Die gezielte Suche nach den Ursachen einer erhöhten Blutungsneigung erfordert ein schrittweises Vorgehen. Die Zentrale Einrichtung für Klinische Chemie (ZEKCh) bietet dafür ein zusammengestelltes Untersuchungspanel an. Dieses soll Ihnen die gezielte Suche erleichtern und die papierlose (beleglose) Anforderung im System vereinfachen.

Für welche Patienten ist das Panel gedacht?

  • Hauptzielgruppe: Patienten, die in ihrer Krankengeschichte bereits Anzeichen für eine erhöhte Blutungsneigung zeigen.
  • Voraussetzung: Vor der Laboruntersuchung muss eine ausführliche Befragung des Patienten zu seiner Blutungsgeschichte (Blutungsanamnese) stattfinden.
  • Wichtige Abgrenzung: Das Paket ist nicht für Patienten gedacht, bei denen es erst frisch nach einer Operation oder einem Eingriff zu Blutungen kam.

Bewertung der Ergebnisse und Beratung

  • Zusammenhang beachten: Die Laborwerte dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Sie müssen immer zusammen mit der Krankengeschichte des Patienten ausgewertet werden.
  • Rücksprache halten: Bei unklaren oder komplizierten Ergebnissen ist eine direkte Absprache mit dem Labor ratsam.

Inhalt des Untersuchungspanel

  • Standard-Gerinnungswerte: Quick-Wert, aPTT, Thrombinzeit (TZ), Fibrinogen, Antithrombin
  • Von-Willebrand-Faktor (wichtig für die Blutstillung): vWF-Aktivität, vWF-Kollagenbindung, vWF-Antigen
  • Einzelne Gerinnungsfaktoren: Faktor VIII, Faktor IX, Faktor XI, Faktor XIII
  • Plättchenfunktion & Entzündung: Thrombozytenfunktion (PFA), CRP

 

Ein erniedrigter Quick-Wert kann verschiedene Ursachen haben. Um Ihnen die gezielte Suche nach den Gründen zu erleichtern und die papierlose (beleglose) Anforderung im System zu vereinfachen, bietet die Zentrale Einrichtung für Klinische Chemie (ZEKCh) ein spezielles Untersuchungspanel an.

Häufige Ursachen für einen niedrigen Quick-Wert

Der Quick-Wert wird im Wesentlichen durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • Medikamente: Einnahme von Gerinnungshemmern (wie z. B. Heparin oder Marcumar).
  • Mangel an Gerinnungsfaktoren: Ein angeborener oder erworbener Mangel an bestimmten Eiweißen der Blutgerinnung (z. B. durch Leberschäden oder einen hohen Blut- und Gerinnungsverlust bei schweren Blutungen).
  • Fehlfunktionen des Immunsystems: Vorhandensein von bestimmten Abwehrstoffen, die die Gerinnung stören (sogenannte Lupus-Antikörper).

Bewertung der Ergebnisse und Beratung

  • Zusammenhang beachten: Die Laborergebnisse dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Sie müssen immer zusammen mit der Krankengeschichte des Patienten bezüglich seiner Blutungsneigung ausgewertet werden.
  • Rücksprache halten: Bei unklaren Befunden wird eine telefonische Absprache mit dem Labor empfohlen.

Inhalt des Untersuchungspanel

  • Blutbild: Maschinelles Differentialblutbild
  • Standard-Gerinnungswerte: Quick-Wert, aPTT, Thrombinzeit (TZ), Fibrinogen, Antithrombin
  • Einzelne Gerinnungsfaktoren: Faktor II, Faktor V, Faktor VII, Faktor IX, Faktor X
  • Leberwerte (zur Prüfung der Leberfunktion): GOT, GPT, GGT, AP, Bilirubin, Cholinesterase, Albumin

Eine verlängerte aPTT (ein Wert zur Bestimmung der Blutgerinnungszeit) kann verschiedene Ursachen haben. Um Ihnen die gezielte Suche nach den Gründen zu erleichtern und die papierlose (beleglose) Anforderung im System zu vereinfachen, bietet die Zentrale Einrichtung für Klinische Chemie (ZEKCh) ein spezielles Untersuchungspanel an.

Die aPTT wird im Wesentlichen durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • Medikamente: Einnahme von Gerinnungshemmern (wie z. B. Heparin oder Marcumar).
  • Mangel an Gerinnungsfaktoren: Ein angeborener oder erworbener Mangel an bestimmten Eiweißen der Blutgerinnung (z. B. bei der Bluterkrankheit/Hämophilie oder durch einen hohen Blut- und Gerinnungsverlust bei schweren Blutungen).
  • Von-Willebrand-Syndrom: Eine angeborene Störung der Blutstillung.
  • Fehlfunktionen des Immunsystems: Vorhandensein von bestimmten Abwehrstoffen, die die Gerinnung stören (sogenannte Lupus-Antikörper).

