Sprechstunden / Ambulanzen

Ambulanzen

Institutsambulanz

Nach der Gründung der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Herbst 2001 wurde die Institutsambulanz als Anlaufstelle für die Untersuchung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen aufgebaut. In der Institutsambulanz arbeiten Ärzte, Psychologen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Pädagogen, Sozialpädagogen und Arzthelferinnen in der Diagnostik und Therapie zusammen. Häufige Anlässe für das Aufsuchen unserer Ambulanz sind:

  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Probleme in der kindlichen Entwicklung
  • Psychische Belastungen oder Krisen
  • Schulprobleme
  • Soziale Eingliederungsschwierigkeiten

Vorgestellt werden können Kinder und Jugendliche von 0-18 Jahren sowie nach vorheriger Kostenzusage durch die Krankenkasse auch Heranwachsende bis 21 Jahre. Mit der Behandlung in der Ambulanz sollen aufwändige und für die Familien oft einschneidende stationäre Krankenbehandlungen vermieden oder verkürzt werden. Die Behandlung wird von der Krankenversicherung bezahlt. Dabei soll nach dem Sozialgesetzbuch V §118 (1) in kinder- und jugendpsychiatrische Institutsambulanzen die psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung von Kindern und  Jugendlichen übernommen werden, die nach Art, Schwere und Dauer ihrer Erkrankung oder wegen Unerreichbarkeit geeigneter Fachärzte auf die Behandlung in einer Klinikambulanz angewiesen sind.

Für die Behandlung in der Institutsambulanz besteht keine regionale Zugangsbeschränkung, so dass Patienten aus ganz Deutschland behandelt werden können. In der Regel erfolgt die Überweisung durch den Hausarzt, Kinderarzt oder einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Eine direkte Anmeldung durch Eltern/Sorgeberechtigte oder Jugendliche ist möglich. Im Notfall kann eine Vorstellung auch ohne Termin erfolgen.

Diagnostik und Therapie

In einem Erstgespräch wird die Problematik des einzelnen Kindes oder Jugendlichen im Zusammenhang seines familiären, schulischen und sozialen Umfeldes erfasst. Es erfolgt eine erste klinische Untersuchung und Einschätzung. Die weitere Diagnostik umfasst dann je nach Bedarf eine testpsychologische Untersuchung, eine körperlich-neurologische Untersuchung und evtl. weitere medizinische Untersuchungen sowie vertiefende Explorationen mit dem Patienten und seinen Bezugspersonen. Aus den Untersuchungsergebnissen wird ein Gesamtbild erstellt und in Abstimmung mit den Patienten und seinen Eltern/Bezugspersonen ein Behandlungsplan festgelegt.

Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen Beratung, Psychotherapie, Familientherapie, medikamentöse Therapie, Gruppentherapie, Elterntraining und Kriseninterventionen. Ein wichtiger Bestandteil der Hilfen ist in vielen Fällen die Aktivierung von Ressourcen und sozialen Unterstützungsmaßnahmen, dabei übernehmen wir bei Bedarf die Koordination von gemeindenahen Hilfen und stellen den Kontakt zu Behörden, Schulen, Beratungsstellen und anderen Institutionen her. Ziel der Behandlung ist es, auch bei chronischen Störungen die bestmögliche Rehabilitation und Lebensqualität der Patienten und ihrer Familie wieder herzustellen.

Unsere Therapieangebote umfassen unter anderem:

  • Störungsspezifische Einzeltherapie
  • Störungsspezifische Gruppentherapien für Defizite in der sozialen Kompetenz (SKT), Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Depression
  • Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT-A)
  • Gruppentherapie für Flüchtlinge mit traumatischen Erfahrungen
  • Elterntraining
  • Musiktherapie (Ambulanzband)
  • Neurofeedback

Team

Profilbild von Dr. med. Marc Allroggen

Dr. med. Marc Allroggen

Komm. Sektionsleiter

Profilbild von PhD Veronika Dobler

PhD Veronika Dobler

Oberärztin

Anmeldung:

Telefon Telefon: 0731/500-61636

Telefax Telefax: 0731/500-61683

Montag: 08.00 - 17.00 Uhr

Dienstag: 08.00 - 17.30 Uhr

Mittwoch: 08.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag: 08.00 - 18.00 Uhr

Freitag: 08.00 - 15.00 Uhr

Patienteninformationen

In der Institutsambulanz können Kinder und Jugendliche mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen zur Diagnostik und Behandlung vorgestellt werden. Heranwachsende bis 21 Jahre können ebenfalls behandelt werden, sofern eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse vorliegt. Es werden alle kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbilder behandelt. Für einzelne Störungsbilder bestehen zudem Spezialsprechstunden.

Wir führen zunächst eine ausführliche psychiatrische, medizinische und testpsychologische Diagnostik durch. Die erhobenen Befunde werden anschließend in einem Gespräch mit dem Patienten und seinen Eltern und Bezugspersonen erläutert, bevor eine Behandlungsempfehlung durch uns erfolgt. In Abhängigkeit von dem bestehendem Störungsbild und den beschriebenen Problemen besteht die

Möglichkeit, verschiedene störungsspezifische Einzel- und Gruppentherapieangebote und Elternberatung bei uns in Anspruch zu nehmen. Auch eine medikamentöse Behandlung ist in unserer Institutsambulanz möglich, ebenso bei entsprechender Notwendigkeit die Vermittlung in eine stationäre Behandlung. Einen wichtigen Baustein stellt zudem, sofern dies gewünscht ist, der Austausch mit Schulen, Jugend- und Sozialämtern, Beratungsstellen und anderen Institutionen dar. Gerne unterstützen wir auch bei der Vermittlung in eine ambulante psychotherapeutische oder funktionelle Behandlung.

