Team Kinderchirurgie

Oberärzte:
PD Dr. med. A. Serra, Regina Gems, Dr. med. M. Kapapa, Dr. med. A.-K. Winkler

Fachärzte:
Elvira Stoll,

Assistenzarzt:
N. Becker

S. Diemers

C. Radmann

A. Khader

Terminvereinbarung Kinderchirurgie Tel. 0731-500 53777

Montag bis Donnerstag 09:00 - 12:00 Uhr

Freitag:                          09:00 - 11:00 Uhr

 

Sprechstunden:

Privatsprechstunde:                               Mittwoch     09:00 - 11:00 Uhr

Allgemeine Sprechstunde:                     Montag         09:00-11:00 Uhr

                                                               Dienstag       14:00-15:30 Uhr

                                                               Mittwoch      14:00-15.30 Uhr

                                                               Donnerstag   14:00-15:30 Uhr

                                                               Freitag           09:00 - 11:00 Uhr

                                                                       

 

Profilbild von Priv.-Doz. Dr. Alexandre Serra

Priv.-Doz. Dr. Alexandre Serra

Komm. Leiter der Sektion Kinderchirurgie

Ambulante Operationen

Viele geplante Operationen können bei Kindern im Alter von über 6 Monaten und ehemaligen Frühgeborenen, die älter als ein Jahr sind, ambulant durchgeführt werden. Die ambulante Kinderchirurgie benötigt einen durchstrukturierten Organisationsablauf, so dass das Kind zu jeder Zeit sowohl pflegerisch als auch medizinisch optimal versorgt ist.

Beispiele ambulanter OP’s:

  • Spiegelung verschiedener Organe (Zystoskopie, Vaginoskopie, Rektoskopie und Ösophagoskopie) in Narkose
  • Blasenspiegelung mit Unterspritzung eines Harnleiteröffnung bei VUR oder Doppel-J-Katheter-Entfernung
  • Darmspiegelung (Rektoskopie) und Gewebeprobenentnahme, Schließmuskelprüfung
  • Leistenbruchoperationen
  • Wasserbruchoperationen (Hydrozele testis)
  • Hodenhochstandkorrektur (Orchidopexie)
  • Beschneidungen bei Phimose (sparsame oder komplette Zirkumzision)
  • Erweiterung einer Harnröhrenmündungsenge (Meatoplastik)
  • Weichteiltumorentfernung (klein), Hautprobenentnahme (Biopsie), Laserchirurgie, Kryotherapie
  • Ringbandspaltung bei schnellendem Daumen
  • Hickman-Katheter-, Portkatheter-EntfernungAm Tag der OP:

Stationäre Eingriffe

Unsere kinderchirurgische Station ist die KKCH. Hier haben wir Platz für 14 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 18 Jahren nach Unfällen oder Operationen und gegebenenfalls Begleitpersonen. Versorgt werden die Kinder durch ein Stationsteam, das alles in ihren Kräften stehende tut, um Ihrem Kind in seinem Heilungsprozess behilflich zu sein.

Die Kinderurologie umfasst die Behandlung der Nieren, der Blasen- und Harnleitererkrankungen, sowie des Genitales, wie z.B.

  • Ovarialzysten, Ovarialtorsion, laparoskopische Inspektion der inneren Genitalorgane
  • Erkrankungen des inneren und äußeren Genitale (z.B. Vorhautverengung/Phimose, Epispadie, Hypospadie, Varikocele, Hodenhochstand, etc)
  • Urologische Notfälle (Hodentorsion, Paraphimose)
  • Leistenbrüche
  • Angeborenen Fehlbildungen und Abflussstörungen der Nieren und der Harnwege (Hydronephrose, Ureterabgangsstenose, Megaureter, Harnröhrenklappen, Blasenfehlbildungen etc.)
  • Vesikoureteraler Reflux: Zystoskopische Deflux-Unterspritzung, Ureterneueinpflanzung, offen oder laparoskopisch
  • Verletzungen des Genitales
  • Abklärung und Behandlung von kindlichem Einnässen: Enuresis nocturna bzw. diurna
  • Blasenspiegelung, Vaginalspiegelung in Narkose
  • Blasendruckmessung, Urethradruckprofilmessung, Uroflow
  • Uro-MRT, Szintigraphie der Nieren und Ablussstudie (ING)
  • Inkontinenzchirurgie im Kindesalter: Blasenextrophie, Epispadie, Kloakenmissbildung,
  • Vesikointestinaler Fissus
  • Mayer-Rokitansky-Küster-Oppitz-Syndrom: Einzelniere mit Vaginalatresie, bzw. Vaginalduplikatur, Blasenduplikatur, etc.