Bewertung der Ergebnisse und Beratung

  • Zusammenhang beachten: Die Laborergebnisse dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Sie müssen immer zusammen mit der Krankengeschichte des Patienten bezüglich seiner Blutungsneigung ausgewertet werden.
  • Wichtiger Hinweis zur Erweiterung: Dieses Panel enthält keine Untersuchung auf ein Von-Willebrand-Syndrom. Bei entsprechendem Verdacht muss der Auftrag separat erweitert werden (z. B. durch das vWF-Panel).
  • Rücksprache halten: Bei unklaren Befunden wird eine telefonische Absprache mit dem Labor empfohlen.

Inhalt des Untersuchungspanel

  • Blutbild: Maschinelles Differentialblutbild
  • Standard-Gerinnungswerte: Quick-Wert, aPTT, Thrombinzeit (TZ), Fibrinogen
  • Einzelne Gerinnungsfaktoren: Faktor VIII, Faktor IX, Faktor XI, Faktor XII
  • Antikörper-Diagnostik: Lupus-Antikörper (Lupusinhibitoren), ß2-Glycoprotein-Antikörper (IgG und IgM), Cardiolipin-Antikörper (IgG und IgM)

D-Dimere sind für folgende klinische Fragestellungen sinnvoll:

  • Ausschluss einer venösen Thromboembolie (VTE): Insbesondere zum sicheren Ausschluss einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) oder einer Lungenembolie (LE).
  • Verbrauchskoagulopathie (DIC): Zur Diagnose und Verlaufskontrolle bei Verdacht auf eine lebensbedrohliche, den ganzen Körper betreffende Gerinnungsaktivierung. 
  • Risiko-Abschätzung: Zur Vorhersage wiederkehrender Thrombosen und zur Risikobewertung von Thrombosepatienten.
  • Schwangerschafts-Komplikation: Bei Verdacht auf eine beginnende Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung).

DIC-​Score der ISTH

Wells-​Score für die Lungenembolie

Wells-​Score für die tiefe Beinvenenthrombose

Quick-Wert und INR (International Normalized Ratio)

  • Der Quick-Wert: Dieser Wert gibt die Gerinnungszeit einer Patientenprobe im Vergleich zu einem Normalplasma in Prozent an. Durch diesen Bezug auf ein Normalplasma werden Unterschiede im Testmaterial (Reagenzien) ausgeglichen, was eine eingeschränkte Vergleichbarkeit zwischen Laboren ermöglicht.
  • Die INR: Um die Vergleichbarkeit bei Patienten unter dauerhafter Einnahme von Gerinnungshemmern (orale Antikoagulation mit z. B. Marcumar) weiter zu verbessern, wurde 1983 von der WHO die INR eingeführt. Sie rechnet den Quick-Wert anhand von herstellerspezifischen Korrekturfaktoren (ISI-Werte) um. Die INR wird heute weltweit von allen Fachgesellschaften zur Therapiekontrolle empfohlen.

Wichtige Grenzen der INR-Vergleichbarkeit

Die mathematische Umrechnung und Standardisierung der INR gilt ausschließlich für:

  1. Stabil eingestellte Patienten unter dauerhafter oraler Antikoagulation.

  2. Proben mit einem Quick-Wert unter 40 %.

In den folgenden Situationen ist die INR nicht aussagekräftig:

  • In der Anfangsphase einer neu begonnenen Behandlung mit Gerinnungshemmern.
  • Bei Gerinnungsstörungen, die durch eine schwere Leberschädigung (Lebersynthesestörung) verursacht werden.

Stellenwert der Prothrombin-Time (Gerinnungszeit in Sekunden)

  • Klinischer Alltag: Die tatsächliche Gerinnungszeit in Sekunden (Prothrombin-Time) ist stark vom jeweiligen Laborgerät und dem verwendeten Testmaterial abhängig. Sie dient der Zentrale Einrichtung für Klinische Chemie (ZEKCh) intern lediglich als Basis zur Berechnung des Quick-Werts. Von einer Verwendung der Prothrombin-Time für die Behandlung und Beurteilung von Patienten wird ausdrücklich abgeraten.
  • Forschung und Studien: Für wissenschaftliche Zwecke kann die Prothrombin-Time auf Anfrage ausgegeben werden. Dies muss im Studienantrag explizit beantragt werden.

Generelle Hinweise zur Marcumarisierung finden sie hier: (Externer Link, Uniklinikum Mainz)

letzte Änderung: 29.07.2026

Ansprechpartner & Rückfragen

  • Fachliche Leitung: Dr. Zhou

Thrombophiliediagnostik am ZEKCH
Das ZEKCH bietet im Rahmen der Thrombophiliediagnostik folgende Analysen an:

  • Protein C: Aktivität | Antigen (externer Versand)
  • Protein S: Gesamtaktivität | freies Antigen
  • Antithrombin: Aktivität
  • Antiphospholipid-Syndrom (APS) / Lupus-Inhibitoren: dRVVT, lupussensitive aPTT, Plasmatauschversuche
  • Antikörper: Cardiolipin (IgG/IgM) | ß2-Glykoprotein-I (IgG/IgM)
  • Genetische Mutationen:
    • Faktor-V-Leiden & Prothrombin (G20210A)
    • MTHFR-Mutationen (C677T & A1298C, externer Versand)

Details zu den einzelnen Parametern finden Sie weiter unten oder im Leistungsverzeichnis.