Wir freuen uns, wenn es im Rahmen des Erstgesprächs möglich ist, dass wir beide leiblichen Eltern kennenlernen können. Bitte beachten Sie, dass für die Behandlung die Zustimmung aller Sorgeberechtigten notwendig ist.

Bitte bringen Sie zu der Erstvorstellung die folgenden Unterlagen mit. Versichertenkarte, Überweisungsschein, Untersuchungsheft des Kindes, Kindergartenberichte, Schulzeugnisse, Arztberichte.

Eine Übersicht über den Ablauf der Untersuchung in unserer Institutsambulanz finden Sie hier:

   

Kooperationspartner

Hans-Lebrecht-Schule für Kranke am Universitätsklinikum Ulm (Link)

Adresse und Anfahrt

Krankenhausweg 3, 89075 Ulm (Safranberg). Anfahrt über die Heidenheimer Straße. Es besteht eine (stark begrenzte) Parkmöglichkeit. Wir bitten Sie den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen (Bus Nr. 4, Haltestellen Örlinger Straße oder Steinhövelstraße).

Hochschulambulanz

Die Hochschulambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie dient neben der Behandlung von Patienten mit speziellen Erkrankungen und Behandlungsvoraussetzungen vor allem der Versorgung von Patienten im Rahmen von klinischen Studien und Forschungsprojekten.

Profilbild von Dr. med. Marc Allroggen

Dr. med. Marc Allroggen

Komm. Sektionsleiter

Profilbild von PhD Veronika Dobler

PhD Veronika Dobler

Oberärztin

Zentrale Ambulanzanmeldung:

Fr. T. Helmer-Brand / Fr. S. Seiboth / Fr. M. Zugmaier

Telefon: 0731/500-61636

Telefax: 0731/500-61683

Institutsambulanz.kjp@uniklinik-ulm.de

An wen richtet sich das Angebot?

Dass Kinder und Jugendliche beim Heranwachsen schwierige Zeiten und Situationen erleben, gehört zur normalen Entwicklung dazu.

Verhaltens- und emotionale Probleme sind deshalb nicht immer Zeichen einer seelischen Erkrankung. Halten sie jedoch länger an, ist das ein Grund, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die häufigsten Störungsbilder, die mit Verhaltenstherapie behandelt werden können, sind

  • Hyperkinetische Störungen (ADHS)
  • Störungen des Sozialverhaltens oder der sozialen Funktionen
  • Angststörungen
  • Depressive Störungen
  • Zwangsstörungen
  • Tic-Störungen
  • Ausscheidungsstörungen
  • Essstörungen
  • Akute und posttraumatische Belastungsstörungen
  • Persönlichkeitsentwicklungsstörungen
  • etc.

In der Ambulanz für Verhaltenstherapie werden Kinder, Jugendliche und Heranwachsende bis zum vollendeten 21. Lebensjahr behandelt.

Voraussetzungen für die erfolgreiche Behandlung ist die aktive Mitarbeit von Patienten und Angehörigen. Die Patienten sollten in der Lage sein, regelmäßige wöchentliche Behandlungstermine wahrzunehmen. Weiterhin sind in regelmäßigen Abständen stattfindende, begleitende Gespräche mit den Sorgeberechtigten immer ein fester Bestandteil der Psychotherapie mit Kindern.

Erste Schritte

Nach der telefonischen Anmeldung erfolgt zunächst ein orientierender Termin in unserer Sprechstunde. Es schließen sich mehrere diagnostische Termine an, die der Überprüfung des Vorliegens einer behandlungsbedürftigen Erkrankung und der anschließenden Behandlungsplanung dienen.

Im Vorfeld einer möglichen Psychotherapie wird zudem auch ein ärztliches Konsil eingeholt, um eine körperliche Ursache der Störung auszuschließen.

Nach diesen ersten Schritten folgt die Entscheidung, ob ein Antrag auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse gestellt wird.

Wird der Antrag genehmigt, kann die Psychotherapie beginnen. In der Regel findet dann wöchentlich eine Sitzung á 50 Minuten statt.

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art und Schweregrad der psychischen Erkrankung. Durchschnittlich ist mit einem Behandlungszeitraum von 6 bis 12 Monaten zu rechnen.

Kosten

Kosten für Sprechstundentermine und vorbereitende diagnostische Termine werden grundsätzlich von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei Vorliegen einer behandlungsbedürftigen Erkrankung werden die Kosten der anschließenden Psychotherapie ebenfalls von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Eine Eigenbeteiligung der Patienten ist nicht erforderlich.

Das AZVT

Die Psychotherapieambulanz ist Teil des Ausbildungszentrums für Verhaltenstherapie (AZVT) an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie Ulm. Dieses besteht seit 2009 und ist als Ausbildungsstätte für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten staatlich anerkannt.

Eine zentrale Zielsetzung des AZVT besteht darin, in der Ambulanz eine besonders hohe Qualität der durchgeführten Behandlungen sicherzustellen.