DSD (Disorder of sexual Development)
Gonadendysgenesie, AIS, CAIS, 5-Alpha-Reduktasemangel, ADH-Defekt oder –Mangel, Geschlechtschromosomenmosaik, Swyer-Syndrom, Turner-Syndrom, etc.
Im Rahmen des Zentrums für Seltene Erkrankungen (ZSE) werden diese Kinder multidisziplinär behandelt (gemeinsam mit: Pädiatrische Endokrinologie, Kinderchirurgie, Humangenetik, Pathologen, Kinderpsychologen, Erwachsenengynäkologen, Erwachsenenurologen, niedergelassenen Kinderärzten, bzw. Hausärzten und Erwachsenenendokrinologen, sowie psychosozialem Dienst)


AGS (Adrenogenitales Syndrom)
Korrektur des äußeren Genitales im Säuglingsalter, im Kleinkindesalter sowie in der Pubertät, bzw. jungen Erwachsenemalter. Re-Operationen im Erwachsenenalter, als auch Primäroperationen werden angeboten.

  • Klitorisreduktionsplastik
  • Introitusplastik
  • Neovaginal-Aufbauplastik
  • Anlage oder Korrektur der kleinen und großen Labien

Die Tumorchirurgie im Kindesalter unterteilt man in bösartige Tumore und gutartige Tumore.

Bösartige Tumore:

"Krebs bei Kindern und Jugendlichen macht zwar insgesamt nur 1% aller Erkrankungen beim Menschen aus, ist aber dennoch die häufigste tödliche Erkrankung und die zweithäufigste Todesursache bei Europäischen Kindern nach dem ersten Lebensjahr. In Europa wird jährlich bei 15.000 Kindern und Jugendlichen eine Krebskrankheit diagnostiziert" (Deutsche Gesellschaft für pädiatrische Hämatologie und Onkologie).

Bis Ende der 60er Jahre kam die Aussage "Ihr Kind hat Krebs" einem Todesurteil gleich, denn die durchschnittlichen Überlebensraten lagen damals unter 20%. Diese ungünstige Prognose konnte in den letzten 40 Jahren deutlich verbessert werden: In den Industrienationen überleben heute 70-80% aller Kinder und Jugendlichen mit Krebserkrankungen. Die operative Behandlung solcher Krebserkrankungen spielt eine entscheidende Rolle in der erfolgreichen Therapie und dem Überleben von Kindern mit Tumoren.

Zu unserem operativen Spektrum gehört die operative Behandlung von Kindern mit soliden Tumoren und, gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die operative Anlage und Entfernung von Verweildauer-Kathetern (z.B. Hickman-Katheter, Port-Katheter) für die Therapie anderer Varianten von Tumoren. Unter soliden Tumoren versteht man alle festen und zunächst örtlich begrenzte Tumoren, die von verschiedenen inneren Organen oder Organsystemen ausgehen und gut- oder bösartig sein können.

Zu unserem operativen Spektrum gehört die operative Behandlung von Kindern mit soliden Tumoren und, gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die operative Anlage und Entfernung von Verweildauer-Kathetern (z.B. Hickman-Katheter, Port-Katheter) für die Therapie anderer Varianten von Tumoren. Unter soliden Tumoren versteht man alle festen und zunächst örtlich begrenzte Tumoren, die von verschiedenen inneren Organen oder Organsystemen ausgehen und gut- oder bösartig sein können.