Anforderungsmodi & Dauer

  • Flexibilität: Parameter sind einzeln oder als Gesamtprofil („Thrombophiliediagnostik“) anforderbar.
  • Stufendiagnostik: Die Profilanforderung erfolgt als strukturierte Stufendiagnostik inklusive schriftlicher Befundung.
  • Bearbeitungszeit: Je nach Analyseumfang ca. 1 Woche nach Probeneingang.
  • Qualität: Unser Screening-Panel wird kontinuierlich an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst.

Wichtiger Hinweis zur Genetik (GenDG)
Für alle PCR-Untersuchungen ist die Beilage dieser [Einverständniserklärung] zwingend erforderlich. Gemäß Gendiagnostikgesetz (GenDG) setzt eine genetische Analyse die nachweisbare ärztliche Aufklärung sowie die schriftliche Einwilligung des Patienten (oder dessen Erziehungsberechtigten) voraus.

Klinische Bedeutung

Protein C ist ein Vitamin-K-abhängiges Proenzym aus der Leber mit kurzer Halbwertszeit. Als aktiviertes Protein C (APC) reguliert es die Blutgerinnung, indem es die Faktoren Va und VIIIa inaktiviert und die Fibrinolyse steigert. Ein Mangel erhöht das Thromboserisiko signifikant (Thrombophilie), besonders bei zusätzlichen Risikofaktoren (z. B. Operationen, Genetik). [1, 2, 3, 4, 5]

  • Homozygoter Mangel: Manifestiert sich bei Neugeborenen als lebensbedrohliche Purpura fulminans.
  • Cumarin-Therapie: In der Initialphase droht durch den raschen Abfall von Protein C eine passagere Hyperkoagulabilität (Thromboserisiko). [1, 2, 3, 4, 5]

Ursachen für veränderte Werte

Verminderung (Protein C-Mangel)

  • Angeboren: Typ I (Aktivität & Konzentration ↓) | Typ II (Aktivität ↓ bei normaler/erhöhter Konzentration).
  • Erworben (Synthesestörung): Lebererkrankungen, Vitamin-K-Mangel, Asparaginasetherapie.
  • Erworben (Umsatz/Verlust): Verbrauchskoagulopathie (DIC), Sepsis/SIRS, schwere Entzündungen, Hyperfibrinolyse, massiver Blutverlust (Verlust-/Dilutionskoagulopathie), Polytrauma, Verbrennungen, große Operationen.
  • Inhibitoren: Lupus-Antikoagulanzien. [1, 2, 3, 4, 5]

Erhöhung
Schwangerschaft, orale Kontrazeptiva, nephrotisches Syndrom, ischämische Herzerkrankungen, Diabetes mellitus (letzterer kann auch zu einem Mangel führen). [1, 2, 3]

Interpretation & Befundung

  • Referenzbereich (Aktivität): 70–140 %
  • Werte < 5 %: Hochgradiger Verdacht auf einen homozygoten Mangel.
  • Diagnostische Herausforderung: Starke Überlappung zwischen Normalbereich und subnormalen Werten.
  • Wichtig: Präanalytisch muss strikt zwischen einem angeborenen und dem bei stationären Patienten sehr häufigen (passageren) erworbenen Mangel differenziert werden. Leitsymptom ist meist nur die (familiäre) Thromboseanamnese.

Klinische Bedeutung & Physiologie

Protein S ist ein in der Leber gebildetes, Vitamin-K-abhängiges Protein. Es wirkt als essenzieller Kofaktor des aktivierten Protein C (APC) bei der Inaktivierung der Faktoren Va und VIIIa.

  • Fraktionen: Liegt im Plasma zu ca. 60 % an das Akut-Phase-Protein C4b-Bindungsprotein (C4b-BP) gebunden vor. Nur das freie Protein S (ca. 40 % Anteil) ist biologisch aktiv.
  • Klinik: Ein Mangel erhöht das Thromboserisiko (Thrombophilie) signifikant. Ein extrem seltener homozygoter Mangel führt im Neugeborenenalter zu einer lebensbedrohlichen Purpura fulminans. Ein heterozygoter Mangel kann bei Cumarin-Start zu Hautnekrosen führen.
  • Abgrenzung: Bei Lebererkrankungen, Cumarin-Therapie oder DIC ist der Protein-S-Mangel meist deutlich schwächer ausgeprägt als der gleichzeitige Protein-C-Mangel.

