Sektionen und Arbeitsgruppen

Studien und Projekte

Abstract

Gesundheit, Entstehung und Verlauf von Krankheiten sind durch sehr verschiedene Faktoren bestimmt. Insbesondere das berufliche Umfeld formt eine Vielzahl dieser Faktoren sowohl im positiven Sinne wie die Chance, Anerkennung zu erfahren, kreativ und produktiv zu sein, soziale Kontakte zu knüpfen und als Ressource zur Bewältigung belastender Situationen zu verwenden. Aber auch im negativen Sinne, wenn die aus vielfältigen Anforderungen bestehende, modern verdichtete Arbeitswelt zum Beispiel Gefühle von Überforderung oder Entfremdung erzeugt. Gerade in den vielfältigen Arbeitsbereichen der Krankenhäuser und Klinika, die in den letzten Dekaden einem enormen Wandel insbesondere bei den Arbeitsbedingungen zum Beispiel durch Kostendämpfungsmaßnahmen vollzogen haben, fehlt jedoch ein systematisiertes betriebliches Gesundheitsmanagement, welches die verschiedenen Faktoren auf den unterschiedlichen Ebenen günstig beeinflussen kann. Ziel: Das Ziel dieses zweistufigen Verbundprojektes ist es, eine komplexe Intervention basierend auf verhaltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen zu entwickeln, deren Wirksamkeit zu prüfen und in die Anwendung zu bringen. Vorgehen: In Phase I (2 Jahre) werden die folgenden fünf Interventionsbausteine (Teilprojekte 1.A-E) jeweils einzeln entwickelt, je nach Format und Studienlage unterschiedlich evaluiert, sowie Strategien für deren nachfolgende Implementierung erprobt:

Teilprojekt 1.A: Sensibilisierung oberer Führungskräfte (Chefärzte/innen und Pflegebereichsleitungen) für das betriebliche Gesundheitsmanagement in der Klinik, Teilprojekt verortet an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf - Centre for Health and Society (CHS) – Institut für Arbeits-, Sozial-, und Umweltmedizin, Projektleitung: PD. Dr. A. Müller

Teilprojekt 1.B Wege aus krankmachenden Zwickmühlen - Dilemmakompetenz für mittlere Führungskräfte im Gesundheitswesen. Teilprojekt verortet am Universitätsklinikum der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Zentrum für Psychosoziale Medizin (ZPM), Institut für Medizinische Psychologie, Projektleitung: Prof. Dr. J. Schweitzer-Rothers

Teilprojekt 1.C Stärkung der verhältnispräventiven und interprofessionellen Führungskompetenz von mittleren Führungskräften zur Reduktion der psychischen Belastung ihrer Mitarbeiter im Krankenhaus; Teilprojekt verortet an der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen, Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Projektleitung: Dr. F. Junne

Lebensphasenspezifische Interventionen im mittleren und höheren Lebensalter:

Teilprojekt 1.D Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Krankenhaus zur Reduktion der psychischen Belastung von Betroffenen und Teams, Teilprojekt verortet am Universitätsklinikum der Universität Ulm, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Projektleitung: Dr. Eva Rothermund

Teilprojekt 1.E Gesund Altern im Pflegeberuf (GAP) – Entwicklung und Evaluation eines Interventionsbausteins zur Förderung erfolgreichen Alterns im Beruf. Teilprojekt verortet am Universitätsklinikum der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Klinik für Allgemeine Innere Medizin. Projektleitung: Dr. I. Maatouk

Teilprojekt 2: In Phase II (Jahre 3+4) erfolgt an drei Klinikstandorten die partizipative Implementierung der oben genannten Bausteine zu einer komplexen Intervention. Deren Wirksamkeit bezüglich des Wohlbefindens wird in einer clusterrandomisierten Studie evaluiert. Die Ergebnisse werden genutzt, um Manuale für die zukünftige Implementierung anzufertigen und für eine Diskussion auf gesundheitspolitischer Ebene. Projektleitung Prof. Dr. Harald Gündel

Teilprojekt 3: Ein Phase I und II übergreifendes betriebswirtschaftliches Teilprojekt unterstützt die Veränderung in den Krankenhäusern und entwickelt Kennzahlen (z.B. Arbeitgeberattraktivität, Produktivität), um den Erfolg verhaltens- und verhältnispräventiver Maßnahmen auch in der für Entscheidungsträger relevanten Größen zu messen. Verortet an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Lehrstuhl für BWL, insb. Organisation und Personal. Projektleitung Prof. Dr. Stefan Süß

Gesamtkoordination

Profilbild von Prof. Dr. med. Harald Gündel

Prof. Dr. med. Harald Gündel

Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Laufzeit

09/2017 - 09/2021

Verbundpartner

Universitätsklinikum Ulm, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitätsklinikum Heidelberg, Universitätsklinikum Tübingen

Abstract

Hintergrund: An der Schnittstelle zwischen betriebsärztlicher Betreuung und bestehenden ambulanten Angeboten der Versorgung von Menschen mit psychischer Erkrankung entstehen neue Versorgungsmodelle. Triebfeder ist die wachsende Bedeutung psychischer Erkrankungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Zwei große Unternehmen (Daimler AG, Standort Sindelfingen und Untertürkheim, CASSIDIAN, Standort Ulm) haben in Kooperation mit Psychosomatischen Kliniken vor Ort eine „Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb“ in Form eines Konsiliarmodells eingerichtet. Fragestellung: Diesen neuen Versorgungsbaustein untersuchen wir in der vorliegenden Studie mit der Fragestellung: Bestehen Unterschiede hinsichtlich soziodemographischer Daten, klinischer und psychometrische Merkmale zwischen Patienten, welche die innerbetriebliche Sprechstunde nutzen im Vergleich zu Patienten der etablierten ambulanten Erstversorgung? Beurteilen die Werksärzte diesen Baustein als förderlich? Wo sehen sie Veränderungsbedarf? und Profitieren die Patienten vom neuen Versorgungsbaustein? Methodik: Die Untersuchung findet im Raum Ulm und im Raum Stuttgart statt mit jeweils einer etablierten Ambulanz an der psychosomatische Klinik und einer „Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb“ (n=280). Wir setzen etablierte Instrumente ein (PHQ-SADS, SF-12, WAI, MBI, IS), sowie standardisierte Fragen zu Symptomdauer, Anzahl der bisherigen Kontakte zum Versorgungssystem und weiteren. Mittels uni- und multivariater Analysen untersuchen wir die Daten quantitativ, die qualitative Analyse der Experteninterviews erfolgt in Anlehnung an die Inhaltsanalyse nach Mayring. Ziel und Perspektive: Wir erwarten, mit dem niedrigschwelligen Angebot am Arbeitsplatz Betroffene deutlich früher zu erreichen als im bisherigen Versorgungssystem. Unser Ziel ist, die „Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb“ optimal an die Patientenpräferenzen und die betriebsärztliche Betreuung anzupassen. Mit den Erkenntnissen der explorativen Untersuchung planen wir diesen neuen Versorgungsbaustein auch in einer kontrollierten Studie (RCT) bezüglich seiner Wirksamkeit zu untersuchen.