Die häufigsten bösartigen soliden Tumore im Kinders- und Jugendalter sind:

  • Hirntumore (ZNS-Tumore)
  • Tumore des sympathischen Nervensystems (Neuroblastom) mit etwa 8 %
  • Weichteilsarkome (vor allem Rhabdomyosarkom) mit etwas 6 %
  • Tumore der Niere (Wilms-Tumor) mit etwa 5,5 %

Zu den selteneren Tumoren zählen:

  • Lebertumoren (Hepatoblastome und Karzinome)
  • Keimzelltumoren
  • Tumoren der Netzhaut (Retinoblastom)
  • Knochentumoren (Osteosarkom und Ewing-Sarkom)

Unsere Klinik hat sich über die Jahre in der Behandlung von soliden Tumoren wie Neuroblastome, Hepatoblastome, Weichteilsarkome und Wilms-Tumor sowie die Metastasenchirurgie, ob abdominell oder thorakal, und Re-Operationen spezialisiert. Die operative Therapie: Tumorextirpation, thorakoskopische Metastasenexzision, bzw. Hickman-Katheter-Implantation oder –Explantation wird nach kompletter bildgebender Diagnostik im Haus, von uns fast tagtäglich durchgeführt. Darüber hinaus wird aktiv am molekulargenetischen Hintergrund der Entstehung solcher Krebserkrankungen geforscht.

Gemeinsam mit unseren Kinderonkologen, im Einklang mit den europäischen und internationalen Studienprotokollen, streben wir die bestmögliche, auf ihr Kind adaptierte Behandlung für Ihr Krebs-Erkranktes Kind an. Gern können wir Sie darüber beraten und genaueres über unsere operative Leistung informieren, bitte kontaktieren Sie uns unter der angegebenen Telefon- und E-mail-Kontakte.

Gutartige Tumoren:

Gutartige Tumore treten statistisch meist häufiger als bösartige Tumore auf. Es gibt auch semimaligne Tumore, die mit erneutem Wachstum, eine andere Kategorie darstellen. Die Behandlung von gutartigen Tumoren hängt häufig von der Größe und der Lokalisation ab. Eine chirurgische Resektion sollte vollständig und als R0-Resektion erfolgen. Dies kann sich bisweilen auch etwas schwierig gestalten, obwohl natürlich die Nachricht eines gutartigen Tumors für die Eltern initial weniger belastend ist.

Die chirurgische Therapie ist daher sehr variabel und multifaktoriell. Sie reicht von der einfachen Exstirpation mit Exzision en bloc mit sofortigem Wundverschluss bis zum Einsatz von osmotischen Expandern. Hier wird die Haut über 4 Wochen gedehnt, ein primärer Verschluss der Haut ist dann auch bei großen Weichteiltumoren möglich. Eine R0-Resektion soll angestrebt werden, das heißt die Grenzen zum gesunden Gewebe sollten tumorfrei sein. Dies kann gelegentlich auch zu Nach-Operationen führen.

Als unterstützende Therapien werden alle modernen Verfahren individuell angewandt:

  • Lasertherapie (Argon, NeodymYak, Co2 Laser, Farblaser,etc.)
  • Kryotherapie
  • Betablockertherapie (Propanolol)
  • Laparoskopisch bzw. thorakoskopisch assistierte Eingriffe
  • Radiologische interventionelle Therapie (Gefäßverödung, etc.)

Einige Beispiele gutartiger Tumore:

  • Naevus-Zell-Naevus, Tierfell Naevus
  • Lipome
  • Talgdrüsen im Gesicht und am Kopf, z.B. Dermoidzyste
  • Ganglione an den Extremitäten
  • Vaskuläre Malformationen: Hämangiom, Lymphangiom und Lymphhämangiome
  • Neurofibrome bei z.B. Neurofibromatose

 

Die Früh- und Neugeborenenchriurgie umfasst die chirurgische Behandlung aller Fehlbildungen, gutartigen und bösartigen Tumoren.

Dazu gehören z.B.

  • NEC (nekrotisierende Enterocolitis) und FIP (fokale isolierte Perforation) sind Entzündungen und Darmperforationen in den ersten Lebenswochen bei extrem Frühgeborenen
  • Fehlbildungen im Bereich des Darmes und im Analbereiches (Duodenalatresie, Dünndarmatresie, Kolon- und Rektumatresie, vesikointestinaler Fissus, Kloakenmissbildung)
  • Ösophagusatresie (fehlerhafte Anlage der Speiseröhre)
  • Zwerchfellhernie (Zwerchfelllücke mit Darmvorfall und vorfall weiteren Organe und resultierender Beeinträchtigung der Lungenfunktion)
  • Lungenfehlbildung, Tracheostomaanlage, Trachealchirurgie
  • Teratome (Tumoren der Keimzellblätter, typische Tumoren des Kindesalters), Steißbeinteratom
  • Gastroschisis und Omphalocele (fehlende Ausbildung der Bauchwand)
  • Lymphangiome (Fehlbildungen der Lymphgefäße)
  • Sämtliche Erkrankungen der Nieren und des oberen und unteren Harntraktes sowie komplexe Missbildungen mit gezielter, für Neugeborene geeigneter Funktionsdiagnostik