Klassifikation & Ursachen

Angeborener Protein-S-Mangel

  • Typ I (quantitativ): Gesamt-Protein S ↓ | freies Protein S ↓ | Aktivität ↓
  • Typ II (qualitativ): Gesamt- & freies Protein S normal/↑ | Aktivität ↓
  • Typ III: Gesamt-Protein S normal | freies Protein S ↓ | Aktivität ↓ (wird oft als präanalytisches Artefakt von Typ I diskutiert)

Erworbener Protein-S-Mangel

  • Synthesestörungen: Lebererkrankungen, Vitamin-K-Mangel, Asparaginasetherapie.
  • Umsatz & Verlust: DIC, Sepsis/SIRS, Entzündungen (durch Anstieg des Akut-Phase-Proteins C4b-BP), Dilutionskoagulopathie, Polytrauma, große Operationen.
  • Inhibitoren: Lupus-Antikoagulanzien, sehr selten spezifische Inhibitoren bei Purpura fulminans.

Interpretation & Wichtige Präanalytik

  • Referenzbereich: Geschlechtsabhängig, Erwachsene orientierend 60–140 %. Werte < 5 % weisen auf einen homozygoten Mangel hin.
  • Präanalytik-Warnung: Die Protein-S-Aktivität reagiert extrem empfindlich auf verzögerte Probenverarbeitung. Grenzwertig oder mäßig erniedrigte Aktivitäten sind meist präanalytisch bedingt.
  • Empfehlung für das Screening: Für Routine-Untersuchungen (z. B. vor der Verordnung von oralen Kontrazeptiva) sollte primär das freie Protein-S-Antigen und nicht die Aktivität bestimmt werden.

Klinische Bedeutung & Pathophysiologie

Antiphospholipid-Antikörper (APA) sind die häufigsten erworbenen Gerinnungsinhibitoren. Sie bilden eine heterogene Gruppe, die klinisch asymptomatisch bleiben, aber auch venöse/arterielle Thromboembolien oder (sehr selten) eine Blutungsneigung auslösen kann. [1, 2]

  • Klinische Manifestation (APS): Rezidivierende, teils atypische Thrombosen, juvenile Apoplexe, leichte Thrombozytopenien und ein signifikant erhöhtes Risiko für rezidivierende Aborte. [1, 2]
  • Vorkommen: Leicht erhöht bei 2–5 % der Normalbevölkerung und in bis zu 30 % bei Kindern nach banalen Infekten (meist transient). Stark erhöht bei Autoimmunerkrankungen wie dem Systemischen Lupus Erythematodes (SLE). [1, 2, 3]
  • Klassifikation:
    1. Anti-Cardiolipin- und Anti-ß2-Glykoprotein-I-Antikörper 

    2. Lupus-Antikoagulanzien (LA) bzw. Antiprothrombin-Antikörper [1]

Diagnostisches Spektrum am ZEKCH

Zum Nachweis eines Antiphospholipid-Syndroms (APS) führt das ZEKCH sowohl den immunologischen Antikörpernachweis als auch die funktionelle Gerinnungsanalytik durch: [1]

  1. Antikörper-Differenzierung (ELISA/Chemilumineszenz):
    • Cardiolipin-Antikörper (IgG und IgM)

    • ß2-Glykoprotein-I-Antikörper (IgG und IgM) [1, 2]

  2. Funktionelles Lupus-Antikoagulanz-Screening:
    • dRVVT (diluted Russell Viper Venom Time / „DVV“): Such- und Bestätigungstest mit Phospholipid-Zusatz zur Berechnung der DVV-Ratio.

    • Lupussensitive aPTT: Hochempfindlicher Screening-Test auf zirkulierende Inhibitoren. [1]

Interpretation & Stufendiagnostik

  • Ausschluss eines Faktorenmangels: Da sowohl dRVVT als auch aPTT bei Faktorenmangelzuständen verlängert sind, führt das Labor bei pathologischen Screening-Ergebnissen automatisch Plasmatauschversuche (Mischversuche) mit Normalplasma durch.
  • Interpretation der DVV-Ratio (Suchtest / Bestätigungstest):
    • Ratio < 1,2: Lupus-Antikoagulanzien ausgeschlossen.
    • Ratio 1,2–1,5: Hinweis auf schwach ausgeprägte Lupus-Antikoagulanzien.
    • Ratio > 1,5: Nachweis von Lupus-Antikoagulanzien.
    • Besonderheit: Unter Vitamin-K-Antagonisten (Marcumar) oder bei hepatischen Synthesestörungen verschiebt sich der Cut-off-Wert für den Nachweis auf > 1,5. [1, 2, 3]

Assay-bedingt werden beide genetischen Merkmale gleichzeitig untersucht.

Muss eine Einzelbetimmung erfolgen, ist eine eindeutige Markierung auf der Einverständniserklärung erforderlich und wir bitte um Kontaktaufnahme.