Dies wird durch mehrere Faktoren gewährleistet:

Die Ausbildungstherapeuten besitzen ein abgeschlossenes psychologisches, pädagogisches oder medizinisches Hochschulstudium und befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Psychotherapieausbildung. Sie orientieren sich an hohen Standards und können in der Ambulanz auf hierfür notwendige aktuelle diagnostische Verfahren und Behandlungsmanuale zurückgreifen. Zudem werden sie bei der Durchführung von Therapien durch kontinuierliche Anleitung und Supervision sowie „klinische Rückendeckung“ unterstützt.

 

Durch die enge Zusammenarbeit mit den übrigen klinischen Bereichen des Universitätsklinikums ist eine Orientierung an den aktuellen Behandlungsleitlinien basierend auf neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen der Psychotherapieforschung gewährleistet. So kann jederzeit die für den Patienten zum aktuellen Zeitpunkt passende Behandlungsform ausgewählt werden.

Bitte beachten Sie

Bitte bringen Sie zum ersten Termin die Versichertenkarte und  - wenn vorhanden – auch Vorbefunde mit! Vielen Dank.

Anmeldung Ambulanz

Tel.: 0731 500 62650

Fax: 0731 500 62670

E-Mail: azvt.ambulanz@uniklinik-ulm.de

 

Standort

Universitätsklinikum Ulm

Ausbildungszentrum für Verhaltenstherapie (AZVT)

Steinhövelstraße 1

89075 Ulm (Safranberg)

Spezialsprechstunden

Die Spezialsprechstunde „DBT-move!“ bietet Diagnostik und ein Behandlungsangebot für Jugendliche und Heranwachsende mit emotional-instabiler Persönlichkeitsentwicklung oder bereits gesicherter Diagnose einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Die Zuweisung zu der Spezialsprechstunde kann entweder im Rahmen der Behandlung in unserer Institutsambulanz (Verlinkung) oder auch unmittelbar durch Patienten, ihre Angehörigen, Psychotherapeuten oder Ärzte erfolgen.

Diagnostik und Therapie

Störungsspezifische jugendpsychiatrische, testpsychologische und medizinische Diagnostik und Angebot einer störungsspezifischen Einzel- und Gruppentherapie.

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Dr. med. Marc Allroggen

Komm. Sektionsleiter

Anmeldung

Telefon Telefon. 0731/500-61636

Telefax Telefax. 0731/500-61683

Montag: 08.00 - 17.00 Uhr

Dienstag: 08.00 - 17.30 Uhr

Mittwoch: 08.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag: 08.00 - 18.00 Uhr

Freitag: 08.00 - 15.00 Uhr

Patienteninformationen

Emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen vom Borderline-Typus sind gekennzeichnet durch schwerwiegende Probleme von Impuls- und Affektregulation, die sich in rasch wechselnden Stimmungen, Gefühlen innerer Leere oder explosiven aggressiven Durchbrüchen manifestieren können, sowie Auffälligkeiten in der Beziehungsgestaltung, wobei Beziehungen häufig intensiv, aber unbeständig verlaufen. Diese Symptomkonstellation ist ein Grund, warum emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen bereits im Jugendalter keine seltene klinische Diagnose darstellen. Insbesondere nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) und Suizidalität sind Symptome der BPS, können jedoch auch unabhängig von der Diagnose auftreten und beeinflussen die Entwicklung der Jugendlichen erheblich. Zur Behandlung der BPS im Jugendalter wurden die für das Erwachsenenalter etablierten Techniken an das Entwicklungsniveau und die Bedürfnisse der Jugendlichen adaptiert. Hier ist die Dialektisch-Behaviorale Therapie für Adoleszente (DBT-A) zu nennen, für die bereits Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Das flexible DBT-A Programm „DBT-move“ erlaubt es, nach ausführlicher Diagnostik und Beratung das für den Jugendlichen geeignete Behandlungsmodell zu wählen. So kann je nach Symptomatik ein stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlungsschwerpunkt gewählt werden. Das ambulante Behandlungsangebot nach DBT-A umfasst in der Regel die Teilnahme an Einzeltherapie (50 Minuten/Woche) und Fertigkeitentraining in der Gruppe („Skillgruppe“; 90 Minuten/Woche), wobei zur Integration in die Einzeltherapie Kooperationen mit der Psychotherapieambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie Ulm sowie mit ausgewählten Praxen bestehen. Vor Therapiebeginn erfolgt eine ausführliche Diagnostik, Behandlungsplanung und Prüfung der Therapiemotivation.

Kooperationspartner

Psychotherapieambulanz der KJP Ulm

Die Frühkindliche Sprechstunde bietet Diagnostik und ein Behandlungsangebot für Kinder von 0-3 Jahren und ihre Angehörigen mit Störungen des Fütterns, Schlafens und der Regulation.

Diagnostik und Therapie

Entwicklungspsychiatrische, entwicklungsneurologische und pädiatrische Diagnostik und Beratung, videogestützte Eltern-Kind-Interaktions-Diagnostik.

Profilbild von Claudia Lührs da Silva

Claudia Lührs da Silva

Anmeldung

Telefon Telefon. 0731/500-61636

Telefax Telefax. 0731/500-61683

Montag: 08.00 - 17.00 Uhr

Dienstag: 08.00 - 17.30 Uhr

Mittwoch: 08.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag: 08.00 - 18.00 Uhr

Freitag: 08.00 - 15.00 Uhr

Patienteninformationen

Unsere frühkindliche Sprechstunde bietet Eltern mit Kindern von der Geburt bis zum Alter von drei Jahren Unterstützung und diagnostische Abklärung bei kindlichen Regulationsstörungen an. Zu den kindlichen Regulationsstörungen gehören beispielsweise Schlafstörungen, Fütterstörungen, exzessives Schreien im Säuglingsalter sowie Verhaltensprobleme und Entwicklungsstörungen im Kleinkindalter.

