Wir wissen heute, dass die subjektive Bewertung von Stress nur wenig in direktem Zusammenhang steht mit den chronisch, krankheitsbedingten Folgen von Stress. Während der Neuroendokrinologe McEwen das Gehirn als zentrales Organ der "Stressreaktionen" sieht, favorisieren wir ein Modell der "psychosomatischen" Wechselwirkung zwischen Gehirn und peripherem Organsystem als Motor chronisch veränderter molekularer Stressachsen. Das kardiovaskuläre System eignet sich in besonderer Weise zur Erforschung akuter und chronischer Reaktionen auf Stress, zumal auf Herz als auch Gefäßsystem ähnliche stressassoziierte Neuromodulatoren und -peptide wirken, wie sie auch für das Zentralnervensystem bekannt sind. In tier- als auch klinisch-experimenteller Forschung suchen wir nach innovativen Wegen hin zu einem besseren Verständnis von Entstehung und Vorbeugung stressassoziierter körperlicher Erkrankungen.

Team

Profilbild von Dr. med. Elisabeth Balint

Dr. med. Elisabeth Balint

Assistenzärztin

Profilbild von Dr. med. Eva Roder

Dr. med. Eva Roder

Assistenzärztin

Profilbild von Edit Rottler

Edit Rottler

Profilbild von Daniela Wigger

Daniela Wigger

Forschungsprojekte

Profilbild von Prof. Dr. med. Christiane Waller

Prof. Dr. med. Christiane Waller

Leitende Oberärztin | Leiterin Klinische Molekulare Psychosomatik

Abstract: In diesem Projekt untersuchen wir die Auswirkungen von frühen Vernachlässigungs- und Misshandlungserfahrungen von Müttern auf die Bindungsbeziehung zwischen Mutter und Kind von Geburt bis zum ersten Lebensjahr des Kindes. Wir wollen besser verstehen, welchen Einfluss eigene Kindheitserfahrungen auf die Weitergabe an die nächste Generation haben und welche biologischen und psychovegetativen Marker für die Weitergabe verantwortlich sein könnten.

Das Teilprojekt WPII der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie beschäftigt sich speziell mit dem Oxytocin-Rezeptor-System sowie der autonomen Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus von Mutter und Kind. Dabei arbeiten wir translational im Tierexperiment gemeinsam mit der Abteilung Zoologie und Entwicklungsneurobiologie an frühkindlichen Stressmodellen sowie klinisch gemeinsam mit der klinischen und biologischen Psychologie an Blutzellen von Mutter und Kind. Gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie untersuchen wir psychovegetative Reaktionen zwischen Mutter und Kind.

Beteiligte Studienzentren:
Universitätsklinikum Ulm

  • Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Universität Ulm
Institut für Psychologie und Pädagogik, Klinische und Biologische Psychologie

Deutsches Jugendinstitut München e.V.

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Biologie/Abteilung Zoologie und Entwicklungsneurobiologie

Projektleitung
Prof. Dr. Jörg M. Fegert

Projektfinanzierung
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Projektträger: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

Projektlaufzeit
06/2013-12/2016

Abstract: In diesem Projekt untersuchen wir die Einflüsse von psychosozialem Stress während eines Auslandseinsatzes von Soldaten auf die kardiovaskuläre Gesundheit. Dazu führen wir psychometrische Untersuchungen als auch experimentelle Stressuntersuchungen vor und nach einem Auslandseinsatz durch. Wir wollen neuroendokrine und molekularbiologische Marker identifizieren, die langfristig für die Entstehung von z.B. Hypertonie oder Atherosklerose bei Soldaten verantwortlich sein könnten.

Projektfinanzierung:  Zivil-Militärischer Verbundantrag zwischen dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm und der Universität Ulm: Entwicklung regenerativer Therapieansätze zur Behandlung von erworbenen Gewebe- und Funktionsdefekten

Projektlaufzeit: 09/2015-09/2018

Beteiligte Studienzentren:

  • Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Bundeswehrkrankenhaus Ulm
  • Institut für Psychologie und Pädagogik, Klinische und Biologische Psychologie

Teilprojektleiterin

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Prof. Dr. med. Christiane Waller

Leitende Oberärztin | Leiterin Klinische Molekulare Psychosomatik

Abstract: Das Oxytocin-Rezeptor-System spielt eine wichtige Rolle in der neurobiologischen Vermittlung von zwischenmenschlicher Bindung. Wir untersuchen dieses Neuropeptid und seinen Rezeptor in Zusammenhang mit zwischenmenschlichen Bindungsstörungen bei Patienten mit Colitis ulcerosa. Wir wollen verstehen, ob Colitis-Patienten mit Bindungsstörungen ein erhöhtes Risiko haben, einen Colitis-Schub zu erleiden und ob diese proinflammatorischen Effekte Oxytocin-vermittelt sind.

Projektfinanzierung:  Forschungsstipendium Jantschek des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Projektlaufzeit: 02/2015-02/2018

Beteiligte Studienzentren:

  • Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinik Ulm
  • Universitätsklinik Oslo, Norvegen
  • Universität Innsbruck, Österreich, Lehrstuhl für Klinische Psychologie
  • Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie, Universitätsklinik Essen
  • Prof. Dr. phil. Anna Buchheim, Institute of Psychology, University of Innsbruck, Austria

Teilprojektleiterin

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Prof. Dr. med. Christiane Waller

Leitende Oberärztin | Leiterin Klinische Molekulare Psychosomatik