Faktor V Leiden (Mutation G1691A)

Die Mutation Faktor V Leiden bedeutet eine Punktmutation in Position 1691 des Faktor V Gens. Daraus resultiert keine Funktionseinschränkung des Faktors im Rahmen der Gerinnung. Im Rahmen der Inaktivierung von aktiviertem Faktor V erfolgt aber nur eine unvollständige Spaltung durch aktiviertes Protein C (APC Resistenz, siehe oben), die Gerinnung wird daher nicht unterbrochen und es resultiert eine Thrombosegefahr. 
Der Faktor V Leiden tritt im Mittel bei etwa 5% der europäischen Bevölkerung auf, wobei seine Verbreitung in nördlichen Ländern höher ist. Die Vererbung erfolgt autosomal dominant, daher ist das Thromboserisiko bei homozygoter Mutation unverhältnismäßig höher als bei heterozygoter.
Thromboserisiko bei Faktor V Leiden im Vergleich zu Normalpersonen: 
•  Heterozygote Träger:  5-10fach höher
•  Homozygote Träger:  50-100fach höher
Das Risiko für Fehlgeburten steigt bei Vorliegen eines Faktor V Leiden etwa 2-4fach an.
Diese Risikoabschätzungen gelten nur für die singuläre Mutation Faktor V Leiden ohne Vorliegen weiterer Mutationen oder prädisponierender Faktoren (Faktorenmangel, Folsäuremangel, generelle Risikofaktoren).
Bei zusätzlichem Gebrauch von Kontrazeptiva steigt beispielsweise das Risiko weiter erheblich an:
•  Heterozygote Träger:  30-34fach
•  Homozygote Träger:  über 200fach
In einem unselektierten Patientenkollektiv mit tiefer Beinvenenthrombose soll die Prävalenz von Faktor V Leiden bei 20-30%, in einem Patientenkollektiv mit familiärer Thrombophilie bei 40% liegen.

Andere Mutationen (Faktor-V Cambridge oder Honkong, eher selten) oder Polymorphismen des Faktors V (z.B. der F V HR2 Haplotyp) können die APC-Resistenz ebenfalls beeinflussen; eine molekularbiologische Untersuchung auf die Leiden-Mutation kann die Bestimmung der APC-Resistenz daher nicht vollständig ersetzen.

Neben der Faktor-V-Leiden Mutation existiert eine weitere Sequenzvariation, HR2 Haplotyp (FV-HR2), die ebenfalls auf dem Faktor V-Gen lokalisiert ist und mit APC-Resistenz und venöser Thromboembolie (VTE) in Zusammenhang gebracht wird. Der HR2 Haplotyp ist definiert durch sechs gekoppelt auftretende Einzelnukleotidaustausche (single nucleotid polymorphism: SNP) in den Exonen 13 und 16 des Faktor V-Gens und beinhaltet unter anderem den Marker-SNP G4070A, einen Nukleotidaustausch von Guanin zu Adenin an Position 4070. Dieser führt zu einem Aminosäureaustausch von Histidin zu Arginin an der Aminosäureposition 1299 des Faktor V Proteins. Da der HR2 Haplotyp und die Faktor-V-Leiden Mutation nicht auf demselben Allel liegen, werden diese beiden Faktor V-Gendefekte unabhängig voneinander vererbt. Die phänotypischen Auswirkungen des HR2 Haplotyps sind unklar, möglicherweise werden Veränderungen in der Gykierung des F.V , bzw die Produktion verschiedenener FV-Varianten (V1/V2) bewirkt..
Ein Einfluss des HR2 Haplotyps auf die APC-Resistenz wird bislang kontrovers diskutiert. In Kombination mit FV-L kann ein synergistischer Effekt beobachtet werden, welcher sich in der APCR als das Phänomen des pseudohomozygotes FV-Leiden niederschlägt.
Für doppelt heterozygote Träger von FV-HR2 und FVL (Häufigkeit: 1,76%) scheint das Thromboserisiko nochmals zusätzlich ca. um den Faktor 3 gesteigert zu sein.

Die FV-HR2 Mutation wird in der Zentralen Einrichtung für Klinische Chemie nicht bestimmt.

 

Prothrombinmutation G20210A

Die Punktmutation in Position 20210 liegt im nicht-translatierten Bereich, das Protein ist daher nicht verändert. Die Mutation bewirkt vermutlich eine Stabilisierung der mRNA und dadurch einen erhöhten Plasma-Prothrombinspiegel. Die Prothrombinkonzentration liegt im Mittel etwa 30% über dem Referenzbereich, heterozygote Mutationsträger besitzen nur ein 3-4fach erhöhtes Thromboserisiko. Das Risiko steigt aber deutlich bei Vorliegen weiterer prädisponierender Faktoren. Homozygote Träger gibt es sehr selten, das Risiko ist hier etwa 20fach erhöht. Die Mutation tritt bei etwa 2% der Bevölkerung auf. Die Vererbung erfolgt autosomal dominant, daher ist das Thromboserisiko bei homozygoter Mutation unverhältnis-mäßig höher als bei heterozygoter.
In Folge der Mutation besteht eine Erhöhung der Faktor II-Konzentration im Plasma, welche sich aber nicht signifikant erfassen läßt, weil sich die Konzentrationen von Normalpersonen und Mutationsträgern überschneiden. Zur Diagnostik ist daher eine Mutationsanalytik auf molekularer Ebene mittels PCR erforderlich.