Kooperationspartner

Cassidian Standort Ulm, Betriebsmedizinischer Dienst Ltd. BA Dr. Mauss, Wörthstr. 85, 89077 Ulm und Landshuterstr. 26, 85716 Unterschleissheim

Daimler AG Werksärztlicher Dienst, D. Mayer,Werk Sindelfingen, 71059 Sindelfingen, Dr. H. Schmidt Ltd. WA, Werk Untertürkheim, 70546 Stuttgart

Prof. Dr. H. Gündel, Ärztlicher Direktor, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm

PD Dr. M. Hölzer Geschäftsbereich Psychosomatische Medizin des ZfP Südwürttemberg und Ärztlicher Direktor der Sonnenbergklinik, Christian-Belser-Straße 79, 70597 Stuttgart

PD Dr. R. Kilian, Leiter der AG Versorgungsforschung, Uni Ulm,BKH Günzburg, Ludwig-Heilmeyer-Straße 2, 89312 Günzburg

Prof. Dr. M. A. Rieger, Ärztliche Direktorin, Institut für Arbeits- und Sozialmedizin, Universitätsklinikum Tübingen, Wilhelmstraße 27, 72074 Tübingen

Projektleitung
Profilbild von Dr. med. Eva Rothermund

Dr. med. Eva Rothermund

Oberärztin | Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Laufzeit

2011 - 2013

gefördert durch die

Nachwuchsakademie Versorgungsforschung, Baden-Württemberg

Abstract

Hintergrund: Gesundheitsmanagement im Betrieb (BGM) benötigt nicht nur die Unterstützung der Führungskräfte eines Unternehmens, sondern auch deren engagiertes Mitwirken. Bei vielen der Führungskräfte besteht daher der Wunsch, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit eigener und fremder psychischer Belastung u.a. durch verbesserte Kenntnisse über psychische Gesundheit zu verbessern und mehr Sicherheit auch im praktischen, alltäglichen Umgang mit betroffenen Mitarbeitern zu gewinnen. Entsprechende Schulungen helfen hierbei, Grundverständnisse zu vermitteln und eine Enttabuisierung des Themas zu unterstützen. Gleichzeitig kann eine Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb (PSIB) helfen, betroffenen Mitarbeitern schnellstmöglich entsprechende Hilfe zukommen zu lassen. Ein solches kombiniertes Angebot (spezifische FK-Schulung plus Sprechstunde im Betrieb) wird seit Anfang 2016 schrittweise bei der Firma Bosch im Rahmen einer Gesamtbetriebsvereinbarung aufgebaut.
Fragestellung: Untersucht werden soll im zeitlichen Verlauf die Veränderung  1) der Einstellungen und Fähigkeiten geschulter Führungskräfte im Umgang mit psychischer Erkrankung und 2) der mittelfristige Gesundheitszustand der betroffenen Mitarbeiter nach Konsultation der Sprechstunde im Betrieb.
Methodik: In Zusammenarbeit mit dem Betriebsärztlichen Dienst und der Sozialberatung: 1) Durchführung und Evaluation einer eintägigen Schulung zur Sensibilisierung bzw. Entstigmatisie-rung psychischer Erkrankungen (für alle Führungskräfte, Betriebsräte, Vertrauensleute und Mitarbeiter der Personalabteilung) sowie die Etablierung einer regelmäßig stattfindenden Fallbesprechungsgruppe und zusätzlicher Angebote zur Vertiefung des Themas. 2) Weiter wird eine Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb (PSIB) eingerichtet und evaluiert werden.
Ziel und Perspektiven: Zur Beantwortung der Fragestellung sollen die Effekte der Führungskräfteschulung zunächst quantitativ evaluiert werden. Weiter sollen qualitativ Rahmenbedingungen wie Betriebskultur und -klima, spezielles Setting der Schulungen usw. analysiert und ihr Einfluss auf die Akzeptanz und Effektivität der Schulungen untersucht werden. Ebenso sollen Akzeptanz und längerfristigen Wirksamkeit einer PSIB evaluiert werden. Vor allem durch einen qualitativen Zugang soll so ein Leitfaden zur Einführung eines umfassenden BGM erstellt werden.

Kooperationspartner

PD Dr. M. Hölzer Geschäftsbereich Psychosomatische Medizin des ZfP Südwürttemberg und Ärztli-cher Direktor der Sonnenbergklinik, Christian-Belser-Straße 79, 70597 Stuttgart

Bosch Werksärztlicher Dienst, Dr. med. F. Papenfuß, Werk Schillerhöhe, Robert-Bosch-Platz 1, 70839 Gerlingen

M. Eisele, Gesundheitsmanagement (C/MED), Robert-Bosch Platz 1, 70839 Gerlingen

Bosch Sozialberatung, M. Noe-Bertram, Werk Schillerhöhe, Robert-Bosch-Platz 1, 70839 Gerlingen

Bosch BKK;  Vertrieb und regionale Partnernetzwerke, Kruppstraße 19, 70469 Stuttgart

Projektleitung

Profilbild von Prof. Dr. med. Harald Gündel

Prof. Dr. med. Harald Gündel

Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Laufzeit

2016 - 2019

in Kooperation mit
Abstract

Eine Krebserkrankung konfrontiert nicht nur den Patienten mit einer Vielzahl psychosozialer Belastungen, sondern auch seinen Partner. Dies ist besonders bei hämatoonkologischen Erkrankungen der Fall, die durch lange Krankheitsverläufe, invasive Behandlungen und mögliche schwerwiegende Komplikationen gekennzeichnet sind. Psychoonkologische Interventionen für die Partner von hämatoonkologischen Patienten sind bislang kaum entwickelt bzw. evaluiert.

Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, eine psychoonkologische Gruppenintervention für Partner von hämatoonkologischen Patienten zu entwickeln. Die Intervention soll die psychische Belastung reduzieren und die paarbezogene Krankheitsverarbeitung unterstützen. Es handelt sich dabei um eine Pilotstudie, die an zwei onkologischen Zentren durchgeführt wird.

Die Gruppenintervention besteht aus fünf thematischen Sitzungen und wird von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychoonkologen durchgeführt. Die Teilnehmer und die Patienten werden sowohl vor als auch nach der Durchführung der Intervention einen Fragebogen zu den Zielkriterien (z.B. Depressivität, Ängstlichkeit sowie paarbezogenes Coping) ausfüllen. Zudem soll jede einzelne Sitzung von den Teilnehmern evaluiert werden.

Die Intervention startet im Oktober 2017.

Dies ist eine der ersten Studien, die sich mit der Entwicklung und Auswertung einer psychoonkologischen Intervention für Partner beschäftigt.  Exemplarisch wird sie zunächst an einer Gruppe von Partnern hämatoonkologischer Patienten pilotiert und hinsichtlich ihrer Machbarkeit überprüft. Grundsätzlich soll sie aber auch auf andere Tumorentitäten anwendbar sein. Auf Grundlage der Pilotstudie ist hierzu eine randomisierte-kontrollierte Studie geplant. 

Beteiligte Mitarbeiter in Ulm

Inga Lorenz, Daniela Bodschwinna, Lisa Popp

Studienleitung

Universität Leipzig, Department für Psychische Gesundheit
Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie

Dr. Jochen Ernst, Nina Hallensleben, M. Sc.

 

Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm
Dr. Klaus Hönig, Daniela Bodschwinna, M. Sc., Inga Gerdau, Dipl.-Psych., Prof. Dr. Harald Gündel

Laufzeit

05/17 – 04/18 (12 Monate)

gefördert durch die

Deutsche José Carreras Leukämie – Stiftung e.V. (Förderungsnummer: DJCLS 23R/2016)

Abstract: In diesem Projekt untersuchen wir die Auswirkungen von frühen Vernachlässigungs- und Misshandlungserfahrungen von Müttern auf die Bindungsbeziehung zwischen Mutter und Kind von Geburt bis zum ersten Lebensjahr des Kindes. Wir wollen besser verstehen, welchen Einfluss eigene Kindheitserfahrungen auf die Weitergabe an die nächste Generation haben und welche biologischen und psychovegetativen Marker für die Weitergabe verantwortlich sein könnten.

Das Teilprojekt WPII der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie beschäftigt sich speziell mit dem Oxytocin-Rezeptor-System sowie der autonomen Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus von Mutter und Kind. Dabei arbeiten wir translational im Tierexperiment gemeinsam mit der Abteilung Zoologie und Entwicklungsneurobiologie an frühkindlichen Stressmodellen sowie klinisch gemeinsam mit der klinischen und biologischen Psychologie an Blutzellen von Mutter und Kind. Gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie untersuchen wir psychovegetative Reaktionen zwischen Mutter und Kind.

Beteiligte Studienzentren:
Universitätsklinikum Ulm

  • Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Universität Ulm
Institut für Psychologie und Pädagogik, Klinische und Biologische Psychologie

Deutsches Jugendinstitut München e.V.

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Biologie/Abteilung Zoologie und Entwicklungsneurobiologie

Projektleitung
Prof. Dr. Jörg M. Fegert

Projektfinanzierung
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Projektträger: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

Projektlaufzeit
06/2013-12/2016

Abstract: In diesem Projekt untersuchen wir die Einflüsse von psychosozialem Stress während eines Auslandseinsatzes von Soldaten auf die kardiovaskuläre Gesundheit. Dazu führen wir psychometrische Untersuchungen als auch experimentelle Stressuntersuchungen vor und nach einem Auslandseinsatz durch. Wir wollen neuroendokrine und molekularbiologische Marker identifizieren, die langfristig für die Entstehung von z.B. Hypertonie oder Atherosklerose bei Soldaten verantwortlich sein könnten.