Ziel der Sprechstunde ist ein möglichst frühzeitiges Erkennen von Risiken in der Eltern-Kind-Beziehung und der kindlichen Entwicklung sowie eine Stärkung der elterlichen Kompetenz. Durch das Erkennen und die Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten in der frühen Kindheit soll möglichen Entwicklungsverzögerungen rechtzeitig entgegengewirkt werden.

Im Rahmen einer Erstvorstellung in unserer Klinik wird das „Problemverhalten“ zunächst ausführlich erfasst. Bei Bedarf und mit der Zustimmung der Eltern wird eine Fremdanamnese von anderen wesentlichen Bezugspersonen wie Familienhebamme, Erzieherin der Kinderkrippe, Großeltern usw. eruiert. Darüber hinaus finden unter Umständen entwicklungsneurologische und entwicklungspsychologische Untersuchungen statt. Die Ergebnisse werden mit den Eltern ausführlich besprochen. Im Anschluss an einen Beratungsprozess stehen je nach Wunsch und Bedarf unterschiedliche therapeutische Ansätze zur Verfügung:

  • Die Durchführung einer entwicklungspsychologischen Beratung (videogestütztes Eltern-Kind Beratungskonzept)
  • Die Aufklärung und Beratung durch unseren Sozialdienst über weitere Unterstützungsangeboten wie z.B. von Jugendämtern, Beratungsstelle usw.
  • Eine pädagogische Elternberatung im Einzel- oder Gruppensetting
  • Eine Fortsetzung der Behandlung in unserer kinder- und jugendpsychiatrischen und psychotherapeutischen Institutsambulanz

Bei Bedarf unterstützen wir bei der Vermittlung einer stationären Eltern-Kind Behandlung (außerhalb unserer Klinik)

Kooperationspartner

Im Rahmen der Initiative „Frühe Hilfen und frühen Interventionen im Kinderschutz“ arbeiten wir interdisziplinär mit diversen Berufsgruppen und Institutionen zusammen.

Die Heimkindersprechstunde bietet kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik, Behandlung und Beratung für Kinder und Jugendliche, die in Einrichtungen der Jugendhilfe leben. Die kinder- und jugendpsychiatrische Sprechstunde findet z. T. in aufsuchender Form in den jeweiligen Einrichtungen statt. Ziel der Heimkindersprechstunde ist es, möglichst frühzeitig Verhaltensauffälligkeiten und Behandlungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen in institutioneller Erziehung zu identifizieren.

Diagnostik und Therapie

  • Kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik
  • Ermittlung des Entwicklungsstands und des Förder- und Therapiebedarfs der Kinder und Jugendlichen
  • Durchführung der kinder- und jugendpsychiatrischen sowie psychotherapeutischen Behandlung sowie Koordination zusätzlicher pädagogischer und therapeutischer Maßnahmen
  • Beratung der Einrichtungen im Umgang mit den Kindern und leiblichen Eltern
  • Beratung der leiblichen Eltern im Umgang mit den Kindern und der Einrichtung
  • Zusammenarbeit und Austausch mit dem zuständigen Jugendamt bzgl. einer am Wohl der psychisch auffälligen Kinder orientierten Hilfeplanung, Umgangsregelung, Gestaltung von Übergängen etc.
  • Krisenintervention
  • Vermittlung zwischen leiblichen Eltern, Einrichtung, Jugendamt und anderen relevanten Institutionen.
Profilbild von Dr. med. Marc Allroggen

Dr. med. Marc Allroggen

Komm. Sektionsleiter

Profilbild von Claudia Lührs da Silva

Claudia Lührs da Silva

Profilbild von Dr. med. Johanna Brickwedde

Dr. med. Johanna Brickwedde

Profilbild von Dr. med. Katharina Grau

Dr. med. Katharina Grau

Patienteninformationen

Kinder und Jugendliche, die in Einrichtungen der Jugendhilfe leben, leiden überdurchschnittlich häufig unter psychischen Störungen. Oft haben diese Kinder bereits traumatische Erfahrungen in ihrer Familie gemacht oder Verhaltensauffälligkeiten bzw. Entwicklungsstörungen haben die Unterbringung in einer Jugendhilfeeinrichtung notwendig gemacht. Gerade wenn Kinder und Jugendliche einer Unterbringung zwiespältig gegenüberstehen, kann zudem der Beziehungsaufbau zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erschwert sein, und Kinder und Jugendliche können die Befürchtung haben, den Kontakt zu ihren Eltern zu verlieren. Auch leibliche Eltern, die ihr Kind in die Obhut einer Jugendhilfeeinrichtung gegeben haben, äußern häufig die Befürchtung, ihr Kind nicht mehr regelmäßig zu sehen oder ihre spezielle Rolle als Eltern zu verlieren.

Wichtig für eine gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ist daher ein klarer und verlässlicher Betreuungsrahmen, die Zusammenarbeit zwischen leiblichen Eltern, Einrichtung, Jugendamt und anderen Institutionen, sowie die Berücksichtigung des individuellen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungsbedarfs.