Anmerkungen und Empfehlungen zur Mutationsanalytik

  • Im Gegensatz zu funktionellen Tests besteht bei der PCR-Mutationsanalytik praktisch keine Interferenz durch Cumarintherapie, orale Antikoagulantien oder Heparin. 
  • Der Nachweis der Faktor V Leiden Mutation kann eindeutig nur über die PCR-Mutationsanalytik erfolgen, funktionelle Tests wie APC-Resistenz haben eine geringere Treffsicherheit und es bestehen mehr Interferenzen, so z.B. durch therapeutische Maßnahmen (siehe oben). Bei einer “high dose” Heparintherapie oder bei Cumarintherapie ist daher die APCR nicht aussagekräftig, und es sollte direkt eine PCR-Mutationsanalytik durchgeführt werden. Bei Vorliegen von Lupusantikoagulanzien kann ebenfalls ein Nachweis von Faktor V Leiden ausschließlich über PCR-Mutationsanalytik erfolgen. Umgekehrt ist aber ohne Vorliegen einer APC-Resistenz ein Faktor V Leiden auszuschließen. Die Faktor II Mutation läßt sich funktionell nicht signifikant erfassen. 
  • Die Punktmutationen im Gen von Faktor II, Faktor V lassen sich in der PCR-Mutationsanalyse mit praktisch 100%iger Sicherheit nachweisen. 
  • Die Mutationen im Gen von Faktor II und Faktor V treten gehäuft kombiniert in jeweils heterozygoter Form auf. Das individuelle Thromboserisiko steigt bei solchen Kombinationen nochmals erheblich an. In Folge der gehäuften genetischen Kombi-nation sollte zumindest immer eine gemeinsame Untersuchung auf Faktor II Mutation und Faktor V Leiden erfolgen.
  • Eine APC-Resistenz bei negativer Mutationsanalyse für Faktor V Leiden kann durch die sehr seltene Mutation vom Typ Faktor V Cambridge bedingt sein, oder es besteht Verdacht auf Lupusantikoagulanzien, Faktorenmangel oder therapeutische Interferenzen (siehe oben).
  • Bei nachgewiesener heterozygoter Mutation im Faktor II Gen sollte die Prothrombinkonzentration im Plasma bestimmt werden, da bei einer signifikanten Erhöhung (über 115%) das Thromboserisiko ansteigt. 
  • Generell ist bei entsprechendem klinischem oder anamnestischem Verdacht ein vollständiges Thrombophiliescreening empfehlenswert, da hier vielfältige mögliche Ursachen in einer labordiagnostischen Sequenzanalytik untersucht und separat befundet werden. Dieses Screening beinhaltet die PCR-Analytik auf Mutationen im Faktor V und Faktor II, da dies die häufigsten, zur Thrombophilie prädisponierenden Gendefekte sind. 
  • Bei positivem Mutationsnachweis(en) im Gen für Faktor V und/oder Faktor II sollte eine Kontrolluntersuchung von Familienmitgliedern bzw. eine genetische Familienberatung erfolgen.

Klinische Bedeutung & Risikoprofil

Der angeborene, heterozygote Antithrombin-Mangel (AT-Mangel) besitzt mit einer Thrombosefrequenz von 51 % das höchste Thromboserisiko unter allen hereditären Thrombophilien.

  • Prävalenz: Mit ca. 0,2 % in der Bevölkerung relativ selten.
  • Klinik: Heterozygote Typ-I- und Typ-II-Thrombinbindungsdefekte fallen durch eine AT-Aktivität von 40–70 % auf. Das Risiko wird durch Trigger wie Schwangerschaft, Stase oder Operationen massiv verstärkt. [1, 2]

Klassifikation des angeborenen AT-Mangels

  • Typ I (quantitativ): Aktivität ↓ und Antigenkonzentration ↓.
  • Typ II (qualitativ): Aktivität ↓ bei normaler Antigenkonzentration. Da AT getrennte Bindungsstellen besitzt, unterscheidet man:

Thrombinbindungsdefekt: Relevantes Thromboserisiko.

Heparinbindungsdefekt: Heterozygot nur leicht erhöhtes Risiko; homozygot liegt das Risiko bei 100 %. [1]

Letalität: Homozygote Defekte vom Typ I sowie vom Typ II (Thrombinbindung) sind mit dem Leben nicht vereinbar. [1]

Ursachen für einen erworbenen AT-Mangel

  • Synthesestörungen & Therapien: Fortgeschrittene Leberzirrhose, Asparaginase- oder Streptokinasetherapie.
  • Umsatz & Verlust: Verbrauchskoagulopathie (DIC), Sepsis, nephrotisches Syndrom (renaler Proteinverlust).
  • Medikamentös induziert: Orale Kontrazeptiva (leichte Absenkung). Bei i.v. Heparin-Dauerinfusion kann AT für bis zu 5 Tage um ca. 25 % abfallen.
  • Besonderheit: Bei Leberzirrhose führt der AT-Mangel wegen des gleichzeitigen Abfalls der Prokoagulantien selten zu Thrombosen (Kompensation).

Methodik, Störfaktoren & Pädiatrie (ZEKCH)

  • Testprinzip: Die Methode am ZEKCH bestimmt AT über die AT-abhängige Hemmung von Faktor IIa (Thrombin).
  • Interferenzen: Direkte Thrombininhibitoren wie Hirudin, Argatroban oder Dabigatran führen zu falsch-hoch gemessenen AT-Aktivitäten.

Altersabhängige Referenzbereiche:

  • Feten: 24–55 % (physiologisch erniedrigt)
  • Reife Neugeborene: 24–80 % (physiologisch erniedrigt)
  • Erwachsenenniveau: Wird erst ab dem 3. Lebensmonat erreicht.

Klinische Bedeutung & Risikoprofil

Eine dauerhaft erhöhte Faktor-VIII-Aktivität (FVIII) ist ein relevanter, vermutlich erblicher Risikofaktor für venöse Thromboembolien (Ätiologie unklar).

  • Risikoanstieg: Laut Leiden-Thrombophiliestudie weisen Frauen mit erhöhtem FVIII ein 4-fach erhöhtes Thromboserisiko auf. In Kombination mit oralen Kontrazeptiva steigt das Risiko auf das 10-fache. [1]
  • Epidemiologie: Während in Europa die Faktor-V-Leiden-Mutation die häufigste genetische Thrombophilieursache ist, stellt eine FVIII-Erhöhung bei Afroamerikanern in den USA die häufigste Ursache dar. [1]

Diagnostische Einschränkung (Akute-Phase-Reaktion)

  • Störfaktor Entzündung: FVIII verhält sich wie ein positives Akute-Phase-Protein (Entzündungsmarker).
  • Eingeschränkte Interpretation: Bei bestehenden Entzündungsreaktionen ist die Aussagekraft der FVIII-Aktivität stark eingeschränkt. Nur dauerhaft erhöhte Werte außerhalb einer Akute-Phase-Reaktion sind klinisch von pathologischer Relevanz.

Bewertung & Cut-off am ZEKCH

  • Literaturwert: In Abwesenheit einer Entzündung gelten in der Literatur Aktivitäten > 150 % als pathologisch. Da ein linearer Dosis-Wirkung-Zusammenhang jedoch nicht sicher belegt ist, wendet das Labor strengere Kriterien an.
  • ZEKCH-Kriterium: Das ZEKCH wertet erst eine dauerhaft erhöhte FVIII-Aktivität von über 200 % als potenzielle Ursache für eine Thrombophilie. 

letzte Änderung: 29.07.2026

Der Von‑Willebrand‑Faktor (VWF) ist ein großes multimeres Glykoprotein, das nach Auftreten von Gefäßverletzungen in den Blutkreislauf freigesetzt wird. Unter Einwirkung von Scherkräften entfalten sich VWF‑Multimere zu extrem langen VWF‑Molekülketten, die Thrombozyten zur Bindung an der Verletzungsstelle anregen. Thrombozyten binden über ihren Glykoprotein‑Ib‑(GPIb‑)Rezeptor an den VWF. Dies führt zu einer Thrombozytenaktivierung und der weiteren Freisetzung von VWF an der Verletzungsstelle, was die primäre Gerinnselbildung fördert. Anschließend kommt es zur Thrombozy-tenaggregation und der Aktivierung der Gerinnungskaskade, wodurch letztendlich ein stabiles Blutgerinnsel gebildet wird.
Das Von‑Willebrand-Syndrom ist die häufigste erblich bedingte Blutungsstörung. Es umfasst eine Gruppe von Erkrankungen, die durch anhaltende Blutungen aufgrund eines VWF‑Mangels und/oder ‑Defekts gekennzeichnet sind. Es werden verschiedene Typen und Subtypen des VWS unterschieden: Typ 1 (partieller quantitativer VWF‑Mangel), Typ 2 (qualitati-ve Defekte des VWF) und Typ 3 (nahezu völliges Fehlen des VWF).

Die Bestimmungen der verschiedenen VWF-Bestimmungen werden meist in Folge einer verlängerten aPTT und/oder erniedrigtem FVIII:C bzw. Blutungsneigung zum Ausschluss und Klassifizierung eines VWS durchgeführt. Wobei eine normale aPTT (nur bei 60% der VWS positiv) und eine normale FVIII:C ein VWS nicht ausschließt.
•    Ausschluss/Klassifikation eines angeborenen VWS
•    Ausschluss eines erworbenen VWS


Die Untersuchung auf ein VWS schließt immer die Bestimmung der Aktivität des FVIII ein; eine vorhergehende PFA Messung ist sinnvoll; eine Thrombozytenzählung (2B) und aPTT können hilfreich sein und können die Diagnostik abrunden. Wegen der verschiedenen Funktionen/Bindungen des VWF kann eine globale Aktivität, wie z.B. bei dem FVIII nicht bestimmt werden. Es werden meist die VWF:RCo bzw. vWF:AC (GP-1b-Rezeptor-Aktivität) und VWF:CB als Aktivitätsmarker genommen, bzw. mit der Aktivität gleich gesetzt.