Projektfinanzierung:  Zivil-Militärischer Verbundantrag zwischen dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm und der Universität Ulm: Entwicklung regenerativer Therapieansätze zur Behandlung von erworbenen Gewebe- und Funktionsdefekten

Projektlaufzeit: 09/2015-09/2018

Beteiligte Studienzentren:

  • Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Bundeswehrkrankenhaus Ulm
  • Institut für Psychologie und Pädagogik, Klinische und Biologische Psychologie

Teilprojektleiterin

Profilbild von Prof. Dr. med. Christiane Waller

Prof. Dr. med. Christiane Waller

Leiterin Klinische Molekulare Psychosomatik

Abstract: Das Oxytocin-Rezeptor-System spielt eine wichtige Rolle in der neurobiologischen Vermittlung von zwischenmenschlicher Bindung. Wir untersuchen dieses Neuropeptid und seinen Rezeptor in Zusammenhang mit zwischenmenschlichen Bindungsstörungen bei Patienten mit Colitis ulcerosa. Wir wollen verstehen, ob Colitis-Patienten mit Bindungsstörungen ein erhöhtes Risiko haben, einen Colitis-Schub zu erleiden und ob diese proinflammatorischen Effekte Oxytocin-vermittelt sind.

Projektfinanzierung:  Forschungsstipendium Jantschek des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Projektlaufzeit: 02/2015-02/2018

Beteiligte Studienzentren:

  • Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinik Ulm
  • Universitätsklinik Oslo, Norvegen
  • Universität Innsbruck, Österreich, Lehrstuhl für Klinische Psychologie
  • Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie, Universitätsklinik Essen
  • Prof. Dr. phil. Anna Buchheim, Institute of Psychology, University of Innsbruck, Austria

Teilprojektleiterin

Profilbild von Prof. Dr. med. Christiane Waller

Prof. Dr. med. Christiane Waller

Leiterin Klinische Molekulare Psychosomatik

Project 1

Immunoregulatory approaches to promote stress resistance.

It is the major aim of this Project, in collaboration with the lab of Prof. Dr. Christopher Lowry (University of Colorado, Boulder, USA), to promote resilience against stress-related somatic and affective pathologies by treating mice either prior to or following/during stress/psychosocial trauma exposure with a heat-killed preparation of immunoregulatory "old friends from mud and soil", including Mycobacterium vaccae (NCTC 11659; Fig. 3 left panel; taken from Reber et al., 2016 PNAS Figure S2A), and to reveal the underlying mechanisms. Our mouse data so far support a strategy of "re-introducing" humans to their "old friends" in order to promote optimal health and stress/trauma resilience. In detail, this is based on the fact that M. vaccae pre-immunization causes a shift from passive towards active stress coping during CSC exposure, has anxiolytic effects, and prevents development of spontaneous and aggravation of chemically-induced colitis (Reber et al., 2016 PNAS). Effects on anxiety and colitis, but not on "stress coping", were mediated via Treg cell induction. Consistent with the finding, that Treg cells and IL-10 secretion play an important role in the stress/trauma-protective effects of M. vaccae, CSC-induced promotion of a colitogenic gut micromilieu was not corrected by pre-immunization with this "old friends" (Fig. 3 right panel; taken from 2016 PNAS Figure S6M).

We are currently investigating whether i) p.o. or i.n. application of M. vaccae is stress protective as well, ii) M. vaccae immunization is able to treat already existing stress-related disorders, iii) other "old friends" have a comparable potential to prevent stress-associated disorders.

Funding: Office of Naval Research Global, N00014-17-S-B001; Grant12274897 (M. vaccae) & university intern budget (other "old friends")

Project 2

EPSS (Effects of Pets on Social Stress)

A failure of immunoregulation, attributable to reduced exposure to the microbial environment within which the mammalian immune system evolved ("Old friends hypothesis"), is thought to be one factor contributing to recent increases in stress-related chronic inflammatory disorders, as well as psychiatric disorders for which chronic, low-grade inflammation is a risk factor ("cytokine theory of mood disorders").

It is the major aim of this project to assess the stress reactivity in healthy human volunteers raised in an urban environment either in the presence or absence of  pets  towards the standardized Trier Social Stress Test (TSST). Interesting in this context is the fact that people raised in environments offering a narrow relativ to a wide range of biodiversity show an increased prevalence of both somatic and affective disorders.

Funding: University intern budget

Project 3

Chronic psychosocial stress and HPA axis function

Exposure to acute stressful stimuli leads to the activation of both the sympathetic nervous system and the hypothalamus-pituitary-adrenal (HPA) axis and, consequently, to the systemic release of catecholamines and glucocorticoids (GCs). These stress hormones, in turn, trigger physiological alterations enabling an organism to adjust to the new situation and to show an adequate behavioural response. However, if the stress systems are activated over a prolonged period of time, chronically-elevated levels of plasma GC can promote development of somatic and affective disorders. Thus, it is adaptive for an individual to habituate possibly fast to prolonged and non-life-threatening homotypic stressors, but to stay responsive to novel and possibly dangerous challenges.

Interestingly, mice exposed to 19 days of chronic subordinate colony housing (CSC) seem to exactly implement this principle at the level of the adrenal glands. CSC mice show unaffected basal morning corticosterone (CORT) levels despite a pronounced increase in adrenal mass (Reber et al., 2007 PNEC), likely mediated by an attenuation of adrenal corticotrophin (ACTH) responsiveness. The latter was indicated by a reduction of adrenal in vitro CORT secretion in response to various concentrations of ACTH (Reber et al., 2007 PNEC; Uschold-Schmidt et al., 2012 PNEC; Reber et al., 2016 PNAS; Langgartner et al., 2016 BBI). However, in contrast to the in vitro situation, CSC mice show an even more pronounced CORT response to an acute heterotypic stressor exposure (elevated platform, EPF; Uschold-Schmidt et al., 2012 PNEC) compared with respectively treated SHC mice. This is in line with recent data showing an increased availability and mobilization capacity of the CORT precursor molecule cholesterol in CSC compared with SHC mice, possibly contributing to their increased in vivo CORT response during acute heterotypic stressor exposure (Füchsl et al., 2013 Stress). Together, these data clearly argue against a breakdown of adrenal functioning during CSC, but support the hypothesis that a reduction of adrenal ACTH responsiveness during times of chronic stress prevents prolonged hypercorticism and, thus, is adaptive and beneficial. Of note, CSC mice do not develop any signs of depressive-like behaviour (Slattery et al., 2012 PNEC), which can be induced by chronically treating rodents with CORT.

The value and clinical relevance of this project has recently been acknowledged with the "Ernst and Berta Scharrer Prize (German Society of Endocrinology: 'This price awards outstanding original studies in the field of neuroendocrinology.').

Unravelling the underlying mechanisms might help to preventively or therapeutically facilitate stress resilience. We are currently investigating whether i) an additional factor present during heterotypic stressor exposure, and not during in vitro stimulation, rescues adrenal ACTH sensitivity, or itself acts as CORT secretagogue in chronically stressed CSC mice, ii) what this factor might be, and iii) whether or not these HPA axis changes depend on the coping strategy during CSC exposure.

Funding: University intern budget; previously funded by the DFG grant RE-2911/5-1

Project 4

Chronic psychosocial stress and colitis

Inflammatory disorders, such as Crohn's Disease (CD) and Ulcerative Colitis (UC) represent a major health concern, particularly in Western societies, with a life-time prevalence of approximately 0.1%. In addition to limiting quality of life due to abdominal cramps and pain, diarrhea, bloody stools, ulceration, fever, tiredness and other socially-unacceptable symptoms, inflammatory bowel disorders (IBD) are further linked to an increased risk for developing inflammation-related colorectal cancer (CRC).

The pathogenesis of IBD is still not completely understood. It is generally accepted that IBD has a complex and multi-factorial etiology, involving genetic and environmental factors, which are in turn associated with a dysregulation of the mucosal immune system. One environmental factor that is often discussed in this context during the last decades is the perceived level of life stress. Interestingly, available data suggest IBD to be rather associated with hypocortisolism than hypercortisolism.

