Schneller Einblick in den Rehabilitationsalltag

Liebe Rehabilitandinnen und Rehabilitanden,

vielen Dank, dass Sie die Klinik für Rehabilitationsmedizin für Ihre Rehabilitationsmaßnahme gewählt haben.

Für einen schnellen Einblick in Ihren Rehabilitationsalltag haben wir die häufigsten Fragen in dieser Übersicht kurz zusammengefasst.

Organisatorisches & Hotelservice

Die Klinik für Rehabilitationsmedizin umfasst 3 stationäre Bereiche. Der Starthilfebereich GH ist im Haupthaus Gebäude A im 2. Stock. Der Außenbauteil Hotel Nord ist im Nebengebäude D (Wegleitsystem blaue Füße). Der Außenbauteil Hotel Süd (Recover) ist im Nebengebäude E (Wegleitsystem orangene Füße).

Es gibt keine festen Besuchszeiten.

Ja, im Bedarfsfall kann dies ermöglicht werden. Die Hotelfachkräfte sind Ihnen hierbei gerne behilflich.

Grundsätzlich ist eine Beurlaubung im Rahmen einer stationären Rehabilitationsmaßnahme nicht vorgesehen. In Ausnahmefällen gibt es die Möglichkeit einer Beurlaubung am Wochenende, jedoch nicht am 1. Wochenende, sofern Sie nahtlos vom Krankenhausaufenthalt in die Rehabilitationsmaßnahme übergeleitet worden sind. Hier gilt die Regel der Beurlaubungsmöglichkeit ab dem 2. Wochenende. Voraussetzung ist die medizinische Freigabe hierfür durch die Ärztinnen und Ärzte. Die Therapien am Samstagvormittag sind zudem zwingend wahrzunehmen, d.h. im Falle einer Beurlaubung, beginnt diese nach den Therapien.

Die Urlaubsanträge sind an der jeweiligen Rezeption erhältlich (Hotel Nord + Süd). In der Starthilfestation erhalten Sie die Urlaubsanträge im Pflegestützpunkt. Hinweis: 1 Urlaubsschein = 1 Tag, bzw. 1 Übernachtung

Bitte geben Sie ihren Urlaubsantrag bis Mittwochnachmittag des kommenden Wochenendes an der jeweiligen Rezeption bei den Hotelfachkräften ab.

Für die Mahlzeiten im Speisesaal gelten die jeweils aktuellen Zeiten, welche Sie ihrem Therapieplan entnehmen können. Zusätzlich gibt es im Hotel Süd (Recover) die Möglichkeit das Frühstück vor Ort im Frühstücksraum bzw. Lounge-Bereich einzunehmen.

Generell dürfen Sie ihr Handy benutzen. Wir bitten allerdings darum, dies während der Therapiezeiten, im gesamten Therapiebereich und während der Visite auf lautlos zu stellen. Vielen Dank!

Ja, es gibt für Patientinnen und Patienten ein kostenfreies WLAN.

Nein, für die Nutzung des Telefons fallen keine Gebühren an. Sie benötigen keine Karte.

Die Nummer zu dem Zimmertelefon finden Sie auf der zugehörigen Anleitung.

Diese können Sie im Patientenservice (Bauteil-B, 1. Stock) zu den dortigen Öffnungszeiten abholen.

Montag – Freitag 08:00 – 11:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag 13:00 – 14:30 Uhr
Fragen zu medizinisch-pflegerischen Abläufen und Inhalten

Die Zeiten für die Stationsvisiten werden Ihnen in ihrem Terminplan, den Sie täglich ausdrucken, angezeigt.

Starthilfestation GH Montag 14:30 bis 16:00 Uhr
Hotel Nord (1. Etage) Montag 16:00 bis 17:00 Uhr
Hotel Süd Donnerstag 14:00 bis 17:00 Uhr
Hotel Nord (2. – 5. Etage) Mittwoch 15:00 bis 17:00 Uhr
Zusätzlich werden die Visitenzeiten in ihrem Terminplan angezeigt.

In Notfällen bitte wir Sie die Notfallklingel in Ihrem Zimmer zu betätigen/ auszulösen.
Bei Fragen oder Bedarfen, wie Hilfeleistung usw. erreichen Sie uns telefonisch:
Hotel Süd: 5436
Hotel Nord: 5640
Starthilfe: 5170

Während der Behandlungszimmerzeit/ Pflegesprechzeit ist der Pflegestützpunkt des Pflegepersonals für Sie geöffnet. Jedem Reha-Bereich ist ein Pflegestützpunkt zugeordnet.