Aus diesem Grunde bieten wir für Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Jugendhilfe an der kinder- und jugendpsychiatrischen Institutsambulanz der Universitätsklinik Ulm folgende Leistungen an:

  • Kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik
  • Ermittlung des Entwicklungsstands und des Förder- und Therapiebedarfs der Kinder und Jugendlichen
  • Durchführung der kinder- und jugendpsychiatrischen sowie psychotherapeutischen Behandlung sowie Koordination zusätzlicher pädagogischer und therapeutischer Maßnahmen
  • Beratung der Einrichtungen im Umgang mit den Kindern und leiblichen Eltern
  • Beratung der leiblichen Eltern im Umgang mit den Kindern und der Einrichtung
  • Zusammenarbeit und Austausch mit dem zuständigen Jugendamt bzgl. einer am Wohl der psychisch auffälligen Kinder orientierten Hilfeplanung, Umgangsregelung, Gestaltung von Übergängen etc.
  • Krisenintervention

Vermittlung zwischen leiblichen Eltern, Einrichtung, Jugendamt und anderen relevanten Institutionen.

Kooperationspartner

Aktuell bieten wir regelmäßige, z. T. aufsuchende Heimsprechstunden für die Einrichtungen Kinderheim St. Clara in Gundelfingen, St. Fidelis Jugendhilfe in Dürmentingen/Heudorf, Zentrum <guterhirte> in Ulm und Oberlin e.V. – Evangelische Einrichtung für Jugendhilfe in Ulm.

Adresse und Anfahrt

Krankenhausweg 3, 89075 Ulm (Safranberg). Anfahrt über die Heidenheimer Straße. Es besteht eine (stark begrenzte) Parkmöglichkeit. Wir bitten Sie den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen (Bus Nr. 4, Haltestellen Örlinger Straße oder Steinhövelstraße).

Spezialsprechstunde für Kinder und Jugendliche mit körperdysmophen Störungen (KDS)

Diagnostik und Therapie

Im Rahmen unserer Sprechstunde bieten wir eine umfassende jugendpsychiatrische Diagnostik unter Berücksichtigung relevanter Komorbiditäten und eine Beratung der Betroffenen bezüglich weiterer therapeutischer Möglichkeiten.

Profilbild von Dr. med. Katharina Grau

Dr. med. Katharina Grau

Anmeldung

Telefon Telefon. 0731/500-61636

Telefax Telefax. 0731/500-61683

Montag: 08.00 - 17.00 Uhr

Dienstag: 08.00 - 17.30 Uhr

Mittwoch: 08.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag: 08.00 - 18.00 Uhr

Freitag: 08.00 - 15.00 Uhr

Patienteninformation

Kennzeichnend für die Körperdysmorphe Störung (KDS) (Synonym: Dysmorphophobie) ist die übermäßige Beschäftigung des betroffenen Jugendlichen mit einem für ihn wahrnehmbaren Makel der äußeren Erscheinung. Diese führt in der Regel zu einem hohen Leidensdruck. Für Außenstehende ist dieser Makel dabei nicht oder nur in geringem Maße feststellbar. Charakteristisch für eine KDS sind eine zeitintensive gedankliche Beschäftigung und sogenannte „Sicherheitsverhaltensweisen“ (häufiges im Spiegel kontrollieren, nur bestimmte Kleidung tragen, Manipulationen der Haut, etc.). Mit der Erkrankung verbunden sind oftmals eine deutliche Beeinträchtigung der Teilhabe im Alltag und der psychosozialen Entwicklung.

Adresse und Anfahrt

Krankenhausweg 3, 89075 Ulm (Safranberg). Anfahrt über die Heidenheimer Straße. Es besteht eine (stark begrenzte) Parkmöglichkeit. Wir bitten Sie den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen (Bus Nr. 4, Haltestellen Örlinger Straße oder Steinhövelstraße).

Das Behandlungs- und Diagnostikangebot richtet sich an Patienten mit Phelan-McDermid-Syndrom sowie an Patienten mit geistiger Behinderung und Autismus-Spektrumstörung

Diagnostik und Therapie

  • Ermittlung des Entwicklungsstandes und des Förder- und Therapiebedarfs des Kindes

  • Diagnostik inkl. ausführlicher Autismus-Diagnostik (und ggf. Bildgebung)

  • Psychosoziales Beratungsangebot

Profilbild von Dr. med. Marc Allroggen

Dr. med. Marc Allroggen

Komm. Sektionsleiter

Profilbild von Claudia Lührs da Silva

Claudia Lührs da Silva

Anmeldung

Telefon Telefon. 0731/500-61636

Telefax Telefax. 0731/500-61683

Montag: 08.00 - 17.00 Uhr

Dienstag: 08.00 - 17.30 Uhr

Mittwoch: 08.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag: 08.00 - 18.00 Uhr