In line with this hypothesis, we could already show that 19 days of chronic subordinate colony housing (CSC) not only result in basal evening hypocorticism but also reliably induce spontaneous colonic inflammation (Reber et al., 2007 PNEC; Reber et al., 2008 Stress; Reber et al., 2011 BBI; Reber, 2012 PNEC; Reber, 2016 PNAS; Fig. 5). The latter is causally mediated by a pronounced rise in CORT during the initial phase of CSC, preceding later development of hypocorticism and GC resistance, as well as by an increased bacterial translocation as consequence of disturbed colonic barrier functions. CSC-induced colitis is indicated by an increased histological damage score (Fig. 5), which is first detectable after 14 d of CSC, and increased numbers of colonic macrophages, dendritic and Th cells, and cytokine secretion from isolated lamina propria mononuclear and mesenteric lymph node cells, the latter lasting at least until day 8 following CSC termination. In addition, CSC mice show a pronounced reduction in the percentage of Treg cells in peripheral lymphoid organs (Schmidt et al., 2010 BBI), likely contributing to an overall increased inflammatory state and, consequently, to spontaneous colitis development.

Intriguingly, we just recently could show that CSC results in a pronounced expansion of enterohepatic helicobacter species (EHS) in the intestinal microbiome (Reber et al., 2016 PNAS) and that CSC-induced colitis does not develop under specific-pathogen-free (SPF) conditions (Langgartner et al., 2016 BBI), suggesting that translocation of certain pathobionts instead of commensal gut bacteria is critically required for development of stress-induced intestinal pathologies. Of note, stress-protective effects of M.vaccae pre-immunization were not mediated by preventing the colitogenic shift in the intestinal microbiome following CSC, but by inducing intestinal Treg cells, which in turn prevented that the colitogenic microbiome translates into colonic inflammation and tissue damage. Importantly, our data further indicate that CSC-induced HPA axis changes (i.e. hypocorticism) is not critically involved in CSC-induced colitis development (Reber et al., 2016 PNAS; Langgartner et al., 2016 BBI).

The value and clinical relevance of this interdisciplinary project has been acknowledged with the "Ismar-Boas Preis 2007" for excellent work in the field of gastroenterology from the "Deutsche Gesellschaft für Visceralchirurgie (DGVS)".

Currently we are investigating whether i) CSC-induced spontaneous colitis is causally involved in the increased anxiety state detected following CSC exposure and ii) colitis severity depends on the coping strategy of an individual shown during CSC exposure.

Funding: University intern budget; previously funded by the DFG grant RE-2911/2-1

Project 5

Chronic psychosocial stress and long-term effects on anxiety: the role of the autonomic nervous system and of the visual contact

Chronic stress, in particular chronic psychosocial stress, is a risk factor in the etiology of various psychopathologies including general and social anxiety-related disorders. However, despite substantial research efforts in the last decades, the etiology of such stress-associated disorders remains poorly understood. As we previously have shown that CSC exposure increases both general- and social anxiety-related behavior (Slattery et al., 2012 PNEC), we have an animal model in hands allowing us to investigate in detail the underlying mechanisms. Thereby we focus the autonomic nervous system by using telemetry (Fig. 6 right panel), as well as on the assessment of neuro-inflammatory processes by Taqman PCR and immunohistochemistry. Interestingly, while the CSC-induced increase in general anxiety was long-lasting and still detectable 10 days following termination of CSC, social deficits were only transient, suggesting different neuronal mechanisms to be involved in these behavioral stress consequences. As accumulating evidence supports the idea that the sensory, in particular the visual, contact to a rodent conspecific during/following stressor exposure is able to induce a stress response in the observer animal, we also consider different sensory contact modalities to the stressor (last dominant mouse during CSC) following termination of the physical stressor exposure (Fig. 6 left and middle panel).

Funding: University intern Budget

Project 6

Effects of repeated psychosocial traumatisation/chronic psychoscial stress on bone metabolism

Although a strong association between psychiatric and somatic disorders is generally accepted, little is known regarding the interrelation between mental and skeletal health. While depressive disorders were shown to be strongly associated with osteoporosis and increased fracture risk, evidence from post-traumatic stress disorder (PTSD) patients is less consistent. Given that the CSC paradigm induces a behavioural, physiological and immunological phenotype closely related to what is known from PTSD patients, we hold a stress model in hand allowing us to investigate the possible mechanisms underlying disturbance of bone metaolism in PTSD patients.

Therefore, in collaboration with the group of Prof. Anita Ignatius (Institute of Orthopedic Research and Biomechanics, University Medical Center Ulm), here mainly with Dr. Melanie Haffner-Luntzer, we are investigating in male mice whether chronic psychosocial stress induced by the chronic subordinate colony housing (CSC) model influences the bone metabolism and how this could be mediated. Besides typical physiological stress consequences, like increased adrenal and decreased thymus weight, our data revealed increased anxiety-related behaviour and disturbed long bone development in chronically stressed compared to unstressed control mice, which were individually housed in their home cages. In detail, long bones of CSC versus SHC mice were significantly shorter, and this was accompanied by an increased growth plate width, likely due to a disturbed chondrocyte differentiation and, consequently, proper bone formation. As one possible underlying mechanism, our data suggest increased catecholaminergic signalling induced by chronic stress locally in the bone (Förtsch et al., 2017 DMM). By providing an experimental mouse model for stress-induced disturbances of long bone metabolism and a possible mechanistic explanation, our data sets the stage for future mechanistic experiments contributing to a better understanding of the complex interactions between psychological or psychosocial factors and the development of stress-associated somatic pathologies.

The value and clinical relevance of this interdisciplinary project has been acknowledged with the "ORS Travel Award 2007" for Dr. Melanie Haffner-Luntzer (Institute of Orthopedic Research and Biomechanics, Prof. A. Ignatius, University Medical Center Ulm) from the "Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie  (DGOU, Germany Scoiety for Orthopaedics and Trauma)".

Funding: Gender Equality Funding of Dr. Melanie Haffner-Luntzer provided by the DFG-funded CRC1149; University intern budget of SOR; previously funded by the Innovation fond of the medical faculty of the Ulm University

Project 7

Second hit hypothesis: additive effects of early life stress and chronic psychosocial stress on physical Trauma

Negative early childhood experiences disrupt normal adaptive HPA axis responses to subsequent stressors during life, and promote chronic low-grade inflammation. Accordingly, child maltreatment is a well-known risk factor for the development of stress-associated somatic and mood disorders, including e.g. anxiety- and depression-related diseases as well as inflammatory bowel diseases. Combining the MS and CSC paradigm, our group previously showed that early life stress and chronic psychosocial stress during adulthood have additive effects on HPA axis disturbances and intestinal pathology following DSS-treatment (Veenema et al., 2008Endocrinology). In the current project we are investigating in collaboration with Prof. Dr. Markus Huber-Lang (Clinic for Trauma, Hand, Plastic, and Reconstructive Surgery, University Ulm) whether MS and CSC also have additive effects in terms of favoring complications following a subsequently-induced thorax trauma (TXT), and how this is mediated.

Funding: 'Bausteinprogramm' of the medical faculty of Ulm University

Die objektive Erfassung subjektiv multidimensional erlebter Schmerzen ist ein bislang unzureichend gelöstes Problem. Insbesondere in der klinischen Schmerzmessung sind verbale Verfahren (Schmerzskalen, Fragebögen) und visuelle Analogskalen üblich, die allerdings bei mental beeinträchtigten Personen wenig reliabel und valide sind. Expressive Schmerzäußerungen und/oder psychobiologische Parameter können eine Lösung bieten. Es existieren solche Kodierungssysteme, die jedoch  mit einem sehr hohen Aufwand verbunden sind oder nicht ausreichend testtheoretisch evaluiert wurde. Probanden werden unter kontrollierten Bedingungen schmerzhaften Reizen ausgesetzt und mimische und psychobiologische Parameter erfasst (http://www.iikt.ovgu.de/BioVid.html). Auf Basis von psychobiologischen, videobasierten (Mimik, Gestik) und prosodischen Daten sollen schmerzrelevante Merkmale identifiziert und ein automatisches System entwickelt, mit dem Schmerzen qualitativ und quantitativ gemessen werden können.