Diese Behandlungen erfordern oft sofortiges chirurgisches Eingreifen und die enge Zusammenarbeit mit der Neonatologie, Kinderkardiologie und anderen Kliniken unseres Hauses.

In der Sektion Kinderchirurgie wird ein umfassendes Spektrum der plastischen Chirurgie im Kindesalter durchgeführt:

  • Korrekturen von angeborenen Missbildungen: Brustwand, Extremitäten: Syndaktilie, Polydaktilie, etc.
  • Ohrmuschenplastik (abstehende Ohren)
  • Rekonstruktionschirurgie nach schweren Verletzungen oder Verbrennungen
  • Pseudoarthrose, Umstellungsosteotomie
  • Behandlung von Haut-, bzw. Weichteiltumoren: Hämangiom (Veränderung der Blutgefäße)
  • Verschiebelappenplastiken nach osmotischer Expandertechnik, bzw. Hauttransplantationen
  • Lymphangiom (Veränderung der Lymphgefäße), Lasertechnik, bzw. Exzision
  • Tierfellnaevusexzision (behaarter Leberfleck)

Die operativen Techniken reichen von den konventionell chirurgischen Techniken bishin zu Laser- und Kryotherapie (Kältetherapie) bzw. rekonstruktions-chirurgischem Verfahren mit Expanderimplantation und Verschiebelappenplastiken.

Wir behandeln Kindern mit Verbrennungen bis zu 30 - 40% der Körperoberfläche.
Primär erfolgt die Erstversorgung in unserer Ambulanz oder falls notwendig im OP. Hier erfolgt in einer leichten Narkose die Abtragung der Blasen sowie Anlage spezieller Verbände. Wenn nötig führen wir Operationen durch, in denen wir je nach Befund die Verbrennungsareale mit einer "Kunsthaut" decken oder Haut transplantieren.

  • Primärversorgung mit Lavanid Gel und geschlossenem Verband
  • Kunsthautdeckung: Suprathel wird bevorzugt
  • Spalthaut: Spalthautentnahme vom Kopf, Gesäß oder Oberschenkel auf Wunsch des Kindes bzw. der Eltern. Im Kleinkindesalter wird die Entnahme vom Kopf empfohlen.
  • Dermisersatz: Matriderm wird bevorzugt, Integra bei großen Höhenunterschieden
  • Vollhaut: Vollhautentnahme aus der Leiste, Ellbogen oder hinter den Ohren

Die Hals- und Thoraxchirurgie umfasst Eingriffe bei Krankheitsbildern im Bereich des Halses und des Rumpfes, z.B.:

  • Laterale und mediane Halsfisteln (abnorme Kiemengangssysteme der Haut)
  • Schiefhals, Plexuslähmung (Schädigung der Nervenbündel mit Sensibilitäts- und motorischen Störungen)
  • Halsrippe
  • Lymphadenitis colli (Lymphknotenschwellungen des Halses)
  • Tumore der Schilddrüse, der Weichteile bzw. des Lymphsystems
  • Ösophagotracheale Fisteln (Verbindung zwischen Luft- und Speiseröhre)
  • Tracheomalacie (Erweichung der Luftröhre)
  • Tracheostoma (künstliche Öffnung der Luftröhre im Bereich des Halses)
  • Trachealstenose bzw. -striktur (Verengung der Luftröhre)
  • Trachealtumore, Trachealverätzung (Säure-/Laugenverätzung)
  • Thoraxwandmissbildung, Trichterbrust, Kielbrust und Mischform (pectus arcuatum), Poland Syndrom (Defekt im Bereich der Brustwand)
  • Lungentumore, Pneumothorax (Kollaps der Lunge), Zwerchfelllähmung, Zwerchfellhernien