Freitag: 08.00 - 15.00 Uhr

Patienteninformation

Kinder und Jugendliche mit Phelan-McDermid-Syndrom, bei denen ein Teil des langen Arms des Chromosoms 22 fehlt, zeigen eine erhebliche allgemeine Entwicklungsverzögerung, in der Regel einhergehend mit geistiger Behinderung, ausgeprägter Muskelhypotonie, fehlendem oder stark verzögertem Spracherwerb und manchmal Dysmorphiezeichen (z.B. große, auffällige Ohrmuscheln, dysplastische Zehennägel, ausgeprägte Stirn, knollige Nase, spitzes Kinn). Die Mehrzahl der Kinder weist deutlich autistische Züge auf, mit auffälligen repetitiven Verhaltensweisen und mangelnder sozialer Interaktion. Ebenfalls häufig zeigt sich ein vermindertes Schmerzempfinden, Kauen und Schmatzen. Das Wachstum kann vermindert, normal oder akzeleriert sein. Der Spracherwerb fehlt entweder völlig oder ist stark verzögert. Manche Kinder beherrschen einige wenige Worte. Der Verlust von 22q13 kommt entweder zustande durch einfache Chromosomenabbrüche (Deletionen), Übertragung des Chromosomenstücks auf andere Chromosomen (Translokation) oder Ringchromosombildung. Nicht sehr häufig ist die beschriebene Symptomatik auch auf eine Mutation des SHANK 3 Gens zurückzuführen. An das Phelan-McDermid-Syndrom sollte gedacht werden, wenn bei Säuglingen eine Muskelhypotonie, fehlende Sprachentwicklung (kein Lautieren) und allgemeine Entwicklungsverzögerung vorliegt. Besteht klinisch der Verdacht auf ein Phelan-McDermid-Syndrom, sollte eine humangenetische Beratung und Diagnostik erfolgen (z.B. vergleichende Genom-Hybridisierung (Array-CGH), MLPA etc.). Weitere Syndrome mit Muskelhypotonie, verzögerter Entwicklung und mangelnder Sprachentwicklung und/oder autistischen Verhaltensauffälligkeiten, die differentialdiagnostisch in Betracht gezogen werden müssen sind zum Beispiel nicht-syndromale geistige Behinderung oder Autismus-Spektrum-Störung, Prader-Willi-, Angelman-, Williams-, Fragiles X-, Sotos- und Velokardiofaziales Syndrom.

Im Rahmen unserer Spezialsprechstunde wird eine ausführliche Untersuchung und Beratung angeboten. Es besteht die Möglichkeit an klinischen Studien teilzunehmen.

Die Ulmer Spezialsprechstunde für Kinder mit Phelan-McDermid-Syndrom und ihre Familien ist aktuell die einzige in Deutschland. Wir wollen dazu beitragen, dieses bislang sehr unterdiagnostizierte Krankheitsbild zu erforschen und den speziellen Bedürfnissen der Kinder mit diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen gerecht zu werden. Ziel der Spezialsprechstunde und der Erforschung des Syndroms ist eine verbesserte klinische Versorgung der betroffenen Kinder und Familien.

Hierzu findet eine enge Kooperation mit der Selbsthilfeorganisation Phelan-McDermid Gesellschaft e. V. statt (http://22q13.info)

Kooperationspartner

PD Dr. Sarah Jesse, Klinik für Neurologie, Tel. 0731/1775243

Prof. Dr. Anne-Karoline Ebert, Sektionsleiterin Kinderurologie, Tel: 0731/500 58000

Dr. med. Ursula Doblanzki, Oberärztin Kinderkardiologie, Tel. 0731/500 57324

Dr. med. Julia Mühlberger, Humangenetik, Tel: 0731/500 65401

Prof. Dr. Tobias Böckers, Institutsleiter Institut für Anatomie und Zellbiologie, Tel: 0731/500 23220

Adresse und Anfahrt

Krankenhausweg 3, 89075 Ulm (Safranberg). Anfahrt über die Heidenheimer Straße. Es besteht eine (stark begrenzte) Parkmöglichkeit. Wir bitten Sie den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen (Bus Nr. 4, Haltestellen Örlinger Straße oder Steinhövelstraße).

Dieses Angebot richtet sich an die betroffenen Kinder in Pflegefamilien, Pflege- und Herkunftsfamilien sowie an die Fachkräfte in den Jugendämtern.

Diagnostik und Therapie

Die Pflegekindersprechstunde an der kinder- und jugendpsychiatrischen Institutsambulanz der Universitätsklinik Ulm bietet folgende Leistungen an:

  • kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik
  • Ermittlung des Entwicklungsstands und des Förder- und Therapiebedarfs des Kindes
  • Durchführung der kinder- und jugendpsychiatrischen sowie psychotherapeutischen Behandlung sowie Koordination zusätzlicher pädagogischer und therapeutischer Maßnahmen
  • Beratung der Pflegeeltern im Umgang mit den Kindern und leiblichen Eltern
  • Beratung der leiblichen Eltern im Umgang mit den Kindern und den Pflegeeltern
  • Informations- und Gesprächsnachmittage für Pflegeeltern, leibliche Eltern und Fachkräfte zu pflegekindspezifischen Themenschwerpunkten
  • Zusammenarbeit und Austausch mit dem zuständigen Jugendamt bzgl. einer am Wohl der psychisch auffälligen Kinder orientierten Hilfeplanung, Umgangsregelung, Gestaltung von Übergängen etc.
  • Krisenintervention

Vermittlung zwischen leiblichen Eltern, Pflegeeltern, Jugendamt und anderen relevanten Institutionen.

Ansprechpartner

Ärzte

PhD Veronika Dobler  

Dr. med. Marc Allroggen  

Anmeldung

 Tanja Helmer-Brand  

 Svenja Seiboth  

 Miriam Zugmaier

Anmeldung:

Telefon Telefon: 0731/500-61636

Telefax Telefax: 0731/500-61683

Montag: 08.00 - 17.00 Uhr

Dienstag: 08.00 - 17.30 Uhr

Mittwoch: 08.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag: 08.00 - 18.00 Uhr

Freitag: 08.00 - 15.00 Uhr

Patienteninformation

Pflegekinder sind gewöhnlich Kinder mit belastenden Vorerfahrungen, wodurch der Beziehungsaufbau zu den Pflegeeltern erschwert sein kann. Psychische Störungen und Entwicklungsverzögerungen sind bei Pflegekindern verbreitet. Häufig werden Pflegeeltern mit Verhaltensauffälligkeiten und Anforderungen im Umgang mit dem ihnen anvertrauten Kind konfrontiert, denen sie sich ohne Unterstützung nicht gewachsen fühlen. Durch die Betreuung des Pflegekindes wird das Beziehungsnetzwerk der Pflegefamilie erweitert. Gleichzeitig ist die gut koordinierte Zusammenarbeit mit leiblichen Eltern, Jugendamt und weiteren Institutionen (Schule, Tagestätte, pädagogischer Frühförderung, Therapeuten etc.) notwendig; dabei kann es ohne Unterstützung schwierig sein, für alle Beteiligten zufriedenstellende Vereinbarungen zu treffen. Leibliche Eltern sehen sich aus verschiedenen Gründen in der Situation, ihr Kind in eine fremde Obhut geben zu müssen. Mitunter befürchten sie ihr Kind nicht häufig genug sehen zu können und ihre spezielle Rolle als Eltern bzw. die Beziehung zu ihrem Kind zu verlieren, haben Schuldgefühle oder auch gemischte Gefühle gegenüber den Institutionen und Sozialämtern. Pflegeeltern stehen oftmals vor der Herausforderung, eine Beziehung zu einem Kind aufzubauen, dessen Vergangenheit sie nur bedingt kennen, sowie gleichzeitig den Kontakt zu den leiblichen Eltern zu unterstützen und Übergänge zwischen Pflegehaushalt und Elternhaus zu managen. Die Pflegekinder wiederum stehen zwischen verschiedenen Bezugspersonen und Institutionen, die sich um sie kümmern, und können sich bei fehlender Zusammenarbeit der Erwachsenen hin und her gezogen fühlen. Oft müssen sie mit schwierigen Gefühlen wie Wut, Sich–abgelehnt-fühlen, Schuld oder auch Sorge um Eltern und Geschwister umgehen lernen. Wichtig für das Wohlbefinden und für die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit der Kinder sind die Herstellung eines klaren und verlässlichen Betreuungsrahmens, die Zusammenarbeit zwischen leiblichen Eltern, Pflegeeltern, Jugendamt und anderen Institutionen, sowie die Berücksichtigung des individuellen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungsbedarfs.

Adresse und Anfahrt

Krankenhausweg 3, 89075 Ulm (Safranberg). Anfahrt über die Heidenheimer Straße. Es besteht eine (stark begrenzte) Parkmöglichkeit. Wir bitten Sie den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen (Bus Nr. 4, Haltestellen Örlinger Straße oder Steinhövelstraße).

Spezialsprechstunde für Transidentität und sexuelle Identitätsentwicklung im Kindes- und Jugendalter (TIKA)

Diagnostik und Therapie

Differenzierte Diagnostik, Beratung und psychotherapeutische Begleitung.

Anmeldung:

Telefon Telefon: 0731/500-61636

Telefax Telefax: 0731/500-61683

Montag: 08.00 - 17.00 Uhr

Dienstag: 08.00 - 17.30 Uhr

Mittwoch: 08.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag: 08.00 - 18.00 Uhr

Freitag: 08.00 - 15.00 Uhr

Team

 Ines Mendler  

 Sarah Schönke  

Anmeldung

 Tanja Helmer-Brand  

 Svenja Seiboth  

 Miriam Zugmaier

Patienteninformation

Im Zuge der heutigen Vielfalt von Lebensentwürfen und Diskussionen um Begriffe wie “Transgender“ stellen sich zunehmend auch Kinder und Jugendliche die Frage nach ihrer geschlechtlichen Identität und Zugehörigkeit. Einige dieser Kinder und Jugendlichen haben eine klare innere Überzeugung hinsichtlich ihrer geschlechtlichen Identifikation als „Junge“ oder „Mädchen“ und erleben diese für sich als „stimmig“. Andere Kinder und Jugendliche reagieren mit starker Verunsicherung hinsichtlich der eigenen geschlechtlichen Identität und nicht zuletzt mit Ängsten oder Depressionen. Nicht selten spiegelt sich diese Verunsicherung auch im familiären Umfeld wider. Besonders Eltern sind bezüglich der Fragen um die Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung ihres Kindes vor starke Herausforderungen gestellt.

Liegt neben weiteren Kriterien ein ausgeprägter und anhaltender Wunsch oder die Überzeugung des Kindes oder Jugendlichen vor, dem jeweils anderen Geschlecht anzugehören, wird anders als im Erwachsenenalter nicht von Transsexualität, sondern von einer „Störung der Geschlechtsidentität im Kindes-und Jugendalter“ (ICD-10: F64.2) gesprochen. In der TIKA-Spezialambulanz erfolgt bei einer entsprechenden Fragestellung zunächst eine ausführliche Anamneseerhebung und Diagnostik, welche sich an den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie zu den ICD-10-Kategorien „Störungen der Geschlechtsidentität“ (F64) und „Psychische- und Verhaltensstörungen in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung“ (F66) orientiert. Diese Diagnostik und die Ausschlussdiagnostik anderer psychischer Probleme oder organischer Erkrankungen schließt einen interdisziplinären Austausch mit ärztlichen Fachkollegen, insbesondere aus der Abteilung für Pädiatrische Endokrinologie ein. Die anschließende Beratung und gegebenenfalls auch therapeutische Begleitung orientiert sich eng an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und ihrer Eltern und an der bestehenden Symptomatik. Sie reicht von einer einfachen Beratung hinsichtlich der geschlechtlichen Identitätsfindung bei bestehenden sexuellen Reifungskrisen bis hin zur leitliniengerechten therapeutischen Begleitung bei Wunsch nach Anpassung an das andere Geschlecht nach sorgfältiger Prüfung aller vorliegenden Kriterien.

Kooperationspartner

Dr. Frederike Denzer, Abteilung für Pädiatrische Endokrinologie der Universitätsklinik Ulm

Dieses Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung. die ohne Eltern in Deutschland angekommen sind (Unbegleitete Minderjährige mit Fluchthintergrund).

Diagnostik und Therapie

Die Sprechstunde für Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge an der kinder- und jugendpsychiatrischen Institutsambulanz der Universitätsklinik Ulm bietet folgende Leistungen an:

  • kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik, unter anderem mit einem eigenen entwickelten, auf die speziellen Probleme der Flüchtlinge ausgerichteten Screeningverfahren, das in verschiedenen Sprachen angeboten wird.
  • Ermittlung des Therapiebedarfs des Jugendlichen
  • Durchführung der kinder- und jugendpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Behandlung sowie Koordination zusätzlicher pädagogischer und therapeutischer Maßnahmen
  • Beratung der Betreuer, Einrichtungen und Pflegeeltern im Umgang mit den Jugendlichen
  • Gruppentherapie mit dem Ziel, einen neuen Umgang mit traumabedingten Symptomen zu erlernen, Selbstwirksamkeit zu fördern und Jugendliche untereinander sowie mit Hilfsorganisationen zu vernetzen.
  • Zusammenarbeit und Austausch mit dem zuständigen Jugendamt bzgl. einer am Wohl der psychisch auffälligen Jugendlichen orientierten Hilfeplanung.
  • Krisenintervention

Anmeldung:

Telefon Telefon: 0731/500-61636

Telefax Telefax: 0731/500-61683

Montag: 08.00 - 17.00 Uhr

Dienstag: 08.00 - 17.30 Uhr

Mittwoch: 08.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag: 08.00 - 18.00 Uhr

Freitag: 08.00 - 15.00 Uhr

Ansprechpartner

Ärzte

PhD Veronika Dobler  

Anmeldung

 Tanja Helmer-Brand  

 Svenja Seiboth  

 Miriam Zugmaier

Patienteninformationen

Viele Jugendliche mit Fluchterfahrung fühlen sich schwer belastet durch die Erfahrungen, die sie vor oder auf der Flucht gemacht haben. Unbegleitete Jugendliche haben diese oft ohne Unterstützung durch Eltern oder Familie durchlebt oder ihre Familie auf der Flucht verloren. Bei Ankunft in Gastland erwarten sie zusätzliche Herausforderungen wie Kommunikationsbarrieren aufgrund kultureller und sprachlicher Unterschiede, das Erlernen einer neuen Sprache, die Integration in eine neue Kultur, aber auch Misstrauen, Isolation und Angst vor der Zukunft. Viele Jugendliche leiden unter einer posttraumatischen Belastungsstörung und depressiven Symptomen. Diese äußern sich z.B. in erhöhter Anspannung, intrusiven Erinnerungen an die Erlebnisse, Schlafstörungen sowie Niedergestimmtheit und Motivations-/Energieverlust. Manche haben mit schwierigen Gefühlen wie Wut, Schuld, Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit zu kämpfen. Diese Symptome erschweren u.a. die erfolgreiche Anpassung und Integration oder führen auch zu Konflikten unter Jugendlichen. Aufgrund des kulturellen Hintergrunds sind den jugendlichen psychische Erklärungsmodelle und psychologische Therapien unbekannt und es fällt ihnen oft schwer, Vertrauen in Therapeuten oder Verfahren aufzubauen. Viele äußern das Gefühl, dass ihr ‚Kopf kaputt‘ sei. Um den komplexen Bedürfnissen und der Vielschichtigkeit der Probleme gerecht zu werden, verwenden wir daher zusätzlich zu ausführlichen Erstgesprächen mit dem Flüchtling und seinen Betreuern/Vormund eigens für diesen Zweck entwickelte Screeningverfahren. Bei entsprechender Indikation bieten wir die Teilnahme an einer Gruppentherapie an. Zum einen ermöglicht dies den Jugendlichen, andere Gleichaltrige mit ähnlichen Problemen zu treffen, von den Ressourcen und Strategien der anderen zu profitieren und sich gegenseitig zu unterstützen. Zum anderen erfahren sie eine gewisse „Normalisierung“ ihrer Symptome. Durch ausführliche, dem Bildungsstand angepasste Psychoedukation lernen sie ihre Symptome zu verstehen. Die Gruppe findet unter Einbeziehung der Betreuer statt, um die Anwendung erlernter Strategien außerhalb der Therapie zu fördern. Wenn es notwendig ist, bieten wir individuelle Traumatherapie an. Wichtig für das Wohlbefinden und für die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit der Jugendlichen sind die Herstellung stabiler Wohn-und Betreuungsverhältnisse. Daher unterstützen wir die Koordination der Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen, Jugendamt, Einrichtungen und anderen Institutionen unter Berücksichtigung des individuellen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungsbedarfs.

Adresse und Anfahrt

Krankenhausweg 3, 89075 Ulm (Safranberg). Anfahrt über die Heidenheimer Straße. Es besteht eine (stark begrenzte) Parkmöglichkeit. Wir bitten Sie den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen (Bus Nr. 4, Haltestellen Örlinger Straße oder Steinhövelstraße).