Avatar-basiertes Affektmanagement für ältere Menschen

Die Optimierung der Schmerzbehandlung durch automatische Erkennung körperlicher Schmerzen und die Verminderung seelischer Schmerzen durch ein an Personen angepasstes Affektmanagement, um das Wohlbefinden und die Lebensqualität von älteren Menschen zu verbessern. Während sich der demographische Wandel in Deutschland besonders dramatisch gestaltet, steigt gleichzeitig die Lebenserwartung der Generation 65+. Schmerzen im Alter können die Lebensqualität massiv verringern, da sie nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch psychosoziale Störungen wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Angst, Hoffnungslosigkeit bis hin zum sozialen Rückzug zur Folge haben können. Im Pflegeheimalltag ist die Schmerzerkennung eine wichtige Routineaufgabe des Pflegepersonals, um ein optimales Schmerzmanagement durch individuell angepasste Therapieprogramme zu ermöglichen. Studien weisen dennoch darauf hin, dass trotz vorhandener Therapiemöglichkeiten eine Unterversorgung der Schmerzpatienten in allen Versorgungsbereichen vorzufinden ist. Im Projekt soll ein automatisches System zur multisensorischen, differenzierten Erkennung von Schmerzen, Zuständen der Orientierungslosigkeit bzw. Verwirrung und damit verbundenen Emotionen wie Panik, Angst und Ärger entwickelt werden. Der Gefühlszustand der Betroffenen soll zuverlässig und schnell erkannt werden, indem die Daten paralinguistischer, psychobiologischer und visueller Parameter zusammengeführt werden. Des Weiteren soll ein Avatar, also eine digitale, künstliche Figur, für Kriseninterventionen entwickelt werden. Der Avatar soll mit dem Betroffenen in den Dialog treten und Beruhigungsmaßnahmen, Gedächtnisunterstützung und Hilfestellung anbieten. Um diese Ziele unter Berücksichtigung ethischer und datenschutzrechtlicher Fragen zu erreichen, arbeiten im Projekt Vertreterinnen und Vertreter aus den Ingenieurswissenschaften, der Neuropsychologie und dem Interaktionsdesign zusammen. Das System kann durch eine sensorbasierte automatische Schmerz- und Emotionserkennung eine optimal angepasste Schmerztherapie ermöglichen und so zur Verbesserung der Lebensqualität von insbesondere älteren pflegebedürftigen Menschen beitragen.

Teilprojekt: Psychobiologische Emotionserkennung

Ziel der psychobiologischen Emotionserkennung ist die individuelle und kontinuierliche Emotionserkennung aus psychobiologischen Daten (emotion pattern). Die Emotionen von Nutzern kognitiver technischer Systeme sollen aus den psychobiologischen Signalen zuverlässig im drei-dimensionalen Emotionsraum verortet, klassifiziert und modelliert werden. Diese Emotionsinformation wird mit anderen Quellen des Emotionalen (Semantik, Prosodie und Mimik) fusioniert und anderen Modulen des kognitiven technischen Systems verfügbar gemacht, um deren Funktionen an die emotionalen Zustände des Benutzers zu adaptieren. Weil nur wenige psychobiologische Muster universell mit Emotionen korrelieren, sollen über eine neue Kalibrierungsprozedur mit standardisierten Emotionsstimuli die psychobiologischen Emotionsmuster für den jeweiligen Benutzer individuell bestimmt werden.

… von gesunden Studierenden unter Berücksichtigung hormoneller Wechelwirkungen

Im Projekt „Der Einfluss von Stress auf die Empathiefähigkeit von gesunden Studierenden unter Berücksichtigung hormoneller Wechselwirkungen“ wird der Einfluss von Stress (objektiv und psychologisch) auf die Empathie (affektive und kognitive Dimension) untersucht - gemessen mit einem Test zur Erfassung der Emotionserkennungsleistung (kognitiv) sowie physiologisch (affektiv). In einem „within-subject-Design“ werden hierfür in 2 hintereinander ablaufenden Modulen (Stress + Empathie) insgesamt 60 Versuchspersonen (VPs) untersucht. Zur weiteren Varianzaufklärung hinsichtlich des Einflusses von Stress auf die Empathie wie auch auf die individuelle Stressverarbeitung werden spezifische Hormone über den Speichel erfasst: Testosteron, Cortisol und DHEA.

… im Kontext von Gesundheit bei Universitäts- und Hochschulangehörigen (Beschäftigte und Studierende)

Die Arbeits- und Studienbedingungen an Universitäten und Hochschulen waren sind seit Jahren vielen Veränderungen wie bspw. der Globalisierung,  Digitalisierung und Hochschulreformen (z.B. Bolognareform) ausgesetzt und werden zunehmend als sehr beanspruchend und belastend bezeichnet, jedoch gibt es wenig wissenschaftliche Evidenz über das Beanspruchungsprofil und dessen gesundheitliche Auswirkungen bei diesen Gruppen. Zudem stellt sich die Frage, wie sich diese Institutionen, der Anforderung stellen, Beschäftigten und auch Studierenden Bedingungen bereit zu stellen, um Familie und Beruf besser in Einklang zu bekommen. Dies rückt insbesondere im Blick auf sich verschärfende Wettbewerbsbedingungen in allen Bereichen  zunehmend in den Fokus. Immer noch scheint es zusätzliche Hindernisse zu geben, die es Frauen erschweren, eine wissenschaftliche Karriere aufzunehmen. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bezüglich der beschäftigten Wissenschaftlerinnen auf den hinteren Plätzen..

Die hier vorgestellte Studie hat zum Ziel bei Hochschulbeschäftigten und Studierenden Aspekte der Arbeitsbeanspruchung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie mittels einer Online-Studie zu erfassen, um hieraus spezifische Maßnahmen der Optimierung ableiten und umsetzen zu können. Die spezifische Fragestellung lautet: Vereinbarkeit von Beruf und Familie; Kinderbetreuung, Arbeitszeiten; Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbelastung; Studienzufriedenheit und Studienbelastung; Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen; Spezielle Belastungen am Arbeitsplatz oder beim Studium: Burnout, Mobbing, Depression, Ängstlichkeit, Gesundheit; Einfluss von Persönlichkeitsvariablen. Zudem wurde bei der Teilstichprobe Beschäftigte ein Instrument für eine Bedarfsanalyse zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie entwickelt. Auf Basis der Ergebnisse werden unterschiedliche verhältnis- und verhaltenspräventive Handlungsmöglichkeiten entworfen

… im Kontext des Arbeitszeitmodells bei Klinikbeschäftigten

Es ist bekannt, dass die Arbeit das Familienleben beeinflusst und vice versa. Insbesondere im medizinisch-universitären Arbeitsumfeld ist die Belastung  für Eltern durch die Vereinbarkeitsproblematik groß. Erschwerend kommt hinzu, dass in diesem Segment  vermehrt Frauen beschäftigt sind. Die Hindernisse zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurden bisher in diesem Umfeld longitudinal nicht ausreichend erfasst. Unter dem speziellen Aspekt Arbeitszeitmodell werden in vorliegender Studie Arbeitszufriedheits und Arbeitsbelastungsparameter sowie deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Kliniksbeschäftigten longitudinal erhoben. Ziel der Studie ist es, diese Aspekte zu analysieren und aus den  Belastungsparameter und dem Bedarf an Unterstützung eine Grundlage für Planung und Durchführung struktureller und operativer Maßnahmen zu gewinnen.

Ziel des Projektes PATER ist die Weiterentwickung und Validierung eines Patientenerwartungsfragebogens für die ärztliche und zahnärztliche Arzt-Patientbeziehung:  Bei der Gestaltung der Arzt-Patient-Beziehung ist sehr oft die erste Begegnung die prägende und eine gelungene Arzt-Patient-Interaktion während des ersten(Zahn-) Arztbesuchs ist ein gutes Fundament und die beste Voraussetzung für die folgenden Begegnungen. Eine wichtige Komponente dabei sind die individuellen Erwartungen und Hoffnungen der Patient_Innen wie Studien an (schwierigen) Patienten im Krankenhaus zeigen konnten.. Kennt der (Zahn-)Ärzt_Innen diese Erwartungen jedoch schon im Vorfeld, so kann die Interaktion mit dem Patienten optimiert und die Arzt-Patient-Beziehung positiv gestaltet werden. Dieser Fragebogen soll beim ersten Besuch eines neuen PatientIn der ärztlichen oder zahnärztlichen Praxis Anwendung finden, die erhaltenen Befragungsergebnisse "Patientenerwartungen" als Hintergrundinformation zur Optimierung der Arzt- Patient-Interaktion dienen.
 In einer Befragungsstudie an ca. 600 Patienten verschiedener (Zahn)-Ärztlicher Praxen soll der an die Belange ärztlichen und zahnärztlichen Praxen adaptierte PATER – Fragebogen validiert und eine Auswertungsanleitung standardisiert werden.