Hotel Süd: Montag – Freitag: 07:00- 07:45 Uhr und 17:00- 18:00 Uhr
Wochenende und Feiertag: 07:45- 08:30 Uhr
16:00 -17:00 Uhr
Hotel Nord: Montag- Freitag: 07:00- 07:45 Uhr und 18:30- 19:30 Uhr
Wochenende und Feiertag: 08:30- 09:00 Uhr
18:30- 19:30 Uhr
Für die Starthilfestation GH gilt:
Montag bis Freitag:
Morgens: Rundgang durch die Pflege ab 06:45 Uhr
Abends: Rundgang durch die Pflege ab 19:00 Uhr
Nachts: Rundgang durch die Pflege
Wochenende und Feiertag:
Morgens: Rundgang durch die Pflege ab 06:45 Uhr
Abends Rundgang durch die Pflege zwischen 17:00 Uhr und 20:00 Uhr
Nachts: Rundgang durch die Pflege

Die Hausmedikation ist von den Rehabilitanden selbst für den Behandlungszeitraum mitzubringen. Die Medikamente, welche Sie aufgrund ihrer aktuellen Behandlung benötigen, wie z.B. Thrombosespritzen, Schmerzmedikamente, erhalten Sie von uns. Sollte Ihnen trotz allem etwas aus Ihrer eigenen Medikation ausgehen, bitten wir Sie, uns rechtzeitig zu kontaktieren.

In der Regel erfolgt am ersten Tag nach Ihrer Aufnahme in der Rehabilitation ein sogenanntes Aufnahmelabor. Ob darüber hinaus weitere Blutentnahmen notwendig sind, entscheiden die Ärzte.

Bei der Pflegevisite wird nochmal ein Vitalzeichencheck (Blutdruck, Puls, Temperatur, Gewicht) durchgeführt und Sie haben die Gelegenheit uns ein Feedback zu geben, bzw. den bisherigen Aufenthalt mit uns zu reflektieren.

Duschpflaster können Sie während der Öffnungszeiten im Behandlungszimmer abholen. Gerne geben wir Ihnen auch einen kleinen Vorrat mit, sofern Sie dieses selbst aufbringen können.

Die OP-Naht sollte bis einen Tag nach Fadenzug/ Klammerentfernung mit einem Duschpflaster abgeklebt werden. Bei Besonderheiten/ Abweichungen, entscheiden dies unsere Ärztinnen und Ärzte.

Klammern / Fäden werden in der Regel am 14. Tag nach Ihrer Operation entfernt.

In der Verbandsprechstunde erfolgen Wundkontrollen, Wundversorgung, Entfernung von Klammer- bzw. Nahtmaterial.

In der Regel sind es 4 Wochen nach der Operation. Dies ist allerdings vom Belastungsgrad (Teilbelastung oder Vollbelastung) abhängig. Individuell können sich ebenfalls Abweichungen von der Norm ergeben.

Die Strümpfe (ATS) sollten alle 2 Tage gewechselt werden. Diese erhalten Sie im Pflegestützpunkt zu den jeweiligen Öffnungszeiten. Im Bedarfsfall kann auch ein täglicher Wechsel sinnvoll sein.

Die Zeitdauer wird in Abhängigkeit des Schwellungszustandes der betroffenen Körperregionen individuell entschieden.

Wenn Sie selbst feststellen, dass Sie weniger Schmerzmittel benötigen, unterstützen wir Sie sehr gerne dabei. Das Ziel in der Reha ist generell, möglichst wenig, im Idealfall gar keine, Schmerzmedikamente zu benötigen.
Auch für die Therapie kann es hilfreich sein, wenn Sie wirklich nur so viel Schmerzmittel einnehmen, wie Sie tatsächlich benötigen. Wenn Sie Fragen zur Medikation haben wenden Sie sich bitte jederzeit an die Pflege und die Ärzte, wir beraten Sie gerne!

Sie dienen zur Kühlung und haben auch eine entzündungshemmende Wirkung.

Diese bekommen Sie inklusive einer Anleitung zur Anwendung im Behandlungszimmer bei der Pflege zu den angegebenen Zeiten bzw. bei Bedarf auch zu individuellen Zeiten.

Fragen zum Bereich Therapie

Am Samstagvormittag finden noch Therapieeinheiten statt. Diese können Sie ihrem Therapieplan entnehmen. Am Sonntag sind keine Therapien. An Feiertagen finden in der Regel auch keine Therapien statt, Ausnahmen gibt es bei mehreren, sich aneinanderreihenden Feiertagen, wie z.B. zu Ostern, Pfingsten, Weihnachten. In diesen Fällen werden Sie gesondert darüber informiert.

Bringen Sie diese bitte unbedingt zu allen Terminen mit.