An der ZEKCh werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
•    vWF-Antigen (VWF:AG): Erkennung des Type 3, Differenzierung des Typ-1 und -2, Verdacht auf ein VWS
•    vWF-Aktivität (VWF:AC=GP-1b-Rezeptor-Aktivität): Verdacht auf ein VWS, Therapiekontrolle, Differenzierung des Typ-1 und -2.
•    Kollagenbindungsaktivität (VWF:CB): Verdacht auf ein VWS, Subtypisierung.
 

Quellen:

1.    Studt JD. von-Willebrand-Faktor. In: Barthels M, ed. Das Gerinnungskompendium. 2nd ed. Stuttgard: Gerog Thieme Verlag; 2012:542-566.
2.    Sadler JE, et al. Update on the pathophysiology and classification of von Willebrand disease: a report of the Subcommit-tee on von Willebrand Factor. J Thromb Haemost. 2006;4(10):2103-14.
3.    Toulon P, et al. Age dependency for coagulation parameters in paediatric populations. Results of a multicentre study aimed at defining the age-specific reference ranges. Thromb Haemost. 2016;116:9-16. (Kinderreferenzbereich)
4.    Michiels JJ, et al. Laboratory diagnosis and molecular basis of mild von Willebrand disease type 1. Acta Haematol. 2009;121(2-3):85-97.
5.    Gadisseur A, et al. Laboratory diagnosis and molecular classification of von Willebrand disease. Acta Haematol. 2009;121(2-3):71-84.
6.    Sucker C, et al. Causes, etiology and diagnosis of acquired von Willebrand disease. A prospective diagnostic workup to establish the most effective therapeutic strategies. Acta Haematologica. 2009; 121(2-3):177-82.
7.    Posan E, et al. Comparision of PFA-100 testing and bleeding time for detecting platelet hypofunction and von Wil-lebrand disease in clinical practice. Thromb Haemost. 2003; 90: 483-90.
8.    Sadler JE. Low von Willebrand factor: sometimes a risk factor and sometimes a disease. Hematology Am Soc Hematol Educ Program. 2009:106-12.
9.    Schneppenheim R. (2012) Von Willebrand-Faktor (VWF). In Thomas L (Ed.), Labor und Diagnose (S. 1030 – 1035). Frank-furt am Main: TH-Books Verlagsgesellschaft mbH.

 

Die Referenzbereiche der Gerinnungsuntersuchungen sind stark methoden- und altersabhängig. Zusätzliche Einflussfaktoren sind Schwangerschaft, Blutgruppe und Geschlecht.

  • Eine bemerkenswerte Zusammenfassung der Einflüsse (Alter,Geschlecht, Schwangerschaft, Blutgruppe und Rauchen), mit Methoden/Gerätschaften welchen denen der ZEKCh entsprechen, findet sich in der Arbeit von:

U. Nowak-Göttl, et al., Blood Cells Mol. Diseases (2016), Developmental hemostasis: A lifespan from neonates and pregnancy to the young and elderly adult in a European white Population.

  • Referenzbereiche für Kinder ab dem 1. Lebensmonat nicht nur für Routineparameter, auch für Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren finden sich hier:

Appel IM, Grimminck B, Geerts J, Stigter R, Cnossen MH, Beishuizen A. Age dependency of coagulation parameters during childhood and puberty. J Thromb Haemost. 2012;10(11):2254-63.

 

  • Referenzbereiche für Feten und Neugeborene ab dem 1. Tag:

Stefan Kuhle, M.D., Christoph Male, M.D., M.Sc.,  and Lesley Mitchell, M.Sc.: Developmental hemostasis. pro- and anticoagulant systems during childhood_Kuhle 2003

Diese Referenzbereiche sind nur orientierend zu verwenden, da diese nicht mit den in der ZEKCh verwendeten Geräten und Reagenzien ermittelt wurden.

 

 

letzte Aktualisierung 16.11.2022

In der ZEKCh wird durch die Anwendung von entsprechenden Reagenzien der Einfluss von direkten oralen Antikoagulanzien z.B. Rivaroxaban, Apixaban, Fondaparinux, Dabigatran, Edoxaban, sowie auch Argatroban aus dem zu untersuchenden humanem Citratplasma entfernt und es wird somit, trotz Medikamenteneinnahme, eine Diagnostik möglich gemacht.

Das betrifft folgende Teste: Protein S Aktivität, Protein C Aktivität, Lupus: DRVVT und lupussensitive PTT

Dafür ist die Angabe der verabreichten Antikoagulanzien zwingend notwendig.

letzte Änderung: 29.07.2026

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