Abstract

Eine Krebserkrankung ist nicht nur für den Patienten selbst, sondern auch für dessen Angehörige mit großen Belastungen verbunden. Besonders der Partner, der die wichtigste Ressource des Patienten darstellt, ist betroffen. Durch die Krebserkrankung ist der Partner mit einer Vielzahl von neuen Aufgaben und tiefgreifenden Anpassungsleistungen konfrontiert. Diese anspruchsvolle Unterstützungsleistung sowie die eigenen alltäglichen Aufgaben führen dazu, dass sich viele Partner überfordert fühlen und von psychischen Problemen berichten. Die bestehenden Unterstützungsangebote für Angehörige von Krebspatienten werden von den Partnern jedoch nur wenig in Anspruch genommen. 

Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wird eine psychoonkologische Online-Intervention für Partner von Krebspatienten entwickelt und deren Wirksamkeit überprüft. Die Online-Intervention basiert auf Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie sowie auf spezifischen Inhalten der Psychoonkologie. Sie besteht aus sechs wöchentlichen Lektionen, vier wählbaren Zusatzlektionen und einer Auffrischungslektion. Jede Lektion wird von einem Therapeuten durch Feedbacks begleitet. Zusätzlich hat der Partner die Möglichkeit einen SMS-Coach zu nutzen.

Ziel der Intervention ist es, sowohl psychische Belastungen, wie Depressivität und Ängstlichkeit, zu reduzieren, als auch die Lebensqualität der Partner zu verbessern. Aufgrund der Zeit- und Ortsunabhängigkeit ist eine Online-Intervention gerade für Partner von Krebspatienten, die einen vollen Terminkalender besitzen, geeignet. Zusätzlich senkt die Online-Intervention die Schwelle der Inanspruchnahme für belastete Partner, die herkömmliche Face-to-Face-Therapien weniger für sich nutzen (z.B. männliche Partner).

Studienleitung

Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm
Dr. Klaus Hönig, Daniela Bodschwinna, M. Sc., Inga Lorenz, Dipl.-Psych.

Universität Ulm, Abteilung klinische Psychologie und Psychotherapie
Prof. Dr. Harald Baumeister

Laufzeit

2017 - 2020

Kurz-Exposé

Die Veränderung von Schmerzempfinden und Herzratenvariabilität (HRV) von psychosomatischen Patienten unter dem Einfluss der Musik-imaginativen Schmerzbehandlung - eine kontrollierte Studie unter naturalistischen Bedingungen

Die explorative Studie im Prä-Post-Design erfolgt unter naturalistischen Bedingungen der stationär psychosomatischen Behandlung an den Universitätskliniken für Psychosomatik in Magdeburg und Ulm. Das Erkenntnisinteresse richtet sich darauf, a) wie sich das subjektive Schmerzerleben zwischen dem Beginn und nach dem Abschluss der Musik-imaginativen Schmerzbehandlung (MusIS) verändert, b) welche Veränderungen der parasympathischen Aktivität während und nach der Anwendung von MusIS messbar sind, und c) welche physikalisch messbaren Veränderungen die angewendeten Klangereignisse auszeichnen. Eingeschlossen sind stationär behandelte Pati-ent*innen mit fachärztlich abgeklärter Diagnose nach ICD 10 (Chronische Schmerzstörung F45.40 und F45.41 / Somatisierungsstörungen F45.0, F45.1, F45.2, F45.3, F45.8, F45.9)
Die Interventionsgruppe (N=50), deren Eigenschaften zum Zeitpunkt T0 anhand von validierten Messinstrumenten (SCL 90, CTQ) deskriptiv erfasst werden, erhält in der Anfangsphase des stati-onären Aufenthalts 3-4 Sitzungen MusIS mit 4 Behandlungsphasen. Die Einhaltung des manualisierten Ablaufs ist anhand von Audiomitschnitten überprüfbar. Kontrolliert wird zu 2 Messzeitpunk-ten (vor und nach Intervention T1/T2) das sensorische und affektive Schmerzerleben mittels McGill-Schmerzfragebogen sowie mittels EKG-Messung die NN-Reihe (Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Herzaktionen). Die nachfolgende HRV-Analyse wird aus dem 24-Stunden-EKG am Tag der Phase 3 von MusIS erhoben. Sollten Korrelationsberechnungen zwischen Schmerzreduktion und HRV auf positive Effekte hindeuten, würde dies die Basis für eine Folgestudie zu den mittel- und längerfristigen Wirkungen bilden.

Beteiligte Wissenschaftler*innen

  • Prof. Dr. Susanne Metzner (Gesamtprojektleitung)1,2
  • Prof. Dr. med. J. Frommer, Leiter Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psy-chotherapie der Medizinischen Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Pro-jektleitung Magdeburg)2
  • Sina Glomb M.A., Kristin Kapahnke (Intervention)2
  • Prof. Dr. Irina Böckelmann (klinische EKG-Auswertung)4
  • Dr. Stefan Sammito (klinische EKG-Auswertung)4
  • N.N. (EKG-Messungen und stat. Auswertungen)4
  • Prof. Dr. Jesko Verhey (Auswertung Audiodaten)5
  • Jan Hots (stat. Berechnung Audiodaten)5
  • Michael Riesemann, Dr. med. cand. (klinische EKG-Auswertung und stat. Auswertungen)6
  • Diplom-Musiktherapeutin Manuela Delhey (Intervention)6
  • Dr. sc. hum. Marc N. Jarczok, Dipl. SoWi (Projektleitung Ulm)6

Studienleitung

Zentrum für interdisziplinäre Gesundheitsforschung, Universität Augsburg
Prof. Dr. Susanne Metzner

Beteiligte Institutionen

1Zentrum für interdisziplinäre Gesundheitsforschung, Universität Augsburg

2Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Medizinischen 3Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

4Bereich Arbeitsmedizin, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

5Abteilung für Experimentelle Audiologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

6Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

Laufzeit

2017 - 2019

Publikationen

2018

Balint, E., J. von Wietersheim, H. Gündel, M. Hölzer and E. Rothermund (2018). Die Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb - ein Zukunftsmodell? Praxis Klinische Verhaktensmedizin und Rehabilitation 101: 38-47.

Barrech, A., J. Baumert, H. Gündel and K.-H. Ladwig (2018). The impact of job insecurity on long-term self-rated health – results from the prospective population-based MONICA/KORA study. BMC Public Health 18(1): 754. [PubMed][DOI:10.1186/s12889-018-5621-4]

Barrech, A., R. Kilian, E. Rottler, L. Jerg-Bretzke, M. Hölzer, M. A. Rieger, M. N. Jarczok, H. Gündel and E. Rothermund (2018). Do Working Conditions of Patients in Psychotherapeutic Consultation in the Workplace Differ from Those in Outpatient Care? Results from an Observational Study. International Journal of Environmental Research and Public Health 15(2). [DOI:10.3390/ijerph15020227]

Barrech, A., C. Seubert, J. Glaser and H. Gündel (2018). Can a workplace leadership intervention reduce job insecurity and improve health? Results from a field study. International Archives of Occupational and Environmental Health 91(5): 547-557. [PubMed][DOI:10.1007/s00420-018-1302-y]

Böbel, T. S., S. B. Hackl, D. Langgartner, M. N. Jarczok, N. Rohleder, G. A. Rook, C. A. Lowry, H. Gündel, C. Waller and S. O. Reber (2018). Less immune activation following social stress in rural vs. urban participants raised with regular or no animal contact, respectively. Proceedings of the National Academy of Sciences 115(20): 5259-5264. [PubMed][DOI:10.1073/pnas.1719866115]

Boeck, C., S. Krause, A. Karabatsiakis, K. Schury, H. Gündel, C. Waller and I.-T. Kolassa (2018). History of child maltreatment and telomere length in immune cell subsets: Associations with stress- and attachment-related hormones. Development and Psychopathology 30(2): 539-551. [PubMed][DOI:10.1017/S0954579417001055]

Boysen, E., B. Schiller, K. Mörtl, H. Gündel and M. Hölzer (2018). Preliminary Analyses Showed Short-Term Mental Health Improvements after a Single-Day Manager Training. International Journal of Environmental Research and Public Health 15(1): 108. [PubMed][DOI:10.3390/ijerph15010108]

Braunger, C., G. Müller, J. von Wietersheim and J. Oster (EFirst). Veränderung der Symptombelastung und der Funktionsfähigkeit gemäß ICF in der stationären psychosomatischen Rehabilitation. Rehabilitation. [pubmed][DOI:10.1055/s-0043-124308]

Broelz, E. K., S. Wolf, P. Schneeweiss, A. M. Niess, P. Enck and K. Weimer (2018). Increasing effort without noticing: A randomized controlled pilot study about the ergogenic placebo effect in endurance athletes and the role of supplement salience. PLOS ONE 13(6): e0198388. [PubMed][DOI:10.1371/journal.pone.0198388]

Evers, A. W. M., L. Colloca, C. Blease, M. Annoni, L. Y. Atlas, F. Benedetti, U. Bingel, C. Büchel, C. Carvalho, B. Colagiuri, A. J. Crum, P. Enck, J. Gaab, A. L. Geers, J. Howick, K. B. Jensen, I. Kirsch, K. Meissner, V. Napadow, K. J. Peerdeman, A. Raz, W. Rief, L. Vase, T. D. Wager, B. E. Wampold, K. Weimer, K. Wiech, T. J. Kaptchuk, R. Klinger and J. M. Kelley (2018). Implications of Placebo and Nocebo Effects for Clinical Practice: Expert Consensus. Psychotherapy and Psychosomatics 87(4): 204-210. [PubMed][DOI:10.1159/000490354]

Henningsen, P., H. Gündel, W. J. Kop, B. Löwe, A. Martin, W. Rief, J. G. M. Rosmalen, A. Schröder, C. van der Feltz-Cornelis, O. Van den Bergh and E.-S. G. on behalf of the (2018). Persistent Physical Symptoms as Perceptual Dysregulation: A Neuropsychobehavioral Model and Its Clinical Implications. Psychosomatic Medicine 80(5): 422-431. [PubMed][DOI:10.1097/PSY.0000000000000588]

Herr, M. R., A. Barrech, N. Riedel, H. Gündel, P. Angerer and J. Li (2018). Long-Term Effectiveness of Stress Management at Work: Effects of the Changes in Perceived Stress Reactivity on Mental Health and Sleep Problems Seven Years Later. International Journal of Environmental Research and Public Health 15(2). [PubMed][DOI:10.3390/ijerph15020255]

Jarczok, M. N., C. Aguilar-Raab, J. Koenig, M. Kaess, J. C. Borniger, M. Hall, B. Ditzen, J. F. Thayer J. E. Fischer (2018). The Heart´s rhythm ‘n’ blues: Sex differences in circadian variation patterns of vagal activity vary by depressive symptoms in predominantly healthy employees. Chronobiology International, 35(7): 896-909. [PubMed] [DOI:10.1080/07420528.2018.1439499]

Jerg-Bretzke, L., P. Krüsmann, H. C. Traue and K. Limbrecht-Ecklundt (2018). „Was ihr wollt“, Ergebnisse einer empirischen Bedarfsanalyse zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Ärztinnen und Ärzten. Gesundheitswesen 80(01): 20-26. [PubMed][DOI:10.1055/s-0041-111842]

Junne, F., M. Michaelis, E. Rothermund, F. Stuber, H. Gündel, S. Zipfel and A. M. Rieger (2018).The Role of Work-Related Factors in the Development of Psychological Distress and Associated Mental Disorders: Differential Views of Human Resource Managers, Occupational Physicians, Primary Care Physicians and Psychotherapists in Germany. International Journal of Environmental Research and Public Health 15(3). [PubMed] [10.3390/ijerph15030559]

Junne, F., M. Rieger, M. Michaelis, F. Stuber, C. Nikendei, H. Gündel, S. Zipfel and E. Rothermund (2018). Psychische Belastungsfaktoren in der Arbeitswelt: Modelle und Prävention. Fortschr Neurol Psychiatr 86(01): 49-61. [PubMed][DOI:10.1055/s-0043-115156]

Karl, S., M. Fallon, R. Palitsky, J. A. Martinez, H. Gündel and M. F. O'Connor (2018). Low-Dose Aspirin for Prevention of Cardiovascular Risk in Bereavement: Results from a Feasibility Study. Psychotherapy and Psychosomatics 87(2): 112-113. [PubMed][DOI:10.1159/000481862]

Krause, S., C. Boeck, A. M. Gumpp, E. Rottler, K. Schury, A. Karabatsiakis, A. Buchheim, H. Gündel, I.-T. Kolassa and C. Waller (2018). Child Maltreatment Is Associated with a Reduction of the Oxytocin Receptor in Peripheral Blood Mononuclear Cells. Frontiers in Psychology 9: 173. [PubMed] [DOI:10.3389/fpsyg.2018.00173]

Lamparter, U. and E. Mergenthaler (2018). "Deine Sprache verrät Dich …" – eine psycholinguistische Analyse der Antrittsreden von Barack Obama und Donald Trump. Forum der Psychoanalyse 34(2): 213-223. [DOI:10.1007/s00451-018-0315-1]

Langgartner D., A.M. Füchsl, L.M. Kaiser, T. Meier, S. Foertsch, C. Buske, S.O. Reber and M.A. Mulaw. Biomarkers for classification and class prediction of stress in a murine model of chronic subordination stress. PLoS ONE (in press)

Langgartner, D., A. Palmer, A. Rittlinger, S. O. Reber and M. Huber-Lang (2018). Effects of Prior Psychosocial Trauma on Subsequent Immune Response After Experimental Thorax Trauma. Shock 49(6): 690-697. [PubMed][DOI:10.1097/SHK.0000000000000973]

Langgartner D., U. Wachter, C. Hartmann, M. Gröger, J. Vogt, T. Merz, O. McCook, M. Fink, S. Kress, M. Georgieff, J.F. Kunze, P.L. Radermacher, S.O Reber and M. Wepler. Effects of psychosocial stress on subsequent hemorrhagic shock and resuscitation in male mice. Shock (in press)

Maatouk, I., A. Müller, P. Angerer, R. Schmook, C. Nikendei, K. Herbst, M. Gantner, W. Herzog and H. Gündel (2018). Healthy ageing at work— Efficacy of group interventions on the mental health of nurses aged 45 and older: Results of a randomised, controlled trial. PLoS ONE 13(1): e0191000. [PubMed][DOI:10.1371/journal.pone.0191000]

Modica, C. and K. Hoenig (2018). Mindfulness in Follow-Up Care After Breast Cancer: Can It Prevent Recurrence. Breast Care 13(2): 101-107. [PubMed][DOI:10.1159/000488716]

Osin, R., A. L. Pankrath, D. Niederwieser, H. Döhner, K. Hönig, M. Vogelhuber, A. Mehnert, G. Weißflog and J. Ernst (2018). Dyadic Coping of Patients with Haemato-Oncological Diseases and their Partners: Discrepancy Indexes and Association with Social Support and Psychological Distress. Psychother Psychosom Med Psychol. 68(2): 55-65. [PubMed] [DOI: 10.1055/s-0043-110137]

Oster, J. and J. Melches (2018). Künstlerische Therapeuten im Gesundheitswesen. Gesundheitswesen 80(06): 545-550. [PubMed][DOI:10.1055/s-0042-106969]

Pankrath, A. L., G. Weißflog, A. Mehnert, D. Niederwieser, H. Döhner, K. Hönig, H. Gündel, M. Vogelhuber, M. Friedrich and J. Ernst (2018). The relation between dyadic coping and relationship satisfaction in couples dealing with haematological cancer. Eur J Cancer Care (Engl). 27(1). [PubMed][DOI:10.1111/ecc.12595]