Bitte drucken Sie ihren Therapieplan tagesaktuell jeden Morgen zwischen 07:30 und 08:00 Uhr an den zur Verfügung stehenden Terminals (Rezeptionsbereich Hotel Nord und Süd, Zentralbereich Therapie).

Hinweis: Freitags kann die erste Therapie bereits um 08:00 Uhr starten. Bitte halten Sie sich unbedingt an die geplanten Zeiten.

Anmerkung: Rehabilitanden der Starthilfestation GH bekommen ihren Therapieplan am Morgen zwischen 07:45 Uhr und 08:00 Uhr ins Zimmer gebracht.

Ihre Anwendungen werden durch das Terminmanagement geplant. Die Inhalte werden durch die Ärzt*innen und Therapeut*innen festgelegt.
Selbstverständlich können Sie jederzeit mit ihrem Therapeuten Rücksprache halten, falls Sie Fragen zu ihrem Plan haben oder Ihnen bspw. die Wechselzeiten nicht reichen.

Einen Tag nach Klammer-/ Fadenzug gibt es eine Wundkontrolle in der Verbandsprechstunde, wo dann auch entschieden wird, ob die Teilnahme am Bewegungsbad möglich ist.

Bis 3 Wochen nach der Operation und bis Sie 90° Hüftbeugung erreicht haben. Den genauen Zeitpunkt klären Sie bitte final mit ihrem Physiotherapeuten.

Das Sitzkissen können Sie im Pflegestützpunkt zu den angegebenen Öffnungszeiten abgeben.

Sobald Sie schmerzfrei und ohne Ausweich- und Hink-Bewegungen gehen können. Solange Sie die Stützen benötigen, benutzen Sie bitte immer beide Stützen. Final klären Sie den Zeitpunkt bitte auch hier mit Ihrem Physiotherapeuten oder Ihrer Physiotherapeutin.

Sobald Sie in der Reha sind, wird dies mit Ihnen beübt. Mit Hilfe eines Kissens zwischen den Beinen können Sie dann bequem auf der Seite liegen. Auf der operierten Seite dürfen Sie nach Rücksprache mit dem Arzt liegen, wenn keine Klammern oder Fäden mehr vorhanden sind und die Narbe schmerzfrei und abgeheilt ist.

Dieses erhalten Sie von den Hotelfachkräften.

Wenn Sie Ihre Rehabilitation mit der Deutschen Rentenversicherung bei uns durchführen, besteht die Möglichkeit, dass wir für Sie ein Nachsorgeprogramm verordnen (IRENA), welches Sie bei uns oder auch heimatnah durchführen können.

Bitte informieren Sie sich dazu auf der Homepage der Rentenversicherung über die Einzelheiten und Modalitäten:
www.nachderreha.de

Wenn Sie Interesse am Nachsorgeprogramm haben sprechen Sie uns in der Therapie oder während der Stationsvisite an.

Bringen Sie diese bitte unbedingt zu allen Terminen mit.

Fragen zu den Alltagsaktivitäten

Sie müssen 3 Kriterien erfüllen bevor Sie wieder aktiv am Verkehr teilnehmen dürfen:

  1. Sie müssen das Bein voll belasten können

  2. Sie müssen frei von Schmerzmitteln sein

  3. Sie müssen 200m gehen können

Je nach Operation kann dies variieren. Generell müssen die Knie und Hüften bis mindestens 90° beugen können, Klammern und Fäden müssen bereits entfernt sein. Dies besprechen Sie bitte konkret mit Ihren behandelnden Therapeuten.

Je nach Operation kann es sein, dass Sie in der Belastbarkeit verringert sind. Da dies sehr individuell sein kann, sollte dieses Thema in der Therapie und mit den Ärzten geklärt werden.

Je nach Arbeitsplatzsituation kann eine stufenweise Wiedereingliederung am Arbeitsplatz sinnvoll sein. Wenn die Eingliederung innerhalb von 4 Wochen nach Entlassung aus der Reha beginnt, muss die Eingliederung von der Reha aus eingeleitet werden. Dazu erhalten Sie im Bedarfsfall einen Termin beim Klinischen Sozialdienst, der die Anträge mit Ihnen und dem Arbeitgeber abstimmt.

Beginnt die stufenweise Eingliederung später als 4 Wochen nach Entlassung aus der Reha, dann ist der Hausarzt der richtige Ansprechpartner.
Darüber hinaus freuen wir uns, wenn wir Ihnen auch persönlich noch weitere Fragen beantworten können oder beratend zur Seite stehen dürfen.

Wir hoffen, Ihnen hiermit eine schnelle Orientierung geben zu können und wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt bei uns im Zentrum für Integrierte Rehabilitation in den RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm.