet sind, nicht akzeptiert werden können. Wir bieten jedoch kameralose Leihtelefone an, so dass Jugendliche ihre SIM-Karte mit diesen Leittelefonen verwenden können. Es besteht die Möglichkeit für tägliche Telefonate in einer bestimmten Telefonzeit. Die Besuchszeit ist am Donnerstagnachmittag.

Adresse und Anfahrt

Krankenhausweg 5, 89075 Ulm (Safranberg). Anfahrt über die Heidenheimer Straße. Es besteht eine (stark begrenzte) Parkmöglichkeit. Wir bitten Sie den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen (Bus Nr. 4, Haltestellen Örlinger Straße oder Steinhövelstraße).

Jugendstation 2

Die Jugendstation 2 bietet ein stationäres sowie ein teilstationäres Behandlungsangebot für Jugendliche ab 14 Jahren. Dieses Angebot steht allen Jugendlichen mit einer kinder- und jugendpsychiatrischen Erkrankung offen, die sich freiwillig in die stationäre oder teilstationäre Behandlung begeben wollen. Im Rahmen der Jugendstation 2 besteht keine Behandlungsmöglichkeit für Jugendliche mit akut-, eigen- oder fremdgefährdendem Verhalten. Während die stationär aufgenommenen Patienten auch die Nacht auf der Station verbringen, verlassen die teilstationär behandelten Patienten die Station jeden Abend um 19.30 Uhr, um zuhause zu nächtigen.

Der Aufnahme schließt sich eine vorab abgesprochene und klar abgegrenzte Diagnostikphase an, in der medizinische und psychologische Befunde erhoben werden, ehe eine Diagnose erstellt wird. Daraufhin wird ein individueller Behandlungsplan mit den Patienten und den Sorgeberechtigten besprochen. Die Schwerpunkte der Behandlung liegen auf psychotherapeutischen sowie auf pädagogischen und milieutherapeutischen Interventionen. Ebenso werden individuell je nach Bedarf des Patienten weitere therapeutische Interventionen vorgehalten. Diese umfassen: Musiktherapie, Arbeitstherapie, Ergotherapie oder gegebenenfalls auch Pharmakotherapie.

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Dr. Miriam Rassenhofer

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (VT)

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PhD Veronika Dobler

Oberärztin

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Marina Dockhorn

Bereichsleitung Pflege- und Erziehungsdienst

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Barbara Frey

Stationsleitung

Die Jugendstation 2 umfasst einen stationären sowie einen teilstationären Bereich. Während im stationären Bereich die Patienten in der Klinik übernachten, verbringen die Patienten im teilstationären Bereich die Nächte zuhause. Dies setzt allerdings voraus, dass eine gewisse räumliche Nähe zur Klinik besteht, so dass die Patienten jeden Tag morgens in die Klinik kommen und diese abends wieder nach Hause verlassen können. Während für die stationären Patienten das erste Wochenende zur Eingewöhnung auf der Station verbracht wird, gilt für die teilstationär aufgenommenen Patienten, dass sie bereits das erste Wochenende zuhause verbringen können. Im Regelfall werden sowohl für stationäre wie teilstationäre Patienten im Verlauf die Wochenenden zur Belastungserprobung und zur Generalisierung der neu erlernten Fertigkeiten im häuslichen Kontext verbracht. Der Aufnahme auf der Jugendstation 2 geht immer ein Vorgespräch voraus, in dem Therapieziele abgesprochen werden. Freiwilligkeit und Behandlungsmotivation sind Voraussetzungen für die Behandlung. Notaufnahmen sind im Bereich der Jugendstation 2 nicht geplant, es besteht keine Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit akutem eigen- oder fremdgefährdendem Verhalten, ebenso besteht keine Behandlungsmöglichkeit für Jugendliche, die akut Substanzen missbrauchen. Ein negatives Drogenscreening ist daher Voraussetzung für eine Aufnahme auf der Jugendstation 2. Sowohl auf der Station als auch auf dem Klinikgelände herrscht ein striktes Rauchverbot, es kann Unterstützung bei der Rauchentwöhnung angeboten werden. Im stationären Bereich ist der Gebrauch von Smartphones nicht gestattet, dies geschieht aufgrund der Notwendigkeit, die Vertraulichkeit des Aufenthalts für alle unsere Patienten zu gewährleisten, so dass Telefone, die mit Kameras ausgestattet sind, nicht akzeptiert werden können. Wir bieten jedoch kameralose Leihtelefone an, so dass Jugendliche ihre SIM-Karte mit diesen Leittelefonen verwenden können. Es besteht die Möglichkeit für tägliche Telefonate in einer bestimmten Telefonzeit. Die Besuchszeit ist am Donnerstagnachmittag.

Adresse und Anfahrt

Krankenhausweg 3, 89075 Ulm (Safranberg). Anfahrt über die Heidenheimer Straße. Es besteht eine (stark begrenzte) Parkmöglichkeit. Wir bitten Sie den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen (Bus Nr. 4, Haltestelle Steinhövelstraße).

Tagesklinik Kinder

Die Tagesklinik für Kinder bietet 10 Behandlungsplätze für Kinder zwischen dem 5. und dem 14. Lebensjahr an. Dabei kommen die Kinder jeden Morgen, nehmen therapeutische Angebote in Anspruch, besuchen unsere Klinikschule und nehmen auch an den diversen angebotenen Aktivitäten der Tagesklinik teil. Die Kinder verlassen die Tagesklinik am späten Nachmittag, um den Abend (sowie auch die Wochenenden) im familiären Rahmen zu verbringen. Prinzipiell bieten wir eine tagesklinische Behandlung aller kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbilder an. Die Voraussetzung ist neben der täglichen Erreichbarkeit der Behandlung, dass kein selbst- und fremdgefährdendes Verhalten vorliegt.

Im Rahmen der teilstationären Behandlung findet zu Beginn eine umfängliche medizinische sowie psychologische Diagnostik statt. Ergänzend wird auch die Expertise anderer Berufsgruppen nach Bedarf hinzugezogen. Die Therapie umfasst Einzel- und Familiengespräche sowie die milieutherapeutische Betreuung in einem therapeutischen Umfeld, gegebenenfalls besteht bei Bedarf auch die Möglichkeit einer psychopharmakologischen Therapie. Darüber hinaus werden individuell je nach Patient und dessen Bedarf verschiedene andere Therapieangebote vorgehalten (Video-Interaktionstraining, Musiktherapie, Ergotherapie, Reittherapie).

Profilbild von Prof. Dr. med. Paul Plener

Prof. Dr. med. Paul Plener

Profilbild von Regina Junginger

Regina Junginger

Stationsleitung

Die Patienten verbringen den Tag in der Tagesklinik, die Abendsituation sowie die Übernachtung finden im häuslichen Rahmen statt, ebenso werden die Wochenenden zuhause gestaltet. Dies bedingt, dass das tagesklinische Angebot nur für jene Patienten relevant ist, die sich im erreichbaren Umkreis der Klinik befinden. Der Hin- und Rückweg zur Tagesklinik muss entweder selbständig bewältigt werden oder von den Sorgeberechtigten gewährleistet werden (in Ausnahmefällen können hier jedoch auch individuelle Lösungen gefunden werden, dies muss jedoch vorab geklärt werden). Vor der Aufnahme findet in der Regel ein Vorgespräch statt. Die Sorgeberechtigten müssen am Elterntraining und den Familiengesprächen teilnehmen.

Adresse und Anfahrt

Steinhövelstraße 5, 89075 Ulm (Safranberg). Anfahrt über die Heidenheimer Straße. Es besteht eine (stark begrenzte) Parkmöglichkeit. Wir bitten Sie den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen (Bus Nr. 4, Haltestelle Steinhövelstraße).

Kooperationspartner

Hans-Lebrecht-Schule für Kranke am Universitätsklinikum Ulm (Link)