Rothermund, E., M. Michaelis, M. N. Jarczok, E. M. Balint, R. Lange, S. Zipfel, H. Gündel, M. A. Rieger and F. Junne (2018). Prevention of Common Mental Disorders in Employees. Perspectives on Collaboration from Three Health Care Professions. International Journal of Environmental Research and Public Health 15(2). [DOI:10.3390/ijerph15020278]

Schneegans, H., K. Hoenig, M. Ruchsow, M. Spitzer, B. J. Connemann and M. Kiefer (2018). Semantic Ambiguity Resolution in Patients With Bipolar Disorder—An Event-Related Potential Study. Frontiers in Psychology 9: 270. [PubMed][DOI:10.3389/fpsyg.2018.00270]

Spohrs, J., J. E. Bosch, L. Dommes, P. Beschoner, J. C. Stingl, F. Geiser, K. Schneider, J. Breitfeld and R. Viviani (2018). Repeated fMRI in measuring the activation of the amygdala without habituation when viewing faces displaying negative emotions. PLOS ONE 13(6): e0198244. [PubMed][DOI:10.1371/journal.pone.0198244]

Tracy, L. M., M. N. Jarczok, R. J. Ellis, C. Bach, T. K. Hillecke, J. F. Thayer and J. Koenig (2018). Heart Rate Variability and Sensitivity to Experimentally Induced Pain: A Replication. Pain Practice 18(5): 687-689. [PubMed][DOI:10.1111/papr.12652]

Viviani, R., L. Dommes, J. Bosch, J. C. Stingl and P. Beschoner (2018). The neural correlates of decisions about sadness in facial expressions. Journal of Neuroscience, Psychology, and Economics, 11(2): 93-105. [DOI:10.1037/npe0000081]

Viviani, R., L. Dommes, J. E. Bosch, J. C. Stingl and P. Beschoner (2018). A Computerized Version of the Scrambled Sentences Test. Frontiers in Psychology 8: 2310. [PubMed][DOI:10.3389/fpsyg.2017.02310]

Weimer, K., H. Sauer, B. Horing, F. Valitutti, N. Mazurak, S. Zipfel, A. Stengel, P. Enck and I. Mack (2018). Impaired Gastric Myoelectrical Reactivity in Children and Adolescents with Obesity Compared to Normal-Weight Controls. Nutrients 10(6). [PubMed][DOI:10.3390/nu10060699]

Werner, P., A. Al-Hamadi, K. Limbrecht-Ecklundt, S. Walter and H. C. Traue (2018). Head movements and postures as pain behavior. PLOS ONE 13(2): e0192767. [PubMed][DOI:10.1371/journal.pone.0192767]

Ziser, K., K. Giel, G. Resmark, C. Nikendei, H.-C. Friederich, S. Herpertz, M. Rose, M. de Zwaan, J. von Wietersheim, A. Zeeck, A. Dinkel, M. Burgmer, B. Löwe, C. Sprute, S. Zipfel and F. Junne (2018). Contingency Contracts for Weight Gain of Patients with Anorexia Nervosa in Inpatient Therapy: Practice Styles of Specialized Centers. Journal of Clinical Medicine 7(8). [PubMed][DOI:10.3390/jcm7080215]

2017

  • Eissler, A.B., Sailer, M., Eissler, C., Jerg-Bretzke, L. (2017). Vermittlung von Bewältigungsstrategien im Studium zur Vorbereitung auf Belastungsfaktoren im Arbeitskontext.. Pflegewissenschaft. 5/6 236-244. [www]
     
  • Ernst, J., Hinz, A., Niederwieser, D., Döhner, H., Hönig, K., Vogelhuber, M., Mehnert, A., Weissflog, G. (2017). Dyadic coping of patients with hematologic malignancies and their partners and its relation to quality of life – a longitudinal study. Leukemia & Lymphoma. 58 (3), 655-665. [Abstract] [doi] [www]
     
  • Friederich, H.C., Brockmeyer, T., Wild, B., Resmark, G., de Zwaan, M., Dinkel, A., Herpertz, S., Burgmer, M., Löwe, B., Tagay, S., Rothermund, E., Zeeck, A., Zipfel, S., Herzog, W. (2017). Emotional Expression Predicts Treatment Outcome in Focal Psychodynamic and Cognitive Behavioural Therapy for Anorexia Nervosa: Findings from the ANTOP Study. Psychotherapy and Psychosomatics. 86 (2), 108-110. [www]
     
  • Gander, M., George, C., Pokorny, D., Buchheim, A. (2017). Assessing Attachment Representations in Adolescents: Discriminant Validation of the Adult Attachment Projective Picture System. Child Psychiatry & Human Development. 48 (2), 270-282. [Abstract] [doi] [www]
     
  • Herr, R. M., Barrech, A., Guendel, H., Lang, J., Quinete, N.S., Angerer, P., Li, J. (2017). Effects of psychosocial work characteristics on hair cortisol - findings from a post-trial study. Stress-the International Journal on the Biology of Stress. 20 (4), 363-370. [Abstract] [doi] [www]
     
  • Hoppmann, U., Bauersachs, J., Krause, S., Rottler, E., Guendel, H., Waller, C. (2017). Misalignment of the peripheral adrenomedullary and dopaminergic Stress Axes in Patients with coronary Heart Disease and depressive Comorbidity. Zeitschrift Fur Psychosomatische Medizin Und Psychotherapie. 63 (1), 67-68. [www]
     
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  • Langgartner, D., Foertsch, S., Füchsl, A.M., Reber, S.O. (2017). Light and water are not simple conditions: fine tuning of animal housing in male C57BL/6 mice. Stress. 20 (1), 10-18. [Abstract] [doi] [www]
     
  • Li, J., Riedel, N., Barrech, A. Herr, R.M., Aust, B., Moertl, K., Siegrist, J., Guendel, H., Angerer, P. (2017). Nine-Year Longitudinal Psychosocial and Mental Outcomes of a Stress Management Intervention at Work Using Psychotherapeutic Principles. Psychotherapy and Psychosomatics. 86 (2), 113-115. [doi] [www]
     
  • Noll-Hussong, M. (2017). Whiplash Syndrome Reloaded: Digital Echoes of Whiplash Syndrome in the European Internet Search Engine Context. JMIR Public Health Surveill. 3 (1), e15. [Abstract] [doi] [www]
     
  • Oster, J., von Wietersheim, J., Müller, G., Braunger, C. (2017). Die prognostische Bedeutung von ICF-Faktoren für die Umsetzung von Empfehlungen aus dem ärztlichen Entlassungsbericht nach einer stationären psychosomatischen Rehabilitation. Psychother Psych Med. 67 (05), 195-202. [doi]
     
  • Peterlik, D., Stangl, Ch., Bauer, A., Bludau, A., Keller, J., Grabski, D., Killian, T., Schmidt, D., Zajicek, F., Jaeschke, G., Lindemann, L., Reber, S.O., Flor, P.J., Uschold-Schmidt, N. (2017). Blocking metabotropic glutamate receptor subtype 5 relieves maladaptive chronic stress consequences. Brain, Behavior, and Immunity. 59 79-92. [Abstract] [doi] [www]
     
  • Probst, T., Sattel, H., Henningsen, P., Gündel, H., Lahmann, C. (2017). Alexithymia as a Moderator of Treatment Outcomes in a Randomized Controlled Trial on Brief Psychodynamic Interpersonal Psychotherapy for Patients with Multisomatoform Disorder. Psychotherapy and Psychosomatics. 86 (1), 57-59. [www]
     
  • Roder, E.Kohler-Dauner, F., Krause, S., Appelganz, A., Richter, I., Miller, L., Dobler, S., Rottler, E., Guendel, H., Ziegenhain, U., Waller, C. (2017). Desynchronisation of the autonomic nervous system in mother-child-dyads during SSP: Influence of maltreatment and neglect. Journal of Psychosomatic Research. 97 166-166. [doi] [www]
     
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  • Schury, K., Koenig, A. M., Isele, D., Hulbert, A. L., Krause, S., Umlauft, M., Kolassa, S., Ziegenhain, U., Karabatsiakis, A., Reister, F., Guendel, H., Fegert, J.M., Kolassa, I.T. (2017). Alterations of hair cortisol and dehydroepiandrosterone in mother-infant-dyads with maternal childhood maltreatment. Bmc Psychiatry. 17 10. [Abstract] [doi] [www]
     
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