Häufige Fragen & Links

Wissenswertes

 

Häufige Fragen

Im natürlichen sogenannten Spontanzyklus sind die Chancen auf eine Schwangerschaft bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr ca. 20 Prozent. Anders ausgedrückt liegt die Chance auf eine Schwangerschaft innerhalb eines Jahres mit regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr bei etwa 80 Prozent. Allerdings wird die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft von verschiedenen Faktoren beeinflusst; ein relativ großer Einflussfaktor ist das weibliche Alter, so dass zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr die Chancen auf eine Schwangerschaft im natürlichen Zyklus am höchsten sind.

Am wenigsten körperlich belastend und ohne jegliche Narkose können wir die Eileiterdurchgängigkeit per Sonographie (Hysterokontrastsonographie, HyCoSy) überprüfen. Hierbei wird über einen kleinen Plastikkatheter Flüssigkeit (Gas-/Wassergemisch), die im Ultraschall gut zu erkennen ist, in die Gebärmutter gespritzt. Das Abfließen der Flüssigkeit über die Eileiter lässt sich meist problemlos darstellen. Idealerweise sollte die Untersuchung zwischen dem siebten und zehnten Zyklustag durchgeführt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dieser Untersuchung von rund 200 Euro allerdings nicht.

Die Bauchspiegelung ist ein operativer Eingriff im Sinne der minimalinvasiven Chirurgie. In der Regel sind nur zwei bis vier sehr kleine (5 - 8 mm) Hautschnitte am Bauchnabel und in der Bikinizone notwendig, um mit speziellen Instrumenten die Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke und den gesamten Unterleib untersuchen zu können. Wir können diese Operation mit einer sogenannten Chromopertubation zur sicheren Beurteilung der Durchgängigkeit der Eileiter kombinieren. Dafür wird mit Hilfe eines Katheters blaue Flüssigkeit durch die Gebärmutter in die Eileiter und anschließend in die Bauchhöhle gespritzt. Wir führen den Eingriff in Vollnarkose und in der Regel ambulant durch, d. h. Sie können am Abend des Eingriffs die Klinik wieder verlassen. Sie dürfen allerdings nicht selbst Auto fahren.

Tubenverschluss

Der Tubenverschluss wird meistens durch eine aufsteigende Infektion der Scheide verursacht oder durch eine Infektion der Eileiter und der Eierstöcke (z. B. mit Chlamydien). Durch diese Entzündung kann es zu Verklebungen im Eileiter kommen. Auch Endometriose kann zu einem Verschluss der Eileiter führen. Wenn ein Eileiterverschluss vorliegt, so ist in vielen Fällen eine künstliche Befruchtung die Therapie der Wahl.

Hormonelle Veränderungen

Häufig ist ungewollte Kinderlosigkeit bei Frauen hormonell bedingt. Ein unregelmäßiger, verkürzter oder verlängerter Zyklus bzw. die ganz ausbleibende Menstruation weisen auf eine hormonelle Veränderung hin. Das Spektrum möglicher Hormonveränderungen ist breit und kann von uns durch Messung der Hormonkonzentrationen im Verlauf des Zyklus bestimmt werden. Diese Messungen erfolgen idealerweise kurz nach der Menstruationsblutung (2. bis 5. Zyklustag). Falls überhaupt keine Blutung auftritt, kann die Messung jederzeit durchgeführt werden.

Endometriose

Bei Endometriose handelt es sich um Gebärmutterschleimhaut, die sich außerhalb der Gebärmutter an anderen Stellen im Bauchraum ansiedelt und dort zyklusbedingt Schmerzen verursacht. Die Endometriose ist eine häufige Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit. Die leichten Formen bleiben oft unbemerkt und beeinflussen die Fruchtbarkeit vermutlich nicht. Die mittelgradigen Formen können wahrscheinlich die Fruchtbarkeit beeinflussen. Eine schwere Endometriose beeinträchtigt in vielen Fällen die Erfüllung des Kinderwunsches. Unser Kinderwunschzentrum arbeitet eng mit dem Endometriosezentrum zusammen. Wir stimmen uns interdisziplinär ab, um Ihnen die bestmögliche Beratung und Therapie zu ermöglichen.

Ausführliche Informationen zum Thema Endometriose finden Sie auf der Seite des Endometriosezentrums.

Wiederholte Fehlgeburten

Als habituelle Aborte bezeichnet man drei Fehlgeburten und mehr in Folge. Ursache hierfür können unter anderem genetische Faktoren, aber auch hormonelle Veränderungen oder Veränderungen der Blutgerinnung sein. Für eine korrekte Diagnose sollten seit der letzten Fehlgeburt mindestens drei Monate vergangen sein.

Um die Fertilität beim Mann zu überprüfen, sollte immer eine Analyse der Samenzellen erfolgen (Spermiogramm). Neben der Samenanalyse in unserem Kinderwunschzentrum ist zusätzlich eine Vorstellung bei einem Männerarzt (Urologen/Andrologen) erforderlich, um die Organe Hoden, Nebenhoden, Samenleiter etc. zu untersuchen.

Bei der Beurteilung der Samenqualität spielen drei Parameter eine Rolle:
  •  Anzahl der Samenzellen pro ml (Konzentration)
  •  Beweglichkeit in % (Motilität)
  •  Aussehen/Form (Morphologie)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Grenzwerte für eine normale Samenqualität definiert (WHO 2010).

Eine Normozoospermie (normale Samenqualität) liegt vor, wenn im Spermiogramm folgende Werte gemessen werden:
  • Konzentration: > 15 Millionen/ml
  • Motilität: ≥ 32 Prozent (WHO A+B)
  • Morphologie: ≥ 4 Prozent normal geformte Spermien

Bei einer Azoospermie fehlen die Spermien in der Samenflüssigkeit völlig. Dies bedeutet aber nicht, dass es mit der Erfüllung des Kinderwunsches überhaupt nicht klappen kann. Mittels einer TESE (testikuläre Spermienextraktion) können möglicherweise Spermien aus dem Hoden entnommen werden, um diese anschließend bei einer Kinderwunschbehandlung zu verwenden.

Benötigte Unterlagen
  • Versichertenkarte
  • Überweisungsschein
  • Ausgefüllter Anamnesebogen
  • Aktuelle Befundberichte und Therapiepläne

Anamnesebogen (PDF)

Profilbild von Prof. Dr. Katharina Hancke

Prof. Dr. Katharina Hancke

Stv. Klinikdirektorin | Leiterin UniFee

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Dr. Miriam Wiegand

Fachärztin

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Dr. Theresa Gundelach

Fachärztin

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PD Dr. Dr. Karin Bundschu

Assistenzärztin

Wenn Sie weniger als eine Stunde von unserem Zentrum entfernt wohnen, können Sie die Samenprobe nach vorheriger Ankündigung von zu Hause mitbringen. Wir bieten Ihnen die Gewinnung der Samenprobe aber auch in unseren Räumlichkeiten an. Rufen Sie uns an, wir geben Ihnen gerne Termine, auch kurzfristig und unabhängig von den weiteren Terminen. Die Analyse der Samenprobe (Spermiogramm) erfolgt in unserem andrologischen Labor nach den WHO-Richtlinien, das Ergebnis liegt in der Regel bereits nach 45 bis 60 Minuten vor.

Ausführliche Informationen zu den Behandlungkosten finden Sie hier.

Links & Ratgeber